Mit extravaganten Outfits und einem an Popstars orientierten Vortragsstil begann die Leipzigerin Simone Kermes vor einem guten Vierteljahrhundert eine Opern- und Konzert-Karriere, die ihr auch eine hohe Medienpräsenz verschaffte, wobei die Barockmusik einen Schwerpunkt ihres Repertoires bildete, ihre systematischen Grenzüberschreitungen in Richtung U-Musik aber zu einer Art Markenzeichen wurden. Als „Nina Hagen der Barockmusik“ wurde sie 2010 in der NDR Talk Show angekündigt, wo sie auch mit dem von ihr begeisterten Karel Gott im Duett sang. In einigen Gesamtaufnahmen und zahlreichen Solo-CDs hat sie sich in ihrer Glanzzeit verewigt. Ein neues, allerdings schon vor sechs Jahren in Warschau entstandenes Album zeigt die gereifte Sängerin in guter stimmlicher Verfassung mit einem sehr persönlichen Programm, das wie früher von einer Vermischung der Gattungen und Stilrichtungen geprägt ist.
Simone Kermes (Sopran)
Musicae Antiquae Collegium Varsoviense
Warsaw Chamber Opera Choir
Julien Salemkour (Leitung)
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
Wiener Staatsoper: Die Spielzeit 2026/27 im NEST
Dritte Saison der Neuens Staatsoper im Künstlerhaus
Das NEST (Neue Staatsoper im Kuenstlerhaus) geht in die dritte Saison., Foto: Martina Berger
Das im Dezember 2024 eröffnete NEST (Neue Staatsoper) geht im September bereits in seine dritte Saison. Der Spielplan setzt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf Programme für Kinder, Jugendliche und Familien: Gezeigt werden Opern- und Ballettproduktionen, ergänzt durch Konzerte, innovative Vermittlungsprogramme, partizipative Workshops und vieles mehr. Darüber hinaus bietet das NEST auch Produktionen für Erwachsenen Raum, die einen intimeren, kleineren Rahmen als im Großen Haus benötigen oder dort aus Kapazitätsgründen nicht umgesetzt werden können, und schafft damit Platz für experimentellere und risikofreudige künstlerische Ansätze. [07.06.2026]
Jubiläumsprogramm zu 100 Jahren Festspielgeschichte vom 11. Juni bis 2. August 2026
"Cyrano de Bergerac" mit (v.l.n.r.) Thorsten Hierse, Helene Krüger und Steffen Gangloff. Foto: Susanne Reichardt
Das Theater und Orchester Heidelberg eröffnet dieses Jahr die Jubiläumsausgabe anlässlich des 100-jährigen Bestehen der Heidelberger Schlossfestspiele am Donnerstag, 11. Juni 2026, 10:00 Uhr, mit der Premiere des Familienstücks Das hässliche Entlein. Zu diesem besonderen Jubiläum erwarten das Publikum nicht nur zahlreiche Premieren und Konzerte auf den schönsten Bühnen der Stadt, sondern auch eine Ausstellung im Ottheinrichsbau und eine Theatertour durch 100 Jahre Heidelberger Festspielgeschichte. Die drei historischen Schlosskulissen – Schlosshof, Dicker Turm und Englischer Bau – verwandeln sich auch dieses Jahr wieder in Bühnen für große Oper und spektakuläres Schauspiel. Bis zum 2. August 2026 erleben die Besucher acht Wochen lang hochkarätige Aufführungen und Konzerte vor der einzigartigen Kulisse des Heidelberger Schlosses. [07.06.2026]
Vorträge, Konzerte und ein Symposium vom 26. bis 28. Juni 2026 in Weimar
Chor der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, der das Chorwerk "Reineke Fuchs" auffuehrt. , Foto: Maik Schuck
Zum 100. Geburtstag der Komponistin, Cembalistin und Organistin Ruth Zechlin lädt das Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena zu einer öffentlichen Tagung ein. Unter der Überschrift „Ästhetische und politische Konstellationen“ widmet sich das Symposium vom 26. bis 28. Juni 2026 im Jenny-Fleischer-Alt-Saal im Beethovenhaus Belvedere dem Werk und Wirken Ruth Zechlins im Spannungsfeld von Musik, Geschichte und Gesellschaft. Der Eintritt ist frei! Flankiert wird die Tagung von einer Reihe von ebenfalls öffentlichen Konzerten mit selten aufgeführten Werken. [07.06.2026]
Klosterbergegarten und Gesellschaftshaus am 20. Juni 2026 von 15.00 bis 24.00 Uhr
Zum 5. Telemann‑Sommerfest wird Magdeburg erneut zum Treffpunkt für Musikliebhaber, Familien und Neugierige. Am 20. Juni füllen sich der Klosterbergegarten und das Gesellschaftshaus von 15 bis 24 Uhr mit französischem Flair, lebendigen Klängen und sommerlicher Leichtigkeit. Unter dem diesjährigen Fokus auf Frankreich lädt das Fest dazu ein, die Musik Georg Philipp Telemanns neu zu entdecken – spielerisch, überraschend und mitten im Grünen. [07.06.2026]