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Georges Auric 120. Geburtstag

Georges Auric, Filmmusik / Chandos

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* 1899

15

Februar

Zusammen mit Louis Durey, Arthur Honegger, Darius Milhaud, Francis Poulenc und Germaine Tailleferre bildete er jene berühmte „Groupe des Six“, die eine Abkehr von den impressionistischen und symbolhaften Werken Debussys und der spätromantischen, bedeutungsschweren Musik eines Richard Wagner oder Jules Massenet propagierte: unkompliziert sollte die Musik sein, gerne auch etwas absurd oder satirisch, auf jeden Fall aber populär. Seine eigenen Kompositionen waren entsprechend modern, frisch und unverkünstelt, mit lebhafter, oft ekstatischer Rhythmik. Er verfasste komische Opern, Ballette und mit Beginn der 30er Jahre vor allem Filmmusik und war auch in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg ein vielbeachteter Musikkritiker. Heute würde Georges Auric – der Jüngste im Bunde der „Groupe“ – seinen 120. Geburtstag feiern. Er wurde am 15. Februar 1899 in Lodève, Département Hérault geboren. Seine musikalische Laufbahn begann schon als Kind im Alter von zwölf Jahren mit einem Klavierdebüt bei der Société musicale indépendante und mit Aufführungen mehrerer von ihm komponierter Lieder durch die Société Nationale de Musique. Mit diesen frühen Erfolgen im Rücken studierte er Musik am Pariser Konservatorium und Komposition bei Vincent d'Indy und Albert Roussel an der Schola Cantorum de Paris. Erik Satie wurde auf ihn aufmerksam und förderte ihn. Bereits zwischen 1910 und 1920 gehörte Auric der Pariser Avantgarde an. Er war noch keine 20 Jahre alt, als er schon Musik zu mehreren Bühnenwerken, -produktionen und Balletten verfasst hatte. Von Anfang an zeigte sich dabei seine ablehnende Haltung gegen das damalige Musikestablishment, die in dem losen Zusammenschluss der „Groupe“ ihren Ausdruck fand. So steuerte auch Auric ein Stück zum „L'Album des Six“ bei. Ab 1930 begann er, sehr erfolgreich Filmmusik zu komponieren, beginnend mit A Nous, la Liberté! (1931) bis zu seinem berühmtestes Filmscore Moulin Rouge. 1962 wurde Auric Direktor der Opéra National de Paris und im selben Jahr als Nachfolger von Jacques Ibert auch Mitglied der Académie des Beaux-Arts. Damit beendete Auric seine Karriere als Filmkomponist, komponierte aber bis zu seinem Tod weiterhin Kammermusik, vor allem für Bläser. Von 1954–1978 war Auric Präsident der französischen Musikverwertungsgesellschaft SACEM – eine Entsprechung der deutschen GEMA. Von 1962 bis 1968 war Auric darüber hinaus noch Vorsitzender der „Réunion des théâtres lyriques nationaux“. 1930 hatte Auric die Malerin Eleanore Vilter geheiratet. Sie starb 1982, Georges ein Jahr später mit 83 Jahren am 23. Juli 1983 in Paris.

CD-Einspielungen

Harald Genzmer 110. Geburtstag

Harald Genzmer / Documents

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* 1909

9

Februar

Im Dezember 2007 ist Harald Genzmer wenige Tage vor seinem 99. Geburtstag in München gestorben. Am 9. Februar 1909, heute vor 110 Jahren, wurde er in Blumenthal bei Bremen geboren. Genzmer studierte ab 1928 bei Paul Hindemith und gehörte zu den wichtigsten Komponisten der Gegenwart. Als Schüler von Paul Hindemith und Weggefährte von Hans Pfitzner sowie Richard Strauss war Genzmer einer der letzen Zeugen der Musik vor dem 2. Weltkrieg. Nach Stationen in Breslau und Berlin war er ab 1946 Professor für Komposition an der Musikhochschule Freiburg und ab 1957 bis zu seiner Emeritierung 1974 in der gleichen Funktion an der Musikhochschule in München. Genzmer komponierte bevorzugt Orchesterwerke, Chor- und Kammermusik, letztere zeichnet sich besonders durch die Vielfalt der Besetzungen aus. In den vierziger Jahren experimentierte Genzmer auch mit elektronischer Musik und mit dem von Friedrich Trautwein erfundenen "Trautonium". Sein originelles, breitgefächertes Œuvre umfasst alle musikalischen Gattungen mit einem Schwerpunkt bei der Kammermusik und beinhaltet auch Werke für ambitionierte Laien. Neben seiner Tätigkeit als Komponist hat sich Genzmer auch als Pädagoge Verdienste erworben. Er hat sich in vielen Verbänden und Organisationen engagiert. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehört auch der Bayerische Maximiliansorden für Kunst und Wissenschaft, die höchste Auszeichnung, die der Freistaat Bayern Kulturschaffenden vergibt und die ihm 1991 für seine Verdienste um die zeitgenössische Musik verliehen wurde.

Harald Genzmer – CD-Einspielungen

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Empfehlung vom Februar 2014

CD der Woche am 24.02.2014

Franz Liszt Transcriptions

Franz Liszt<br />Transcriptions

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„Liszts Werke wirkten befruchtender auf die nachfolgenden Generationen als die Wagners“, zitiert der kenntnisreiche Verfasser des Begleittextes aus den Schriften Béla Bartóks. „Wagner hatte seine Aufgabe in vollem Umfang und bis ins letzte Detail so perfekt gelöst, dass man ihn eigentlich nur noch [...]

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