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Mariss Jansons 75. Geburtstag

Mariss Jansons 75. Geburtstag
* 1943

14

Januar

Am 14. Januar feiert Mariss Jansons, Chefdirigent von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, seinen 75. Geburtstag. Er übernahm die Chefposition in München 2003 und war ein Wunschkandidat des Orchesters, mit dem er seitdem ein umfangreiches Konzertrepertoire aufgeführt und zahlreiche Tourneen unternommen hat. Geboren 1943 in Riga als Sohn eines Dirigenten und einer Sängerin, erhielt Mariss Jansons seine Ausbildung am Konservatorium seiner Heimatstadt, sowie im damaligen Leningrad, in Wien bei Hans Swarowsky und in Salzburg bei Herbert von Karajan. Prägend für ihn war zudem seine Zeit als Assistent des legendären Jewgeni Mrawinsky, Chefdirigent der Leningrader Philharmoniker. Nach Chefpositionen in Oslo und Pittsburgh erfolgte 2002 die Berufung als Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und Nachfolger von Lorin Maazel. Zudem hatte er noch die Position des Chefdirigenten des Königlichen Concertgebouworchesters Amsterdam inne. Im Rahmen der 23. Gustav Mahler Musikwochen Toblach wurde er 2003 mit dem internationalen Schallplattenpreis „Toblacher Komponierhäuschen 2002“ für die Livemitschnitte von Mahlers Sinfonien Nr. 1 und 9 mit dem Oslo Philharmonic Orchestra aus den Jahren 1999 und 2000 ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt er in London den renommierten Royal Philharmonic Society Music Award, die silberne Lyra. Seine Aufnahme der 13. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch mit diesem Orchester erhielt 2006 einen „Grammy“. Im August 2006 stellte Mariss Jansons zusammen mit EMI Classics im Rahmen der Salzburger Festspiele rechtzeitig zum 100. Geburtstag des Komponisten am 25. September die CD-Box mit allen 15 Sinfonien von Dmitri Schostakowitsch vor. An dem 1988 begonnenen Langzeitprojekt waren acht Orchester beteiligt, darunter neben dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dessen Chor (bei den Sinfonien Nr. 2, 3 und 13), die Wiener Philharmoniker, die Berliner Philharmoniker, das London und das Oslo Philharmonic Orchestra, das St. Petersburg Philharmonic Orchestra, das Philadelphia Orchestra und das Pittsburgh Symphony Orchestra. Für diese Gesamteinspielung erhielt Janons den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik. Mariss Jansons gilt als kompetenter Schostakowitsch-Kenner und lernte bereits durch seinen Vater, den Dirigenten Arvid Jansons, die Musik von Schostakowitsch kennen. 2007 wurde Jansons mit dem „europäischen Dirigentenpreis“ ausgezeichnet und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks von der britischen Musikzeitschrift „Gramophone“ unter die „Topp 10“ der besten Orchester der Welt gewählt. Im gleichen Jahr wurde Jansons im Wiener Rathaus das „Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien“ verliehen. Zwei Jahre später erhielt er in Wien das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst. Es ist die höchste Auszeichnung, die die Republik Österreich für wissenschaftliche oder künstlerische Leistungen vergibt. Die Zahl der lebenden Preisträger ist auf 18 österreichsiche Staatsbürger und die gleich Anzahl Ausländer begrenzt. Ein weiterer Höhepunkt war zweifellos ein Gastkonzert mit Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks vor Papst Benedikt XVI. mit Beethovens 9. Sinfonie. Im Dezember 2012 fand für den Chor Dank Mariss Jansons das Japan-Debüt mit umjubelten Konzerten in Tokio und Yokohama statt. Wenige Tage vor seinem 70. Geburtstag wurde Jansons mit dem internationalen Ernst von Siemens Musikpreis 2013 für sein Lebenswerk im Dienste der Musik geehrt. Im Oktober des gleichen Jahres verlieh ihm Bundespräsident Joachim Gauck das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern als einen der großen Musiker unserer Zeit: „In beeindruckender Weise hat Mariss Jansons sich auch um die Kultur in der Bundesrepublik Deutschland verdient gemacht.“ Im November 2017 wurde Mariss Jansons in der Barbican Hall in London mit einer der höchsten Auszeichnungen der Musikbranche geehrt: Mit der Goldmedaille der Royal Philharmonic Society wurde dem lettischen Dirigenten eine der höchsten Auszeichnungen für klassische Musik zuteil. Jansons ist der 104. Preisträger seit der Gründung der Medaille im Jahr 1870 anlässlich des 100. Geburtstags von Ludwig van Beethoven. All diesen Ehrungen für seine künstlerischen Leistungen schließen sich unsere herzlichsten Glückwünsche für den Menschen Mariss Janons an. Weiterhin alles Gute!

Mariss Jansons – CD-Einspielungen

Mischa Maisky 70. Geburtstag

Mischa Maisky 70. Geburtstag
* 1948

10

Januar

Vor etwa sechzig Jahren wurde er der „Rostropowitsch der Zukunft“ genannt. Inzwischen ist diese Zukunft Vergangenheit geworden – der damals wie heute gefeierte Cellist Mischa Maisky feiert seinen 70. Geburtstag! Die in ihn gesetzten Erwartungen hat er als einer der führenden Cellisten seiner Generation mehr als erfüllt. Geboren wurde er am 10. Januar 1948 in Riga. Mit acht Jahren begann er Cello zu spielen. Den ersten Unterricht erhielt er an der Städtischen Musikschule in Riga, später am Konservatorium Riga und schließlich 1962 am Konservatorium in Leningrad. Bereits ein Jahr später wurde er in die Meisterklasse von Mstislaw Rostropowitsch am Moskauer Konservatorium aufgenommen. 1965 erspielt er sich den 1. Preis beim sowjetischen nationalen Wettbewerb. Ein Jahr später gewinnt er den Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau und startet seine Solokarriere als Cellist in Russland. Diese Karriere wird jäh unterbrochen, als seine Schwester 1969 nach Israel emigriert: Mischa wird verhaftet und verbringt beinahe drei Jahre in Gefängnissen, Arbeitslagern und psychiatrischen Krankenhäusern. 1972 darf er schließich dank Unterstützung durch einen US-amerikanischen Gönner selbst nach Israel auswandern. 1973 gewinnt er den internationalen Gaspar-Cassadó-Wettbewerb in Florenz und noch im gleichen Jahr debütiert er in den Vereinigten Staaten in der Carnegie Hall in New York mit dem Orchester von Pittsburgh unter der Leitung von William Steinberg. Ein Bewunderer bot ihm nach dem Konzert ein Montagna-Cello aus dem Jahre 1720 zum Kauf an, das Maisky seitdem ausschließlich spielt. Auf Vermittlung von Rostropowitsch hin wird Maisky 1974 Meisterschüler bei Gregor Piatigorsky. 1976 gab er sein London-Debüt und 1982 begann die Zusammenarbeit mit der Deutschen Grammophon. Die erste Aufnahme war das Doppelkonzert für Cello und Geige von Brahms mit Gidon Kremer und den Wiener Philharmonikern unter Leonard Bernsteins Leitung. 1985 spielte Maisky die Cello-Suiten von Bach ein. Bis heute zählt Mischa Maisky zu den führenden Cellisten der Gegenwart. Neben der Solokarriere ist er jedoch auch ein leidenschaftlicher Kammermusiker. Seine bevorzugten Kammermusikpartner sind Martha Argerich, Ivry Gitlis, Boris Belkin, Radu Lupu oder Malcolm Frager. Mit Martha Argerich trat Maisky 1993 auch bei den Salzburger Festspielen auf. Sein ganz persönliches Highlight ist aber das Maisky-Trio, das er mit seiner Tochter Lily (Klavier) und seinem Sohn Sascha (Violine) gegründet hat. Ein künstlerisches Familientrio, das zu diesem besonderen Tag sicherlich besonders gut aufspielen wird. Herzlichen Glückwunsch!

Mischa Maisky – CD-Einspielungen

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Empfehlung vom Januar 2013

CD der Woche am 21.01.2013

Silent Woods

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