Franz (Ignaz) Danzi war ein deutscher Cellist, Komponist und Kapellmeister. Er wurde am 15. Mai 1763 in Schwetzingen oder Mannheim als Sohn des italienischen Violoncellisten Innocenz Danzi geboren. Den ersten Unterricht erhielt er von seinem Vater, später wurde er von Georg Joseph Vogler unterrichtet. Als die kurfürstliche Hofkapelle 1778 nach München übersiedelte, blieb Danzi in Mannheim und wurde Orchestermitglied und Opernkorrepetitor am neuen Hof- und Nationaltheater. 1780 fand dort die Uraufführung seiner ersten Oper Azakia statt. 1781 siedelte er jedoch nach München über und trat im Januar 1784 die Nachfolge seines Vaters als Solo-Violoncellist an. 1790 heiratete er die Sopranistin und Komponistin Maria Margarethe Marchand. Sechs Jahre lang bereiste das Ehepaar gemeinsam Europa und gab sehr erfolgreiche Gastspiele in den Kulturmetropolen der damaligenZeit. 1796 kehrten sie nach München zurück. Seit 1798 wirkte Franz Danzi als Vizekapellmeister in München. Der Tod seiner Frau am 11. Juni 1800 traf Danzi schwer, er zog sich mehrere Jahre von öffentlichen Tätigkeiten zurück. Von 1807 bis 1812 wirkte er als Hofkapellmeister am Königlichen Hoftheater in Stuttgart sowie als Kompositionslehrer und Inspektor der Bläserabteilung am 1811 gegründeten Kunstinstitut des Waisenhauses (Karlsschule). Von 1812 bis zu seinem Tode am 13. April 1826 war Danzi als Hofkapellmeister an der Badischen Hofkapelle Karlsruhe tätig. In seiner Funktion als Dirigent setzte er sich sowohl für die Opern Mozarts als auch für die Werke seines Freundes Carl Maria von Weber ein. In der Tradition der Mannheimer Schule verwurzelt gilt Danzi als Wegbereiter und Bindeglied zur Romantik. Danzi hat zahlreiche Opern hinterlassen, sowie sechs Sinfonien, etliche Konzerte und Kammermusik.
Joseph Lanner gilt neben Johann Strauß (Vater) als „Vater des Wiener Walzers“. Mit seinen Werken – Ländler, Galoppe, Potpourris, Tänze, Märsche und Walzer – gab er der Zeit der Wiener k. u. k. Monarchie im 19. Jahrhundert eine entscheidende musikalische Prägung, die in Johann Strauß (Sohn) ihren Höhepunkt fand. Dabei hatte Lanner gar keine reguläre musikalische Ausbildung genossen, sondern seine musikalischen Fähigkeiten weitgehend autodidaktisch entwickelt. Er wurde am 12. April in Oberdöbling bei Wien geboren. Seine musikalische Laufbahn begann erst nach einer Ausbildung zum Graveur. Er hatte Geige gelernt und spielte mit 12 Jahren im Orchester seines Lehrers. Hier lernte er Johann Strauß sen. kennen. Beide blieben lebenslang Freunde, aber auch Konkurrenten. 1818 bildete Lanner ein Streichtrio, das 1823 mit Johann Strauß zum Streichquartett erweitert wurde. 1824 wurde das Ensemble noch einmal entscheidend zum Streichorchester und schließlich zum Sinfonieorchester vergrößert. Lanner spielte mit diesen Ensembles in Kaffeehäusern und veranstaltete die ersten Promenadenkonzerte. 1829 wurde Lanner Musikdirektor der k. u. k. Redoutensäle, 1833 wurde er Musikdirektor der Wiener Regimentskapelle. Er war einer der herausragenden Tanzkapellmeister Wiens seiner Zeit. Während das musikalische Programm anfänglich überwiegend von Opernparaphrasen geprägt war, drückte Lannder ihnen im Laufe der Zeit durch eigene Werke immer stärker seinen persönlichen Stempel auf. So schuf er über 200 im Druck erschienene Werke. Zu seinen bekanntesten Walzern gehören der Pesther Walzer, der Trennungswalzer, Die Werber, Die Hofballtänze und Die Schönbrunner. Joseph Lanner starb vor 175 Jahren am 14. April 1843 im Alter von nur 43 Jahren an Typhus.
Am 11. April vor 110 Jahren wurde der argentinische Komponist Alberto Evaristo Ginastera in Buenos Aires geboren. Nach seinem Studium am Konservatorium in Buenos Aires leitete er das von ihm gegründete Konservatorium von La Plata. Bis 1962 unterrichtete er an der Kunst- und Musikfakultät der Katholischen Universität von Buenos Aires, danach am Centro Latinoamericano de Altos Estudios Musicales (CLAEM). 1965 wurde Ginastera in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. 1971 übersiedelte er in die Schweiz nach Genf. Er komponierte vier Opern, eine Sinfonie, ein Violinkonzert, ein Harfenkonzert, zwei Klavierkonzerte, zwei Violoncellokonzerte sowie Kammermusik, Vokalwerke und Bühnen- und Filmmusik. Durch einen alten Text der Maya von der Schöpfung der Welt (Popol Vuh) ließ sich Ginastera zu einem achtteiligen Orchesterwerk inspirieren, dessen letzten Abschnitt er jedoch nicht mehr fertigstellen konnte. In seiner Musik verband Ginastera traditionelle Rhythmen argentinischer Folklore mit der Harmonik moderner klassischer Musik. Er starb am 25. Juni 1983 in Genf.