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Komponisten: Aktuelle Infos

UA vor 190 Jahren: V. Bellini, La Sonnambula

ital. Komponist

UA 1831

6

März

vor 190 Jahren

in Mailand


Mit zwei erfolgreichen Uraufführungen – La sonnambula am 6. März im Teatro Carcano in Mailand und Norma am 26. Dezember an der Mailänder Scala – markiert das Jahr 1831 den Höhepunkt in Bellinis Laufbahn. Während Norma anfänglich kühl aufgenommen wurde bevor sie ihre bis heute unangefochtene Bedeutung erlangte, war es mit La sonnambula eher umgekehrt: Die Premiere war für Bellini ein triumphaler Erfolg, der sich auch in London, Paris, Dresden, New York und St. Petersburg wiederholte. Im Laufe der Zeit allerdings ließ die Begeisterung langsam nach, als das Interesse an geheimnisvollen Kräften, die wie im Beispiel des Schlafwandelns aus der Tiefe des Unterbewussten das Schicksal der Menschen beeinflussen können, sich allmählich wieder verlor. Dennoch ist La sonnambula im Gegensatz zu etlichen anderen Opern Bellinis nie ganz von der Bühne verschwunden, da die Partie der Amina mit ihren hohen gesanglichen Ansprüchen den Ehrgeiz und die Eitelkeit der Primadonnen extrem herausfordert. Neuen Aufschwung im 20. Jahrhundert erhielt die Oper zweifellos durch die Inszenierung Luchino Viscontis 1955 an der Mailänder Scala mit Maria Callas in der Titelrolle. Aber auch Größen wie Joan Sutherland, Renata Scotto, Edita Gruberova, Lucia Aliberti, June Anderson oder Anna Netrebko nahmen die Herausforderung stets dankbar an. Bellini und sein Librettist Felice Romani, der nicht nur die Libretti für die meisten Bellini-Opern verfasste, sondern auch für den jungen Verdi Textvorlagen lieferte, waren vertraglich verpflichtet, 1831 zwei Opern für das Teatro Carcano zu liefern. Ursprünglich wollte Bellin einen ganz anderen Stoff vertonen, Hernani nach einer Vorlage von Victor Hugo. Der Hernani-Stoff verursachte jedoch so große Probleme mit der Zensurbehörde, dass Bellini und Romani schließlich umschwenkten und Eugène Scribes Vorlage zu einer Comédie-Vaudeville und einem späteren Ballett unter dem Titel La somnambule ou L'arrivée du noveau seigneur als neues Sujet für die Vertonung aufgriffen. Die Uraufführung erfolgte am 3. März mit der damals gefeierten Sopranistin Giuditta Pasta als Amina, die auch die Titelpartie bei der Uraufführung von Norma sang, und Giovanni Rubini als Elvino. Mit der Mischung aus ernsten und komischen Rollen und dem glücklichen Ausgang zeigt La sonnambula die typischen Merkmale einer opera semiseria oder opera di mezzo carattere, d.h. musikalisch spricht sie die Sprache der „seria“, die Handlung hingegen ist eher im Bereich der Buffo-Oper angesiedelt. Halb Lustspiel, halb Seelendrama, ist Die Nachtwandlerin vor allem eine Oper, die den Sängerinnen und Sängern alle Möglichkeiten bietet, sich auszuzeichnen.

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Thomas Adès 50. Geburtstag

engl. Pianist, Dirigent und Komponist

* 1971

1

März

vor 50 Jahren

in London


Am 1. März 2021 feiert der britische Komponist, Pianist und Dirigent Thomas Adès seinen 50. Geburtstag. Er wurde 1971 in London geboren und studierte Klavier und Komposition erst an der Guildhall School of Music and Drama in London und setzte sein Studium von 1989 bis 1992 am King's College in Cambrigde fort. In kürzester Zeit hat es Thomas Adès zu beachtlichem Renommée gebracht. Bereits ein Jahr nach Abschluss seines Studiums war er 22jährig Composer in Residence beim Hallé Orchestra bis 1995, drei Jahre später wurde er Professor für Kompostion an der Royal Academy of Music in London und von 1999 bis 2008 künstlerischer Direktor des Aldeburgh Festivals. Bereits seine erste Oper Powder Her Face (1995) wurde weltweit aufgeführt und im Fernsehen übertragen. 1997 dirigierte Sir Simon Rattle die Uraufführung des Orchesterstücks Asyla mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra. 2004 wurde seine zweite Oper The Tempest uraufgeführt, ein Auftragswerk des Royal Opera House Covent Garden. Seine dritte Oper The Exterminating Angel schließlich feierte bei den Salzburger Festspielen 2016 ihre Premiere. Seine Werke in den unterschiedlichsten Besetzungsformationen wurden weltweit von bedeutenden Orchestern, Dirigent und Solisten aufgeführt. Thomas Adès hat zahlreichen Auszeichnungen und Preise erhalten, u.a. den Preis der Osterfestpiele Salzburg 1999, den Ernst von Siemens Musikpreis für Junge Komponisten 1999, den Hindemith-Preis 2001 und den Léonie-Sonning-Musikpreis 2015. 2014 wurde er Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters, 2015 wurde Adès in den Vorstand der Europäischen Musiktheater-Akademie gewählt. Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg!

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