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Carl Loewe 150. Todestag

† 1869

20

April


* vor 223 Jahren
† vor 150 Jahren
20.04.19

Carl Loewe 150. Todestag

Carl Loewe / Toccata

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Der Name des deutschen Komponisten Carl Loewe ist untrennbar verbunden mit der musikalischen deutschen Ballade: Seine Kompositionen bilden den unübertroffenen Höhepunkt dieser musikalischen Form. Geboren wurde Loewe als zwölftes Kind des Kantors Andreas Loewe und seiner Frau Marie vor 220 Jahren am 20. November 1796 in Löbejün bei Halle. Er sang von 1807 bis 1809 im Köthener Knabenchor und durfte danach dank eines Stipendiums auf die Lateinschule in Halle gehen. Dort erhielt er Kompositionsunterricht bei Daniel Gottlob Türk und wurde auch von Johann Friedrich Reichardt gefördert. 1817 schrieb er sich an der Universität Halle für Evangelische Theologie ein. Er war ein hervorragender Tenor und wirkte als Solist bei den Aufführungen der Halleschen Singakademie unter Johann Friedrich Naue mit. In dieser Zeit entstanden fast fünfzig Balladenkompositionen. Nach dem Theologiestudium legte er 1820 in Berlin bei Carl Friedrich Zelter die Prüfung zum Kirchen- und Schulmusiker ab, die er mit Auszeichnung bestand. Er erhielt eine Anstellung in Stettin als Kantor und Organist an der Jakobikirche und zugleich als Gymnasiallehrer und städtischer Musikdirektor. Diese Ämter bekleidete er 46 Jahre lang und gründete während dieser Zeit den Pommerschen Chorverband, mit dem er zahlreiche Musikfeste veranstaltete. Loewe hatte einen guten Ruf sowohl als Dirigent, als Pianist wie auch als Konzertsänger. Er wurde Ehrendoktor der Universität Greifswald und 1837 Mitglied der Berliner Akademie der Künste. 1857 legte er die Leitung der Musikfeste nieder. Nach einem schweren Schlaganfall, von dem er sich 1864 wieder erholt hatte, musste er 1866 seine Ämter niederlegen. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er bei seiner ältesten Tochter Julie in Kiel. Diese bemühte sich, die Werke ihres Vaters der Nachwelt zu erhalten. Loewes Bedeutung liegt weniger in seinen Oratorien (Die Siebenschläfer, 1833), Kantaten, Opern und Kammermusikwerken als vielmehr in seinen Balladenkompositionen. Diese stellen durch seine Charakterisierungskunst den Höhepunkt dieser Gattung dar (Edward, Erlkönig op. 1, 1818, Herr Oluf, Der Zauberlehrling, Heinrich der Vogler, Fridericus Rex, Die Glocken zu Speyer, Prinz Eugen, Archibald Douglas, Der Nöck, Tom der Reimer). Das Geisterhafte, Unheimliche gelang ihm besonders gut, aber auch im Heiteren und Launigen ist er Meister. Seine Balladen sind musikdramatische Szenen, die von dem Sänger neben stimmlichen Mitteln viel Vortragskunst erfordern. Sechs Jahre vor Robert Schumann hat Loewe den Gedichtzyklus Frauenliebe und -leben von Adelbert von Chamisso vertont (1834). Seine Oratorien, Opern und Kammermusikwerke sind dagegen in Vergessenheit geraten. Carl Loewe starb am 20. April 1869 in Kiel.

Carl Loewe – CD-Einspielungen

Franz von Suppé 200. Geburtstag

* 1819

18

April


* vor 200 Jahren
† vor 124 Jahren
18.04.19

Franz von Suppé 200. Geburtstag

Franz von Suppé / Yoyo Music

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Ein besonderes Jubiläum, das im klassischen Musikbetrieb allerdings nur bedingt Beachtung findet, ist 2019 zu feiern: Am 18. April vor zweihundert Jahren wurde Franz von Suppé in Spalato (Dalmatien) geboren. Er gilt als der Schöpfer der deutschen Operette. Immerhin hinterließ er ein Œuvre von über 200 Bühnenwerken. Seine Ouvertüren zu Dichter und Bauer und Leichte Kavallerie gehören zum Kernprogramm diverser Silvesterkonzerte und seine Operette Boccaccio ist Standardrepertoire auf deutschsprachigen Bühnen. Franz von Suppé wuchs in Zadar auf und kam nach dem Tod des Vaters 1835 mit seiner Mutter in ihre Geburtsstadt Wien. Dort besuchte er das Konservatorium der Tonkünstler und hatte Unterricht bei Simon Sechter und Xaver von Seyfried. Seine ersten Kompositionen waren geistliche Werke. Bereits mit dreizehn Jahren komponierte er eine Messe in F-Dur, die er vierzig Jahre später überarbeitet als Missa Dalmatica veröffentlichte. Eine weitere Messe vollendete Franz von Suppé 1836 in Wien. Seine erste Oper Virginia vollendete er 1837. Das Werk wurde allerdings nie aufgeführt. Nach Abschluss seines Studiums 1840 wurde Suppé Kapellmeister am Theater in der Josephstadt. Anlässlich des Todes des Operdirektors Franz Pokorny 1855 schrieb er ein Requiem für den Trauergottesdienst. 1845 wechselte Suppé an das Theater an der Wien und 1865 schließlich zum Carlstheater in der Leopoldstadt. Für seine Tätigkeit am Theater entstanden zahlreiche Bühnenmusiken zu Possen und Volksstücken. Offenbachs Operette Verlobung bei der Laterne (1858) inspirierte ihn schließlich dazu, eine einaktige Operette zu schreiben: Das Pensionat (1860). Sie gilt als die erste Wiener Operette. In den folgenden anderthalb Jahrzehnten entstanden weitere Einakter wie Flotte Bursche, Leichte Kavallerie, Banditenstreiche und Die schöne Galathee. Auch seine erste abendfüllende Operette Fatinitza (1876) wurde sehr populär, seinen größten, bis heute andauernden Erfolg jedoch konnte Suppé mit Boccacio feiern, seinem Meisterwerk. Danach schrieb er noch gut ein halbes Dutzend Operetten sowie eine Oper, bevor er sich wieder der geistlichen Musik zuwandte. Franz von Suppé starb am 21. Mai 1895 in Wien.

Franz von Suppé – CD-Einspielungen

Cécile Louise Chaminade 75. Todestag

† 1944

18

April


* vor 162 Jahren
† vor 75 Jahren
18.04.19

Cécile Louise Chaminade 75. Todestag

Cécile Chaminade / MDG

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Die französische Pianistin und Komponistin Cécile Chaminade entstammte einer Familie von Seeleuten und Offizieren. Gegen den Willen des Vaters erhielt sie Klavierunterricht, zunächst von ihrer Mutter, einer ausgezeichneten Pianistin. Georges Bizet zeigte sich von ihrem musikalischen Talent beeindruckt, als sie ihm im Alter von acht Jahren eigene Kompositionen vorspielte. Mit 18 Jahren feierte sie erste öffentlcihe Erfolge als Pianistin, auch als Komponistin von Charakterstücken für Klavier und Salonliededern wurde sie mehr und mehr bekannt. Nach Konzertreisen durch Frankreich, Belgien, Holland und die Schweiz debütierte sie 1892 auch erfolgreich in England und wurde dort von Queen Victoria zu einem längeren Aufenthalt nach Windsor Castle eingeladen. Mit weiteren Konzertreisen in Europa, in Kanada und 1908 in den USA wurde sie international berühmt. 1913 wurde sie als erste Komponistin Mitglied der Ehrenlegion. Im Alter von 57 Jahren übernahm sie nach dem Ersten Weltkrieg die Leitung eines Krankenhauses und schränkte ihre musikalischen Aktivitäten aus Alters- und Krankheitsgründen immer mehr ein. Sie starb am 18. April 1944. Nach ihrem Tod geriet sie mit ihrem Werk in Vergessenheit und wurde erst in den letzten beiden Jahrzehnten allmählich wieder entdeckt.

Cécile Louise Chaminade – CD-Einspielungen

ClavierTage Göttingen

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Empfehlung vom April 2013

CD der Woche am 29.04.2013

L.Th. Gouvy

cpo 1 CD 777 382-2

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Diese Veröffentlichung beschließt den sinfonischen Zyklus, den Jacques Mercier und die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern dem lothringischen Romantiker Théodore Gouvy gewidmet haben. Und der Abschluß hätte den Verantwortlichen nicht eindrucksvoller gelingen können – und das [...]

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