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Leopold Mozart 230. Todestag

28.05.17 (* vor 298 Jahren † vor 230 Jahren)

† 1787

28

Mai

Leopold Mozart kennt man fast nur als den Vater der zwei Wunderkinder Wolferl und Nannerl, mit denen er auf Konzertreisen durch Europa die Zuhörer in Staunen und Entzücken versetzte. Dabei war er selbst auch Komponist und hinterließ neben kirchenmusikalischen Werken auch eine beachtliche Fülle von Instrumentalmusik: 48 Sinfonien, sechs Divertimenti, fünf Flötenkonzerte (vier davon sind verschollen), ein Trompetenkonzert, ein Posaunenkonzer, drei Klaviersonaten, zwölf Violinduos und ein Divertimento für Flöte, Violine und Bass. Auch eine „Gründliche Violinschule“ hatte er im Geburtsjahr seines Sohnes Wolfgang 1756 veröffentlicht, die bis heute eine wichtige Quelle für die Musizierpraxis im 18. Jahrhundert darstellt. Dabei hatte er ursprünglich Philosophie studiert und 1738 den Grad eines Baccalaureus erhalten und auch ein Jurastudium begonnen. Schließlich entschied er sich jedoch für eine Laufbahn als Musiker. 1740 wurde er Geiger und Kammerdiener des Reichsgrafen Johann Baptist von Thurn und Taxis in Salzburg, wo er die längste Zeit seines Lebens mit seiner Familie verbrachte. Sein Augsburger Bürgerrecht musste er 1755 aufgeben. In Augsburg war er am 14. November 1719 als Sohn eines Buchbinders geboren worden. Die Karriereleiter in der Salzburger Hofmusik erklomm Leopold Mozart allerdings nur langsam. Über eine Anstellung als Vizekapellmeister kam er nicht hinaus, 1747 wurde er allerdings zum „Hof- und Cammer-Componist“ ernannt. Am 21. November 1747 heiratete er im Salzburger Dom Anna Maria Pertl. Von den sieben Kindern der Eheleute erreichten nur zwei das Erwachsenenalter. Für die langen Konzertreisen mit Wolfgang und Anna Maria musste er wiederholt um Beurlaubung bitten. Während Sigismund III. Graf von Schrattenbach diese Reisen sogar finanziell unterstützte, hatte dies unter Hieronymus Graf Colloredo zur Folge, dass Vater und Sohn am 1. September 1777 aus dem Hofdienst entlassen wurden. Um seine Stellung wieder zu erlangen, verzichtete Leopold auf die Teilnahme einer geplanten Konzertreise nach Paris. Wolfgang trat die Reise allein mit seiner Mutter an, die in deren Verlauf in Paris verstarb. Seinen Dienst konnte Leopold Mozart unter Auflagen wieder antreten und blieb bis zu seinem Tod am 28. Mai 1787 in dieser Anstellung.

Leopold Mozart – CD-Einspielungen


Empfehlung vom Dezember 2013

CD der Woche am 23.12.2013

Anton Heiller

Das Orgelwerk Vol. 2

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Die erste Folge der auf zwei Volumina angelegten Einspielung sämtlicher Orgelwerke Anton Heillers (1923 – 1979) wurde in Klassik Heute vor einiger Zeit sehr positiv gesprochen; abgesehen vom interessanten, durchaus hörenswerten Repertoire einer wichtigen Figur der österreichischen Nachkriegszeit [...]

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