Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

Aktuelle Infos und Kurzporträts

Heitor Villa-Lobos 130. Geburtstag

05.03.17 (* vor 130 Jahren † vor 58 Jahren)

* 1887

5

März

Der Brasilianer Heitor Villa-Lobos ist der bedeutendste und hierzulande bekannteste Komponist der Neuen Welt. Er wurde am 5. März vor 130 Jahren in Rio de Janeiro geboren. Mit sechs Jahren erhielt er ersten Cellounterricht von seinem Vater Raul, einem Buchhändler. In jungen Jahren verdiente er mit dem Cello seinen Lebensunterhalt, er schlug sich kreuz und quer durchs Land und spielte in Cafés und in Theaterorchestern. Auf diese Weise lernte er die Folklore Brasiliens kennen, aber auch die Chôros der lokalen Musikensembles in Rio de Janeiro, ein typisch brasilianisches Genre mit ein bis zwei Gitarren, Schlagzeug und verschiedenen Soloinstrumenten in beliebigen Besetzungen. Seine Erstlingswerke stammen aus jenen Jahren, außerhalb Brasiliens waren diese Kompositionen jedoch kaum zu hören. Artur Rubinstein lernte die Musik von Villa-Lobos bei einer Brasilien-Tournee kennen und begeisterte sich sehr dafür. 1923 ging Villa-Lobos für ein Jahr nach Paris. Die Begegnungen mit Andrés Segovia, Ravel, Dukas, Florent Schmitt und Milhaud hinterließen bei ihm bleibende Eindrücke, die ihn zu einigen seiner bedeutendsten Werke inspirierten und ihn international berühmt machten. 1930 wurde er nach erneutem längerem Studienaufenthalt in Paris Direktor der brasilianischen Musikakademie. 1942 gründete er das Conservatorio Nacional de Canto Orfeônico. Villa-Lobos war ungemein produktiv und vielseitig, er schrieb Opern, Ballette, 12 Sinfonien, sinfonische Dichtungen, Konzerte, Chôros, Kammermusik, insgesamt etwa 2000 Kompositionen. Er verstand es, Anregungen aus der Volksmusik seines Landes, deren Studium er sich eingehend widmete, aus Barock, Romantik und Impressionismus für seinen Stil fruchtbar zu machen. Er hat in allen traditionellen Formen komponiert, aber seine bekanntesten und erfolgreichsten Werke sind jene, die originär brasilianischen Geist atmen. Die vierzehn Chôros sind von einem rhythmischen Tanz abgeleitet, die Bachianas Brasileiras verbinden in einzigartiger Wirkung brasilianische Volksmelodien mit der strengen Linienführung der Suiten von Johann Sebastian Bach. In vielen dieser Werke ist die Besetzung ungewöhnlich. So ist das fünfte Stück aus den Bachianas Brasileiras für acht Celli und Sopran geschrieben. Zum Nationalhelden geworden, lebte Villa-Lobos meist in Brasilien, verbrachte aber auch viel Zeit in Europa als Gastdirigent. Er starb am 17. Januar 1959 in seiner Wohnung in der Rua Araújo Porto Alegre 56 im Zentrum von Rio de Janeiro an Krebs.

Heitor Villa-Lobos – CD-Einspielungen


Empfehlung vom Oktober 2011

CD der Woche am 31.10.2011

Bach Johann Sebastian: Die Kunst der Fuge BWV 1080

Raumklang 1 CD RK 3004

Bestellen bei jpc

Von der frühen Kindheit bis ans Ende seines Lebens zeigte Bach ein ausgeprägtes Interesse für die systematische, wissenschaftliche Seite seines Berufs. Die systematische Durchdringung in der Komposition seiner musikalischen Einfälle durchzieht sein gesamtes schöpferisches Leben. Dabei machte er [...]

Klassik Heute
Empfehlung

→ Alle Porträts


⇑ nach oben

Entschleunigte Feinfühligkeit, forsche Damenpranke

Edition Stefan Askenase

Noch in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts konzertierte der aus dem galizischen Lemberg stammende Pianist Stefan Askenase reglemäßig in den europäischen Konzertsälen. Das ältere Publikum hatte den Chopin-Interpreten gleichsam abonniert, bei den Jüngeren und im abgehobenen Kreis des deutschsprachigen Kritikernachwuchses galt der zierliche belgisch-polnische Theodor Pollak- und Emil von Sauer Schüler als Vertreter einer konservativen Handhabe, als ein leibhaftiges Fossil vergangener Chopin-Stilistik.

→ weiter...

Referenz-Aufnahmen

aus dem Themenbereich
Messen

Challenge Classics 2 CD/SACD stereo/surround CC72316
Juan Diego Florez
cpo 1 CD 777 590-2
Francesco Durante<br />Neapolitan Christmas II
O gente brunette

Neue CD-Veröffentlichungen

Richard Heuberger
A Lute by Sictus Rauwolf
Visions
Christoph Graupner

CD der Woche

Kenneth Hamilton plays Ronald Stevenson, Volume 1

Kenneth Hamilton plays Ronald Stevenson, Volume 1

Aus dunkler Tiefe steigen schwärzeste Bass-Töne auf, formen eine Tonskala und vereinigen sich mit einer weiteren Stimme zur strengen Fuge. Die ewige ...

Heute im Label-Fokus

Ambiente

Mischa Meyer, Violoncello
Hugo Distler
Naji Hakim<br />Orgelwerke / Organ Works
Anton Heiller

→ Infos und Highlights

Thema Klavier Solo

Vincent Larderet<br />Ravel - Orchestra & Virtuoso Piano
Claude Debussy
Piano Songs<br />Silke Avenhaus
Plainte calme
Hyperion 1 CD CDA67300
The Welte Mignon Mystery Vol. XXI

 

Weitere 52 Themen

Klassik Heute Zahl des Tages

Bei Klassik Heute finden Sie

0

Festivals

→ mehr Zahlen und Infos

AGBs Impressum Kontakt Mediadaten Sitemap Datenschutz

© Klassik Heute

jpc