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Aktuelle Infos und Kurzporträts

Georg Christoph Bach 320. Todestag

† 1697

24

April

Ruggero Leoncavallo 160. Geburtstag

* 1857

23

April

Der Schöpfer des berühmten Bajazzo Ruggero Leoncavallo wurde vor allem durch dieses Werk zusammen mit Pietro Mascagni zum Begründer des italienischen Verismo in der Oper. Geboren wurde Leoncavallo vor 160 Jahren am 23. April 1857 als Sohn eines Richters in Neapel. Er studierte am dortigen Konservatorium und war ein hoffnungsvoller Student gewesen. Mit zwanzig Jahren schien seine Lage jedoch aussichtslos: seine erste Oper sollte uraufgeführt werden, da musste das Theater schließen. Leoncavallo stand völlig mittellos da. Er schlug sich jahrelang als Gesangslehrer und Klavierspieler durch und tingelte durch die Cafés von halb Europa. Von 1882 bis 1886 lebte er in Paris, wo er Richard Wagner begegnete, dessen Theorien über die wechselseitige Abhängigkeit von Wort und Ton großen Eindruck auf ihn machen. 1887 kehrte er nach Italien zurück und erlebte 1890 den großen Erfolg von Pietro Mascagnis Oper Cavalleria rusticana mit – hervorgegangen aus einem Preisausschreiben des Verlegers Sonzogno. Daraufhin beteiligte sich auch Leoncavallo an Sonzognos Preisausschreiben und komponierte seine eigene Verismo-Oper, I Pagliacci, deren Handlung auf einen Mordfall zurückgeht, den er in Kalabrien miterlebt hatte. Sie wurde 1892 in Mailand uraufgeführt und war ein sofortiger Erfolg. Es ist sein einziges Werk, das noch heute Teil des Standard-Opernrepertoires ist. Die beiden Einakter passen so gut zusammen, dass die gemeinsame Aufführung Tradition geworden ist. Leoncavallo hat zwar noch über ein Dutzend Opern geschrieben – darunter Zaza und La Bohème, aus denen man gelegentlich noch einzelne Ausschnitte hören kann –, den Erfolg des Bajazzo konnte er jedoch nicht wiederholen. Leoncavallo gilt aber als der größte italienische Librettist seiner Zeit nach Arrigo Boito. Leoncavallo starb am 9. August 1919 in Montecatini Terme. Seine endgültige Ruhestätte fand er in Brissago in der Schweiz, wo sich auch ein Museum befindet, das seinem Leben und Werk gewidmet ist.

Ruggero Leoncavallo – CD-Einspielungen

Edouard Lalò 125. Todestag

† 1892

22

April

Lalos Familie war spanischer Herkunft, aber bereits im 16. Jahrhundert nach Frankreich eingewandert. Édouard wurde am 27. Januar 1823 in Lille geboren. Seine musikalische Begabung zeigte sich schon früh. Er trat 1833 in das Konservatorium seiner Heimatstadt Lille ein und erhielt dort Violin-, Violoncello- und Kompositionsunterricht. 1839 zog er nach Paris, wo er bis 1847 am Konservatorium weiter Violine studierte. Da er einer Offiziersfamilie entstammte, war für ihn eigentlich eine Offizierslaufbahn vorgesehen, so dass er von seiten seiner Familie keinerlei Unterstützung erhielt. Er verdiente sich seinen Lebensunterhalt mit Unterrichten, als Orchestermusiker und als Kammermusiker. Ab 1870 hatte Lalo auch als Komponist allmählich Erfolg, besonders durch sein zweites Violinkonzert, das er Symphonie espagnole nannte, sowie mit dem 1877 komponierten Cellokonzert, das zu den bekanntesten und meistgespielten seiner Art zählt. In der Folgezeit fand er auch international verstärkt Anerkennung. Mit der Uraufführung seiner Oper Le roi d'Ys im Jahr 1888 feierte er seinen letzten und zugleich größten Erfolg. Seine kompositorische Bedeutung trat insgesamt allerdings erst nach seinem Tod zutage, zu Lebzeiten stieß seine Musik vielfach auf Unverständnis. Er war jedoch ein wichtiger Wegbereiter des Impressionismus und wurde von Claude Debussy aufgrund der Farbigkeit seiner Werke und seiner progressiven Harmonik sehr geschätzt. Neben den genannten Werken schrieb er noch zwei weitere Opern, ein Ballett, ein Klavierkonzert, sinfonische Werke, Kammermusik und Lieder. Édouard Lalo starb vor 125 Jahren am 22. April 1892 in Paris.

Edouard Lalò – CD-Einspielungen

Germaine Tailleferre 125. Geburtstag

* 1892

19

April

Wie viele andere Komponistinnen ihrer Zeit und davor musste auch Germaine Tailleferre hart darum kämpfen, als Frau in diesem Metier anerkannt zu werden. Dieser Kampf begann schon innerhalb ihrer eigenen Familie. Als Germaine Taillefesse am 19. April 1892 in Saint-Maur-des-Fossés, Val-de-Marne geboren, änderte sie als junge Frau aus Trotz gegen ihren Vater ihren Namen in „Tailleferre“, da er ihre musikalische Ausbildung boykottierte. Klavierunterricht hatte sie bei ihrer Mutter erhalten. 1904 ging sie an das Konservatorium nach Paris, wo sie mitt Louis Durey, Francis Poulenc, Darius Milhaud, Georges Auric und Arthur Honegger die späteren Mitglieder der „Groupe des Six“ kennenlernte und deren Anerkennung fand: Zusammen mit ihr gründeten sie die berühmte französische Komponistengruppe der 1920er Jahre. Am Konservatorium zeichnete sie sich durch den Gewinn mehrerer Preise aus. Ab 1923 verbrachte sie viel Zeit bei Maurice Ravel in seinem Haus in Montfort-l'Amaury und studierte bei ihm Instrumentation. Ravel ermutigte sie, am Wettbewerb für den Prix de Rome teilzunehmen. 1925 heiratete sie Ralph Barton, einen amerikanischen Karikaturisten, und zog mit ihm nach Manhattan, New York. 1927 kehrten sie zusammen wieder nach Frankreich zurück, kurz darauf ließen sie sich scheiden. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ging sie erneut in die USA und kehrte nach Kriegsende wieder nach Frankreich zurück, wo sie auch bis zu ihrem Lebensende blieb. Sie starb am 7. November 1983 in Paris. Ihre bedeutendsten Werke komponierte sie in den 192034 Jahren, sie komponierte jedoch ununterbrochen noch bis zwei Wochen vor ihrem Tod und hinterließ ein reiches Œuvre aus nahezu allen musikalischen Bereichen: mehrere Opern, Ballettmusiken, Konzerte, Klavier- und Kammermusik sowie Musik für Film und Fernsehen. Der größte Teil ihrer Werke wurde jedoch erst nach ihrem Tod veröffentlicht.

Germaine Tailleferre – CD-Einspielungen

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Empfehlung vom April 2011

CD der Woche am 04.04.2011

The Koroliov Series Vol. XII
Johann Sebastian Bach
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Auf seiner Reise durch Bachs Klavierkosmos unternimmt Evgeni Koroliov auch nach der berühmten Kunst der Fuge-Einspielung immer wieder Abstecher in die schwer zugänglichen Gefilde gelehrtester Kontrapunktik. Werke wie das sechsstimmige Ricercar aus dem Musikalischen Opfer sind dermaßen kompliziert [...]

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