Anzeige

Teilen auf Facebook RSS-Feed Klassik Heute
Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Komponisten: Aktuelle Infos

Léo Delibes 130. Todestag

frz. Komponist

† 1891

16

Januar

vor 130 Jahren

in Paris


Der französische Komponist Léo Delibes wurde am 21. Februar 1836 in St-Germain-du-Val als Sohn eines Postboten geboren. Die musikalische Begabung hatte er von seiner Mutter geerbt. Ab 1848 studierte er am Pariser Konservatorium, unter anderem bei Adolphe Adam, und gab 1885 sein Debüt als dramatischer Kompnist mit der einaktigen Operette Deux sous de charbon. Seine musikalische Laufbahn begann jedoch als Theaterkorrepetitor, von 1862 bis 1871 war er als Organist an verschiedenen Kirchen tätig, gleichzeitig war er von 1865 bis 1872 zweiter Chordirektor der Großen Oper in Paris. 1881 wurde er Professor für Komposition am Conservatoire. Vor allem mit seinen Opern Le roi l'a dit (1873) und Lakmé (1883) zählte er zu den beliebtesten Bühnenkomponisten der Romantik. Mit seinen Balletten (Coppélia, 1870; Sylvia, 1876), die nach wie vor zum Standardrepertoire gehören, gab er seinerzeit der Ballettkomposition ungeheueren Aufschwung und beeinflusste Tschaikowsky, Saint-Saëns und Debussy nicht unerheblich. 1884 wurde er zum Mitglied der Académie des Beaux-Arts gewählt. Léo Delibes starb am 16. Januar 1891 in Paris.

Die besten Besprechungen mit Léo Delibes

04.07.2014
»zur Besprechung«

L' Amour, Juan Diego Flórez / Decca
L' Amour, Juan Diego Flórez / Decca

16.07.2003
»zur Besprechung«

Rossignol, Mon Mignon Liebeslieder der Belle Epoque und der Spätromantik / NCA
Rossignol, Mon Mignon Liebeslieder der Belle Epoque und der Spätromantik / NCA

09.01.2013
»zur Besprechung«

Amüsantes und Rasantes für 2 Flöten und Klavier / Thorofon
Amüsantes und Rasantes für 2 Flöten und Klavier / Thorofon

06.11.2012
»zur Besprechung«

Anu Komsi Coloratura / BIS
Anu Komsi Coloratura / BIS

»Léo Delibes: Biographie und Einspielungen«

Domenico Cimarosa 220. Todestag

ital. Komponist

† 1801

11

Januar

vor 220 Jahren

in Venedig


Der italienische Komponist Domenico Cimarosa war einer der wichtigsten Vertreter der italienischen komischen Oper im 18. Jahrhundert. Er wurde am 17. Dezember 1749 in Aversa bei Neapel als Sohn eines Maurers und einer Wäscherin geboren. Seine Eltern starben, als er noch Kind war. Er besuchte die Armenschule der Minoriten in Neapel und fiel durch sein besonderes musikalisches Talent auf. Er war ein guter Sänger. Auf Vermittlung des Organisten Padre Polcano wurde der junge Cimarosa am Konservatorium Santa Maria di Loreto in Neapel aufgenommen und erhielt dort Unterricht in Geige, Cembalo und Orgel. Anschließend studierte er weiter bei Niccolò Vito Piccinni. 1772 feierte Cimarosa in Neapel sein erfolgreiches Debüt als Opernkomponist mit der Oper Le stravaganze del conte – 15 Jahre später beherrschte er mit 20 Werken das Repertoire aller größeren Bühnen Italiens. Nachdem die Lokalmatadoren Piccinni nach Paris und Paisiello St. Petersburg abgewandert waren, wuchs Cimarosas Ruhm ab 1776 stetig. Le stravaganze de conte wurde 1777 erstmals in Rom und 1781 in Venedig aufgeführt. 1787 trat er die Nachfolge Paisiellos als Kapellmeister am Hof Katharinas II. in St. Petersburg an. Vier Jahre später trat er in die Dienste Kaiser Leopolds II. in Wien als Nachfolger Salieris. Ein Jahr später erlebte seine bis heute erfolgreichste Oper ihre Uraufführung am 7. Februar 1792: Il matrimonio segreto. Der Erfolg war so umwerfend, dass die Oper noch am selben Abend der Uraufführung wiederholt werden musste und den Kaiser veranlasste, das gesamte Ensemble noch vor der Wiederholung zum Essen einzuladen. 1793 kehrte Cimarosa nach Neapel zurück, wo es die Oper allein dort in einer Spielzeit zu 67 Aufführungen brachte. Wegen Beteiligung am neapolitanischen Aufstand 1798 ließ Napoleon Cimarosa zum Tod verurteilen. Auf die Fürsprache des Kaisers von Österreich hin wurde Cimarosa begnadigt und verbannt. Er begab sich nach Venedig, wo er am 11. Januar 1801 starb. Cimarosa schrieb rund 75 Opern – u.a. L'Italiana in Londra (1778), Giannina e Bernadone (1782), La ballerina amante (1782), L'olimpiade (1784), Le trame deluse (1786), L'impresario in angustie (1786), I Traci amanti (1793), Le astuzie femminili (1794) –, mehrere Messen und andere Kirchenmusiken, Kantaten, 5 Oratorien und ein erst im 20. Jh. wiederentdecktes Oboenkonzert. Als einer der bedeutendsten Meister der neapolitanischen Schule erlangte Domenico Cimarosa zu Lebzeiten ein ähnliches Ansehen wie später Rossini.

»Domenico Cimarosa: Biographie und Einspielungen«

Anzeige

Frank Bridge 80. Todestag

engl. Komponist

† 1941

10

Januar

vor 80 Jahren

in Eastbourne


Obwohl sein Œuvre nicht sonderlich umfangreich ist, gilt Frank Bridge als einer der bedeutendsten Komponisten Großbritanniens. Er wurde am 26. Februar 1879 in Brighton geboren. Seine Musikerlaufbahn begann er als Probendirigent. Als ihm von Henry Wood immer häufiger die Leitung verschiedener Promenadenkonzerte übertragen wurde, wuchs seine Bekanntheit. Seit 1910 wirkte er in London als Opern- und Konzertdirigent, er trat auch als Gastdirigent in den USA auf. Daneben unterrichtete er auch. Sein prominentester Schüler war Benjamin Britten. Dessen Variationen für Streicher nach einem Thema von Frank Bridge fanden internationale Beachtung, die auch Frank Bridge selbst zugute kamen. Bridge schrieb hauptsächlich Kammermusik, aber auch einige groß angelegte Orchesterwerke sowie die Oper The Christmas Rose (1909-1929). Im Konzertrepertoire haben sich bis heute vor allem seine Tondichtungen Isabelle (1907), The Sea (1911), Summer (1914) und Enter Spring (1927) etabliert. Frank Bridge starb am 10. Januar 1941 in Eastbourne.

»Frank Bridge: Biographie und Einspielungen«

C. Zeller, Vogelhändler

österr. Komponist

UA 1891

10

Januar

vor 130 Jahren

in Wien


Carl Zeller ist neben Franz von Suppé, Johann Strauss und Karl Millöcker der vierte Operettenklassiker der sogenannten „Goldenen Ära“ der Wiener Kaiser-Franz-Joseph-Zeit. Den unsterblichen Ruhm eines Meisters der leichten Muse hat er sich mit zwei Werken erworben: Mit Der Obersteiger (1894) und vor allem Der Vogelhändler (1891). Diese beiden Operetten wurden Welterfolge, die bis heute zum Kernrepertoire der Operettenliteratur gehören. Seit der Uraufführung am 10. Januar 1891 in Wien hat sich Der Vogelhändler ununterbrochen auf den deutschen Bühnen gehalten. Zahlreiche Arien und Lieder des Vogelhändlers fehlen in keinem Operettenwunschkonzert (Wie mein Ahndl zwanzig Jahr, Schenkt man sich Rosen in Triol, Ich bin die Christel von der Post, Grüaß enk Gott, alle miteinander u.a.). Dabei war Zeller hauptberuflich gar nicht Komponist, sondern Jurist und Staatsbeamter, er komponierte nur aus Liebhaberei Männerchöre, Opern und Operetten – mit dem Vogelhändler allerdings bewies er, dass er ein echter Meister seines Faches ist. Das Werk wurde auch mehrfach verfilmt: 1953 in der Regie von Arthur Maria Rabenalt mit Gerhard Riedmann, Ilse Werner, Wolf Albach-Retty und Eva Probst und 1962 in der Regie von Géza von Cziffra mit Cornelia Froboess, Peter Weck, Maria Sebaldt und Rudolf Platte.

»Carl Zeller: Biographie und Einspielungen«

Alle Porträts im Januar

Uraufführungen im Januar

»Alle Porträts«

Anzeige

Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Anzeige