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Interpreten: Aktuelle Infos

Interpreten

Sir John Tomlinson 75. Geburtstag

brit. Sänger, Bass

* 1946

22

September

vor 75 Jahren

in Accrington


Als einer der bedeutendsten Wagner-Sänger seiner Zeit war der englische Bass Sir John Tomlinson fast 20 Jahre lang bei den Festspielen auf dem Grünen Hügel zu hören. Dabei hatte er eine Sängerkarriere ursprünglich gar nicht geplant. Er wurde am 22. September 1946 in Accrington, Lancashire, geboren und wuchs in einem sehr musikalischen Umfeld auf. Regelmäßig versammelte sich die Familie zu Hause um das Klavier zum gemeinsamen Singen, viele seiner Freunde und Bekannten aus Lacashire waren Sänger, Dirigenten, Organisten und Pianisten – aber alles spielte sich im Amateurbereich ab. So absolvierte Tomlinson zunächst auch ein Ingenieursstudium an der Universität Manchester. Schon als Teenager wurde ihm immer wieder bestätigt, dass er eine kräftige Stimme habe. Mit 21 Jahren, nach dem Abschluss des Studiums, entschloss er sich, Unterricht zu nehmen und eine professionelle Laufbahn als Sänger einzuschlagen. Er erhielt ein Stipendium und durfte am Royal College of Music Manchester Gesang studieren. Anschließend ging er nach London, um sich bei Otakar Kraus stimmlich noch weiter auszubilden. Seine ersten Engagements erhielt er an der English Natioanl Opea und am Royal Opera House. Tomlinson konnte sich rasch durchsetzen und trat in den Folgejahren an den führenden Opernhäusern in aller Welt auf, angefangen von der New Yorker Met über das Teatro alla Scala in Mailand, die Staatsoper Unter den Linden in Berlin, die Semperoper Dresden, die Bayerische Staatsoper München, die Wiener Staatsoper, das Grand Théâtre de Genève bis zur Opéra national de Paris und anderen. Auch zu renommierten Festivals wie dem Festival d’Aix-en-Provence, den Münchner Opernfestspielen oder dem Glyndebourne Festival wurde er gerne eingeladen und sang neben Wagner-Rollen alle wichtigen Bass-Partien des Opernrepertoires. Zusammen mit Della Jones trat er 1993 auch bei The Last Night of the Proms auf. Sein Wirken ist auf zahlreichen Aufnahmen und Einspielungen bestens dokumentiert. 1997 wurde Tomlinson als Commander of the Order of the British Empire geehrt, 2005 wurde er anlässlich der Queen’s Birthday Honours zum Ritter geschlagen. 1991, 1998 und 2007 erhielt er jeweils den Royal Philharmonic Society Music Award für Sänger, 2014 die Gold Medal.

Die besten Besprechungen mit John Tomlinson

22.07.2005
»zur Besprechung«

 / Warner Classics
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04.11.2004
»zur Besprechung«

 / OehmsClassics
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12.08.2005
»zur Besprechung«

John Tomlinson Great Scenes & Arias / Warner Classics
John Tomlinson Great Scenes & Arias / Warner Classics

01.05.2001
»zur Besprechung«

John Tomlinson singt, Arien aus Opern von Mozart, Borodin, Verdi, Händel / Chandos
John Tomlinson singt, Arien aus Opern von Mozart, Borodin, Verdi, Händel / Chandos

»John Tomlinson: Biographie und Einspielungen«

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Isaac Stern 20. Todestag

US-amer. Geiger

† 2001

22

September

vor 20 Jahren

in New York


Vor zwanzig Jahren, am 22. September 2001 starb in New York einer der berühmtesten Geiger unserer Zeit, Isaac Stern. Geboren am 21. Juli 1920 in der Ukraine, übersiedelte seine Familie 1921 in die USA wo Isaak Stern seine Ausbildung erhielt. Zunächst nahm er Klavierunterricht, wechselte aber bald zur Geige und wurde u.a von Louis Persinger unterrichtet, zu dessen Schülern auch Yehudi Menuhin gehörte. Sein Orchesterdebüt gab Stern im Alter von 11 Jahren mit dem San Francisco Symphony Orchestra unter der Leitung von Pierre Monteux. Neben seiner Solistentätigkeit war Isaac Stern ein engagierter Kammermusiker und trat mit dem Pianisten Eugene Istomin und dem Cellisten Leonard Rose auf. Sein Interesse für zeitgenössische Komponisten führte zu zahlreichen Uraufführungen und Werken, die ihm gewidmet waren, darunter Kompositionen von Leonard Bernstein, Peter Maxwell Davies, Henri Dutilleux, George Rochberg und William Schumann. Auch als Pädagoge hatte Isaac Stern großen Einfluss auf nachfolgende Generationen. Im Gegensatz zu Yehudi Menuhin wollte Stern nach 1945 nicht in Deutschland aufzutreten, da Familienmitglieder während der Herrschaft der Nationalsozialisten ermordet wurden. Im April 1999 kam Stern dennoch und hielt in Köln einen Kammermusikkurs ab. „Es ist nicht sehr menschlich, den Leuten nicht eine Chance zur Veränderung zu geben“, erklärte Stern. „Mit meinem Besuch vergebe ich nichts.“ Sein musikalisches Vermächtnis ist auf zahlreichen Tonträgern dokumentiert.

»Isaac Stern: Biographie und Einspielungen«

Anna Tomowa-Sintow 80. Geburtstag

bulgar. Sängerin, Sopran

* 1941

22

September

vor 80 Jahren

in Stara Sagora


Am 22. September 2021 feiert die Sopranistin Anna Tomowa-Sintow ihren 80. Geburtstag. Geboren 1941 in Stara Zagora, Bulgarien, studierte sie am Konservatorium von Sofia und debütierte dort 1965 als Tatjana. Ab 1967 sang sie an der Oper Leipzig mit großem Erfolg Partien wie Madama Butterfly, Violetta, Arabaella und Desdemona und trat ab 1972 auch an der Berliner Staatsoper auf. Herbert von Karajan wurde bald auf ihre Lirico-spinto-Stimme aufmerksam und engagierte sie, es folgten Einladungen zu den Salzburger Festspielen, an die Oper von Covent Garden, die Wiener Staatsoper und die New Yorker Met, wo sie u.a. als Donna Anna und Violetta auftrat. 1981 interpretierte sie eine vielbeachtete Elsa (Lohengrin) an der Mailände Scala unter Claudio Abbado, 1982 sang sie die Elisabeth (Tannhäuser) unter der Leitung von Lorin Maazel an der Wiener Staatsoper und an der Bayerischen Staatsoper. 1983 sang sie die Marschallin unter Karajan bei den Salzburger Festspielen, 1985 am gleichen Ort die Capriccio-Gräfin und war auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. 1988 wurde sie von der Wiener Staatsoper zur Kammersängerin ernannt, einen Titel, den ihr bereits 1972 die Oper Leipzig verliehen hat. In den letzten Jahren gab Anna Tomowa-Sintow diverse Meisterkurse und hat ihr Können mit viel Engagement an den junge Generation weitergegeben. Ihre Schallplatten, darunter zahlreiche Opern von Verdi und Richard Strauss, sind bei DG, Orfeo, Berlin Classics, Delta Music, Brillant Classics u.a. erschienen.

»Anna Tomowa-Sintow: Biographie und Einspielungen«

Alle Porträts im September

Uraufführungen im September

»Alle Porträts«

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