In Paris wurde Georg Philipp Telemann nicht als Musikhandwerker, sondern als intellektueller Musiker geachtet. Dort musizierte er während seines achtmonatigen Aufenthalts im Jahre 1737 mit den besten Instrumentalisten und komponierte mit übergroßem Erfindungsreichtum seine Quadri à violino, flauto traversiere, viola da gamba o violoncello und Nouveaux Quatuors TWV 43. Karl Grebe, der ehemalige künstlerische Leiter der Telemann-Gesellschaft und Verfasser einer Telemann-Monografie, konstatierte, dass diese „berühmten Quartette auch bei vielfach wiederholtem Spiel keine Ermüdungserscheinungen zeigen oder bewirken“, und schreibt weiterhin: „In diesen Kompositionen steckt eine beneidenswerte Reserve von Lebenskraft, ein Überschuss, der durch eine glänzende Kompositionstechnik, durch untrügliches Formbewusstsein und durch ein bewundernswertes Gespür für die Sprache der Instrumente kontrolliert wird, unter denen sich das Violoncello endlich einmal selbstbewusst ausleben kann.“
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
Mahler Competition 2026: Jury vergibt keinen ersten Preis
Die drei Preisträger kommen aus Polen, Italien und Frankreich
Jakub Przybycien ist mit dem zweiten Preis der Mahler Competition ausgezeichnet worden. Ein erster Preis wurde nicht vergeben. Foto: Marian Lenhard
Die Jury der Mahler Competition 2026 hat entschieden, in diesem Jahr keinen ersten Preis zu vergeben. Stattdessen wurde der zweite Preis an Jakub Przybycień (31, Polen) verliehen, während Sieva Borzak (29, Italien) und Simon Clausse (25, Frankreich) jeweils einen dritten Preis erhielten. Der Publikumspreis ging ebenfalls an Jakub Przybycień, der sich in einer weltweiten Online-Abstimmung durchsetzen konnte. Der zusätzliche Preis für eine Studio-Produktion mit BR-Klassik und den Bamberger Symphonikernwurde an Oliver Cope (27, Großbritannien) vergeben. [07.07.2026]
Briefkonvolut von Max Bruch für die Universität Köln
Das Max Bruch-Archiv verwahrt die Dokumente und stellt sie der Forschung zur Verfügung
CD mit Max Bruchs Violinkonzert, das zum Welterfolg wurde. Foto: Hyperion
Das Musikwissenschaftliche Institut der Universität zu Köln hat mit Hilfe von Mitteln des Landesverbands Rheinland, der Kulturstiftung der Länder und der Universität ein Briefkonvolut des romantischen Komponisten Max Bruch (1838-1920) für 95.000 Euro angekauft. Bruch war ein aus Köln stammender Komponist und ist neben Jacques Offenbach der wahrscheinlich berühmteste Komponist der Stadt. Seine Schaffensphase lag in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zwar gelangte Bruch nicht zur Bekanntheit seines Zeitgenossen Johannes Brahms, sein erstes Violinkonzert wurde aber zu einem Welt-Hit und gehört zum festen Repertoire klassischer Geiger. [07.07.2026]
Debüt der Robert-Schumann-Philharmonie in der Hamburger Elbphilharmonie
Großer Erfolg beim Schleswig-Holstein Musik Festival vor ausverkauftem Saal
Die Robert-Schumann-Philharmonie und Dirigent Benjamin Reiners in der Elbphilharmonie. Foto: Kati Hilmer
Die Robert-Schumann-Philharmonie hat am vergangenen Samstag, dem 4. Juli 2026, ihr Debüt im Großen Saal der Elbphilharmonie Hamburg gefeiert, vor ausverkauftem Haus mit rund 2.100 Besucherinnen und Besuchern. Im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals präsentierte das Orchester unter der Leitung von Generalmusikdirektor Benjamin Reiners ein vielbeachtetes Konzert mit der lettischen Akkordeonistin Ksenija Sidorova, der diesjährigen Porträtkünstlerin des Festivals. Im Mittelpunkt des Abends stand die Uraufführung von Fazıl Says Konzert für Akkordeon und Orchester, das für Ksenija Sidorova komponiert wurde. Ergänzt wurde das Programm durch Wilhelm Stenhammars Konzertouvertüre Excelsior! op. 13 sowie Franz Schuberts Sinfonie Nr. 8. [07.07.2026]
Mehr Publikum und höhere Auslastung in der Saison Saison 2025/2026
Intendantin Frauke Roth, Foto: Nikolaj Lund
Nach ihrer Asien-Tournee mit elf enthusiastisch gefeierten Konzerten in Japan und Südkorea unter Leitung ihres Chefdirigenten Sir Donald Runnicles geht die Dresdner Philharmonie in die Sommerpause. Sie kann dabei auf eine höchst erfolgreiche Saison zurückblicken: Die Auslastung der Konzerte ist um zwei auf 90 Prozent gestiegen, es waren 19.000 Besucherinnen und Besucher mehr da als im Vorjahr, die Anzahl insbesondere der Wahlbonnements steigt kontinuierlich, und auch die Zusammensetzung des Publikums ändert sich erkennbar: Die Dresdner Philharmonie ist bei immer mehr jüngeren und jungen Menschen gefragt. [07.07.2026]