CD • SACD • DVD-Audio • DVD Video
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Johann Franz Xaver Sterkel
Symphonies op. 11/2 & 11/ 3 • Piano Concerto op. 26/3
cpo 555 639-2
1 CD • 68min • 2023
17.07.2025 • 10 10 10
Nachdem sich Nataša Veljkovic und Johannes Moesus bereits höchst erfolgreich mit den Werken des Beethoven-Zeitgenossen Joseph Woelfel auseinandergesetzt haben, ergreifen sie jetzt das Panier des zu Lebzeiten als Pianist und Komponist ebenfalls hochgeachteten Priesters Johann Franz Xaver Sterkel (1750-1817), dessen frühe, um 1785 entstandene Sinfonien neben denen Gossecs und Haydns in Paris für Furore sorgten. Sein C-Dur-Klavierkonzert, entstand ebenfalls in diesen Jahren.
Mozart
Piano Concertos Nos 20 & 24
Zhen Chen piano • Paul Meyer conductor
Solo Musica SM 473
1 CD • 57min • 2024
25.06.2025 • 9 10 9
Mozarts Klavierkonzerte sind schon so oft aufgenommen worden, dass jemand, der damit eine CD veröffentlicht, schon etwas zu sagen haben muss – außer, dass es ein Statement seines pianistischen Könnens ist. Zhen Chen, der in Peking und New York studiert hat, legt nun die zweite Aufnahme mit Mozarts Klavierkonzerten vor, zusammen mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester unter dem französischen Dirigenten Paul Meyer. Der hat maßgeblich das Spiel von Zhen Chen bestimmt – wie der Pianist selber im Booklet (d/e) schreibt. Meyer ist der, der „die rauen Kanten meines Spiels abmilderte“ und ihm einen „subtileren, zurückhaltenderen Ausdruck“ abverlangte. Man kann das auch so übersetzen, dass Meyer dem Pianisten eine – vielleicht wesentliche – Facette seiner Ausdruckskraft genommen hat
Maria Theresia Paradis
Ragna Schirmer • Hofkapelle München • Rüdiger Lotter
Berlin Classics 0303740BC
1 CD • 69min • 2074
01.06.2025 • 10 10 10
Maria Theresia Paradis (1759-1824) war zu ihrer Zeit ein medizinisch-musikalisches Wunderkind: Obwohl sie mit drei Jahren erblindete, legte sie eine steile Karriere als Pianistin und Komponistin hin, lernte bei Antonio Salieri, Vincenzo Righini und Abbé Vogler, machte eine glanzvolle Tournee durch Europa mit Paris als Höhepunkt, wo sie mindestens zehnmal bei den berühmten Concerts spirituels auftrat und sogar zusammen mit Königin Marie Antoinette öffentlich sang. In Wien war sie mit Mozart und Haydn bekannt, die für sie Klavierkonzerte komponiert haben – Mozart sicher, Haydn vermutlich.
Beginnings
Anna Khomichko
Genuin GEN 25925
1 CD • 70min • 2024
22.03.2025 • 10 10 9
Vor anderthalb Jahren erschien Anna Khomichkos Solo-Debüt mit Werken von Mozart und dessen Zeitgenossen Muzio Clementi. Auf ihrem neuen Album präsentiert sie Klavierkonzerte aus demselben klassischen Umfeld. Gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester Heidelberg und dessen Chef Mino Marani interpretiert sie Mozarts Frühwerk KV 175 und Muzio Clementis einzig erhaltenes Klavierkonzert. Außerdem ist Beethovens selten zu hörendes „Nulltes“ Klavierkonzert Es-Dur WoO 4 zu hören.
Brahms
the piano concertos
Herbert Schuch
naïve V8450
2 CD • 1h 55min • 2022, 2023
15.02.2025 • 9 10 9
Der Pianist Hebert Schuch fragt in seinem Beiheft-Text, warum eine weitere Aufnahme der Brahms-Klavierkonzerte nötig sei. Seine Antwort: „Erfahrung sammeln im Spiel dieser Werke für ein Publikum“. Man spürt bei der Aufnahme, dass sich der Solist gemeinsam mit dem Dirigenten Tung-Chieh Chuang und den Bochumer Symphonikern gründlich Gedanken um Sinn und Bedeutung der beiden “Brocken“ gemacht und dabei intensives Einfühlungsvermögen gezeigt hat. Das enge Zusammenwirken spricht gleichsam aus jedem Takt, wobei auch manche Freiheiten zu verzeichnen sind, die über das im Notentext Stehende hinausgehen.
Ukrainian Piano Concertos
Barvinsky • Kosenko
Violina Petrychenko
Ars Produktion ARS 38 514
1 CD • 70min • 2024
14.02.2025 • 7 8 8
Die Pianistin Violina Petrychenko erweist sich als unermüdliche Botschafterin ukrainischer Musik. Fünf CDs mit Musik aus ihrer Heimat hat sie in den vergangenen Jahren vorgelegt. Nun folgt die Ersteinspielung zweier „ukrainischer Klavierkonzerte“; sie stammen von den Komponisten Vasyl Barvinsky und Viktor Kosenko. Partner ist die traditionsreiche, vor 120 Jahren gegründete Nationale Philharmonie aus Lwiw unter ihrem Chefdirigenten Volodymyr Syvokhip.
Friedrich Gernsheim
Piano Concerto op. 16 • Cello Concerto op. 78 • Zu einem Drama op. 82
cpo 555 152-2
1 CD • 65min • 2017
03.02.2025 • 8 8 8
Ein Mensch, der besonders witzig erscheinen wollte, hat Friedrich Gernsheim einmal einen „vorauseilenden Epigonen von Brahms“ genannt – vorauseilend deshalb, weil Gernsheims Erste Symphonie ein Jahr vor ihrem Brahms'schen Gegenstück fertig wurde. Nun pflegt sich die Kritik des Etiketts „Epigone“ immer dann zu bedienen, wenn man es sich bequem machen und die Künstler in bestimmte Schubladen einsortieren will. Was aber, wenn das Werk des Künstlers dafür sorgt, dass die Schublade nicht richtig zugehen möchte?
Mozart
Piano Concerto K 491 • «Haffner» Symphony K 385
Ars Produktion 38 667
1 CD • 53min • 2024
02.02.2025 • 10 10 10
ier erklingt ein Mozart, über den nicht allzu viel gesagt, sondern der einfach gehört werden sollte: Alles klingt, ‚spricht‘ und leuchtet, reif und natürlich, überzeugend vom Ersten bis zum Letzen, symphonisch! So realisiert, erscheint die Musik weder ‚geglättet‘ noch unter- oder überspannt, nichtsdestoweniger hoch konzentriert, lebendig gerichtet. Nirgends wird das tiefernste Moll künstlich dionysisch aufgeladen. Schon nach den ersten Taktgruppen des Orchesters und hernach des Klaviereinsatzes – spannend gestaltet sind auch die Pausen! – ist man unter den Händen dieses Pianisten in die Formprozesse hineingezogen.
Adolf Busch
Piano Concerto op. 31 • Piano Works
cpo 555 574-2
1 CD • 71min • 2022
20.01.2025 • 9 10 9
Dass Adolf Busch (1891–1952) nicht nur einer der eminentesten Violinisten seiner Zeit war, sondern auch ein respektabler Komponist, ist vielleicht nie völlig vergessen worden; verstärkte Beachtung (etwa in Form von systematischeren CD-Einspielungen) finden seine Werke aber erst seit jüngerer Zeit. In der Tat ist noch der MGG (der entsprechende Band erschien 2000) sein Schaffen lediglich eine Randnotiz wert. In den letzten Jahren waren es vor allem die Labels cpo und Toccata, die eine Reihe von Alben mit Neueinspielungen ausgewählter Kompositionen Buschs herausgebracht haben, zunächst vor allem seiner Kammermusik. Die vorliegende jüngste cpo-CD koppelt nun Buschs Klavierkonzert mit einer Reihe kürzerer Klavierstücke; der Pianistin Florence Millet stehen dabei im Konzert die Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach und der deutsch-britische Dirigent David Marlow zur Seite.
Johann Nikolaus Forkel
Four Piano Concertos
cpo 555 563-2
2 CD • 85min • 2022
14.11.2024 • 8 10 8
Johann Nikolaus Forkel ist ein berühmter Mann. Jeder Musikfreund kennt ihn als den ersten Verfasser einer umfassenden Monographie Ueber Johann Sebastian Bachs Leben, Kunst und Kunstwerke, und Musikwissenschaftler ehren den Konservator, Herausgeber und Historiker als einen der Gründerväter ihrer Disziplin. Die Erforschung der Musikgeschichte nahm in Forkels Wirken mit der Zeit einen immer größeren Raum ein, doch war er – 18-jährig Chorleiter in Schwerin, wenig später Organist in Göttingen, schließlich 36 Jahre lang dort Universitätsmusikdirektor – zeitlebens als praktischer Musiker tätig, was damals wie selbstverständlich auch das Komponieren einschloss. Um den Komponisten Forkel hat man sich lange nicht gekümmert, ja diesen Teil seines Schaffens oft verleugnet. [...]
Mozart
Piano Concertos Nos. 20 & 23
Jae-Hyuck Cho
Orchid Classics ORC100329
1 CD • 61min • 2020
14.09.2024 • 9 9 9
Mozarts düsterstes Klavierkonzert, nämlich das in d-Moll KV 466, und das sonnigste Klavierkonzert, das in A-Dur KV 488, hat hier der südkoreanische Pianist Jae-Hyuck Cho miteinander kombiniert. Der Pianist hat an der Manhattan School of Music und an der New Yorker Juillard School studiert – und dazu gleichzeitig Orgel –, so dass er einer der wenigen Künstler ist, die sowohl als Pianist als auch als Organist auftreten. Das Zusammenspiel mit dem von Hans Graf geleiteten Royal Philharmonic Orchestra klappt exemplarisch gut. Die Aufnahmetechnik lässt trennscharf jede Instrumentengruppe hören, ja auch einzelne Instrumente wie das hurtig dahinplappernde Fagott und die lebhafte Flöte vor allem im Finale des A-Dur-Konzertes.
Franz Xaver Scharwenka
Piano Concerto No. 1 • Symphony C minor
cpo 555 571-2
1 CD • 70min • 2022
09.09.2024 • 10 10 10
Xaver Scharwenkas (1850–1924) 100. Todesjahr blieb 2024 bei den vielen Jubilaren eher unter dem Radar. Umso mehr erfreut diese wunderbare Darbietung seines zu Lebzeiten äußerst erfolgreichen 1. Klavierkonzerts durch Jonathan Powell, der bei dem aberwitzig virtuosen Werk mühelos das Niveau Marc-André Hamelins oder Earl Wilds erreicht. Und es gibt endlich eine Aufnahme, die Scharwenkas unterschätzter einziger Symphonie wirklich gerecht wird.
Edvard Grieg
Nordlicht
Margarita Höhenrieder Klavier
Solo Musica SM 398
1 CD • 65min • 2022
30.08.2024 • 10 10 10
Margarita Höhenrieder kombiniert auf ihrer neuesten Einspielung das für sie geschriebene Stück Stilla – eine Bereicherung des Repertoires für die linke Hand allein – des Isländischen Komponisten Hjalmar Hegi Ragnarsson mit Edwards Griegs beliebtesten Schlachtrössern: den beiden Peer Gynt- Suiten und dem Klavierkonzert op. 16. Beim Konzert wird sie von der Nordwestdeutschen Philharmonie unter Jonathon Heyward unterstützt, bei den Ibsen-Kompositionen wählte sie die vierhändige Bearbeitung des Komponisten, die sie gemeinsam mit dem finnischen Pianisten Antti Siirala interpretiert.
Homeland
Edvard Grieg • Manuel de Falla
Judith Jáuregui piano
eudora EUD-SACD-2405
1 CD/SACD surround • 56min • 2023
02.08.2024 • 8 9 8
Die spanische Pianistin Judith Jáuregui, Jahrgang 1985, ist bereits mit einer Reihe von CD-Produktionen hervorgetreten, deren Schwerpunkte auf der Musik des 19. und frühen 20. Jahrhunderts liegen von Schumann, Chopin und Liszt bis hin zu Debussy und Skrjabin; ein besonderes Augenmerk gilt zudem spanischer Musik mit Namen wie Granados, Albéniz, de Falla und Mompou. Waren die ersten CDs allesamt Soloalben, so kam zuletzt mit Schumanns Klavierkonzert erstmals ein Orchester hinzu. Wenn Jáuregui auf ihrem soeben erschienenen neuen Album nun Griegs Klavierkonzert und Manuel de Fallas Noches en los Jardines de España präsentiert, so setzt dies die Linie ihrer bisherigen Veröffentlichungen also stimmig, wenn nicht sogar konsequent fort.
Mozart
Piano Concertos No. 15 & 21
Zhen Chen piano • Thomas Rösner conductor
Solo Musica SM 458
1 CD • 50min • 2023
12.07.2024 • 8 9 9
Der Pianist Zhen Chen wurde in Peking und New York ausgebildet und unterrichtet seit 2022 an der Manhattan School of Music. „Mozart zu spielen ist geistig reinigend und belebend“ so seine Meinung im Interview, das im Booklet abgedruckt ist. Mozarts Klavierwerke seien bekannt dafür, dass sie „unerbittlich und in perfekter Harmonie“ gespielt würden. Und unerbittlich wirken denn auch Zhens Interpretationen der Klavierkonzerte Nr. 15 in B- Dur KV. 450 und Nr. 21 in C-Dur, von denen er meint, sie seien „die Quintessenz der Werke Mozarts“.
Gabriel Erkoreka
Cello concerto "Ekaitza", Tres Sonetos de Michelangelo, Piano Concerto "Piscis"
Ondine ODE 1442-2
1 CD • 72min • 2023
03.07.2024 • 10 10 10
Dass Gabriel Erkoreka (Jahrgang 1969) längst zu den gewichtigsten lebenden spanischen Komponisten gezählt werden muss, beweist diese Einspielung dreier konzertanter Werke der letzten 15 Jahre. Das Klavierkonzert Piscis, das Cellokonzert Ekaitza sowie die Tres Sonetos de Michelangelo können mit ihrer komplexen, dabei hochemotionalen Orchestersprache total begeistern. Drei staunenswerte Solisten und das Baskische Nationalorchester unter Juanjo Mena liefern hierbei eine Visitenkarte allerersten Ranges ab.
Brahms Mozart
Piano Concertos
Géza Anda Karl Böhm
Prospero Classical PROSP0100
1 CD • 79min • 1963, 1974
23.06.2024 • 10 8 8
Dass das 1. Klavierkonzert von Brahms bei der Uraufführung ausgepfiffen worden ist, kann man nach dem Anhören dieser Aufnahme mit dem Philharmonie Orchestra unter Karl Böhm und Géza Anda verstehen: Wie ein archaisches Urgewitter bricht der Kopfsatz los, mit drohend donnernden Paukenwirbeln und gefährlich grellen Trillern – das Chaos vor der Erschaffung der Welt. Wenn dann nach 91 Takten majestätischer Urgewalt das Klavier wie beschwichtigend einsetzt, fühlt man sich an die Schöpfungsgeschichte erinnert: Zuerst war die Erde wüst und leer – und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. Oft sagt man, eine Symphonie stelle die Erschaffung einer Welt dar – hier versteht man diese Behauptung.
Berlin Harpsichord Concertos
Nichelmann Graun Schaffrath Wolf
Audax Records ADX 11211
1 CD • 78min • 2023
15.06.2024 • 10 10 10
Berliner Geniestreiche Einen Platz als Zaungäste im Publikum der hochklassigen Konzerte, die seit dem Regierungsantritt Friedrichs des Großen 1740 in den Häusern musikliebender und wohlhabender Berliner Bürger stattfanden, bieten Philippe Grisvard und Johannes Pramsohler samt dem Ensemble Diderot heutigen Zuhörern an. Damit werden wir zu Zeugen der Frühzeit des heutigen öffentlichen Konzertwesens und dürfen Musik erstrangiger Qualität aus der Mitte des 18. Jahrhunderts genießen.
Walter Kaufmann
Orchestral Works Vol. 1
cpo 555 631-2
1 CD • 71min • 2023
28.03.2024 • 8 10 9
Noch zu k. u. k. Zeiten in Karlsbad geboren, teilt Walter Kaufmann (1907-1984) seinen komplizierten Lebensweg mit vielen deutschsprachigen Juden, die der intellektuellen Prager Kulturszene zuzurechnen wären. Zunächst studierte Kaufmann dort Komposition, später in Berlin bei Franz Schreker und Musikwissenschaft bei Curt Sachs, der früh sein Interesse an indischer Musik weckte. Er assistierte als Dirigent Bruno Walter und feierte schnell Erfolge mit eigenen Werken. 1927 ging er als Doktorand nach Prag, fand dort Anschluss an den Freundeskreis um Franz Kafka, heiratete später in erster Ehe sogar dessen Nichte Gerty. Mit dem Entschluss, 1934 vor den Nazis zu fliehen, bot sich sofort Indien an. In Bombay wirkte er beim All India Radio und erforschte intensiv die indigene Musik des Subkontinents. Neben zahlreichen Kompositionen klassischer Gattungen schrieb er auch Filmmusiken für das gerade im Entstehen begriffene „Bollywood“.
Frédéric Chopin
1st Piano Concerto and Mazurkas
Margarita Höhenrieder
Solo Musica SM 400
1 CD • 69min • 2021, 2022
27.01.2023 • 10 9 9
Die Pianistin Margarita Höhenrieder sucht nach dem authentischen Chopin-Klang. Der Komponist selbst bevorzugte Klaviere der Firma Pleyel. Für ihre Aufnahme wählte die Pianistin daher einen Pleyel-Hammerflügel, der um 1855 in Paris entstand und originalgetreu restauriert wurde – er ist absolut baugleich mit jenem Instrument, das Chopin besaß. So wird es im Beiheft von der Pianistin erklärt, die für ihre Aufnahme der Mazurken zudem einen kleineren Saal wählte. So kann der Hörer eine Zeitreise in die Salonkultur des 19. Jahrhunderts unternehmen.
Netzel • Sandström • Tarrodi
Piano Concertos
BIS 2576
1 CD/SACD stereo/surround • 80min • 2021
07.01.2023 • 8 10 8
Drei sehr unterschiedliche Werke für Klavier und Orchester in Deutschland kaum gespielter schwedischer Komponisten stellt das BIS-Label zur Diskussion. Laura Netzel (1839-1927), die ihre Werke unter dem Pseudonym N. Lago herausgab, hatte unter anderem bei Charles-Marie Widor studiert und gehörte um 1900 zu den am häufigsten aufgeführten Komponistinnen, gerade in Deutschland und Frankreich. Sven-David Sandström (1942-2019) kennt man vor allem wegen seiner großen Kirchenmusikkompositionen, insbesondere der High Mass, die in die Formen von Bachs h-Moll Messe ganz neue Musik gießt. Neu für den Rezensenten ist Andrea Tarrodi (Jahrgang 1981), zumindest in ihrer Heimat bereits mit diversen Preisen ausgezeichnet. Sie war Schülerin von Jan Sandström – nicht mit dem Namensvetter verwandt.
Karl Weigl
Piano Concerto op. 21 • Rhapsody • Three Songs
cpo 555 360-2
1 CD • 69min • 2021, 2022
14.11.2022 • 8 8 8
In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde Karl Weigl (1881-1949) in einem Atemzug mit Schönberg, Berg, Webern und Schreker genannt. Schüler von Zemlinsky, promovierter Musikwissenschaftler und Korrepetitor bei Gustav Mahler, gehörte er 1904 zu den Mitbegründern der „Vereinigung schaffender Tonkünstler“, die in der Musik eine ähnliche Aufbruchsstimmung signalisierte wie die „Secession“ in der Bildenden Kunst. Geprägt von der deutschen Spätromantik wie vom französischen Impressionismus war Weigl ein typischer Vertreter des Wiener Fin-de-siècle, der sich nach dem Ersten Weltkrieg allerdings nicht dem radikalen Neuanfang der „Zweiten Wiener Schule“ anschloss, sondern in den Grenzen der Tonalität verblieb.
Khachaturian
Piano Concerto
Iyad Sughayer
BIS 2586
1 CD/SACD stereo/surround • 76min • 2021
04.11.2022 • 9 10 9
Der palästinensisch-jordanische Pianist Iyad Sughayer widmet sich – nachdem er sein 2019 von der Kritik sehr wohlwollend aufgenommenes Debüt-Album Solowerken von Aram Khachaturian gewidmet hatte – jetzt dem Schaffen für Klavier und Orchester des Armeniers. Hierbei begleitet ihn das BBC National Orchestra of Wales unter Andrew Litton mit reichen Farben und unbritischem Temperament.
Johann Wilhelm Wilms
The Piano Concertos Vol 1
BIS 2504
1 CD/SACD stereo/surround • 82min • 2021
02.10.2022 • 9 10 9
Wenn der Pianist Ronald Brautigam sich unbekannten Repertoires annimmt, wie hier der Klavierkonzerte von Johann Wilhelm Wilms (1772-1847), darf vermutet werden, dass es sich um Musik handelt, deren Vergessenheit nach dem Tod ihrer Komponisten unverdient ist. Die stürmische Entwicklung des europäische Musiklebens und der Klaviermusik in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mag der Grund dafür sein, dass kein dauerhaftes Interesse an diesen Werken aufkommen konnte. Ihre Faktur war allzu schnell veraltet, bevor sie eine breite Wirkung über ihre direkte Zeit hinaus entfalten konnten
Haydn
The Complete Piano Concertos
Matthias Kirschnereit
Berlin Classics 0302297BC
2 CD • 2h 25min • 2021,2022
09.09.2022 • 9 8 9
Mit dieser Doppel-CD versucht Matthias Kirschnereit zusammen mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn nichts weniger als eine Ehrenrettung der Klavierkonzerte von Joseph Haydn, zumindest der neun gesichert von Haydn komponierten „Konzerte für Tasteninstrumente“. Ehrenrettung deshalb, weil diese Klavierkonzerte – bis auf das häufiger gespielte Konzert D-Dur Hob XVIII:11 – von der Musikwissenschaft und auch den Pianisten bisher eher vernachlässigt wurden.
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Beethoven
Weihe des Hauses (Overture) • Pianoconcerto No. 4 • Variations WoO 80
MDG 901 2216-6
1 CD/SACD stereo • 60min • 2020
28.08.2022 • 9 9 9
Der Musiker denkt, die Politik lenkt. Wenn eine umfangreiche Planung zum 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens für den November 2020 aufgrund von Corona-Beschränkungen ohne Publikum durchgeführt werden muss, warum sollte man dann aus der Not keine Tugend machen und dem Publikum diese Veranstaltung nicht per SACD zukommen lassen? Da zur Einführung eine umfängliche Lesung aus dem Gesprächsbuch „Die Kunst des Interpretierens“ mit Musikbeispielen geplant war, bietet es sich an, diese Lesung als Bonus beizulegen.
Beethoven
Piano Concertos 0-7
cpo 555 447-2
4 CD • 4h 16min • 2020, 2021
18.07.2022 • 8 8 9
Michael Korstick geht mit Siebenmeilenstiefeln durch Beethovens Klavierkosmos (32 Solosonaten und die 10 Sonaten mit Violine liegen bereits vor), nun Beethovens Gesamtwerk für Klavier und Orchester – mit interessanten Neuentdeckungen: Das frühe, Bonner Es-Dur-Konzert (Werk ohne Opus 4), auf welches man erstmals 1888 durch Guido Adler aufmerksam wurde, ist ein dreisätziges, hörenswertes Werk des 14jährigen Beethoven. Ein graziöses B-Dur-Rondo (WoO 6) schließt sich an; ferner das Klavierkonzert (1807) nach dem unvergleichlichen D-Dur-Violinkonzert.
Hans Winterberg
Sinfonia drammatica • Piano Concerto No. 1 • Rhythmophonie
Capriccio C5476
1 CD • 65min • 2021
09.06.2022 • 10 10 10
Nach seiner Befreiung aus Theresienstadt lebte Hans Winterberg bis zu seinem Tod 1991 in Bayern. Seine Musik geriet, trotz einiger Aufführungen zu Lebzeiten, jedoch in Vergessenheit. Das ändert sich jetzt: Die erste CD mit Orchesterwerken bei Capriccio spannt einen stilistischen Bogen quasi von der Janáček-Nachfolge bis zu engagierter Zwölftönigkeit und erweist sich als ein einziger Glücksfall.
Saint-Saëns
Piano Concertos 1 & 2
BIS 2400
1 CD/SACD stereo/surround • 85min • 2020, 2021
14.05.2022 • 10 10 10
Nachdem der Rezensent hier vor knapp drei Jahren die Einspielung der drei letzten Klavierkonzerte (Nr. 3-5) von Camille Saint-Saëns mit Vater und Sohn Kantorow zur unangefochtenen Referenzaufnahme gekürt hatte, legen die beiden nun mit der finnischen Tapiola Sinfonietta, die zur Hauptstadtregion gehört, nach: Auf der neuen CD – mit 85 Minuten Überlänge – finden sich die noch fehlenden Klavierkonzerte Nr. 1 & 2 sowie alle vier übrigen Kompositionen Saint-Saëns‘ für Klavier und Orchester.
George Enescu
Violin Concerto • Phantasy for Piano & Orchestra
cpo 555 487-2
1 CD • 54min • 2021
17.01.2022 • 9 9 9
Der vielseitige Komponist und Intendant Peter Ruzicka ist bislang als Dirigent hauptsächlich mit eigenen Werken hervorgetreten. Gerade auf CD hat er sich daneben auch für die Musik seines Lehrers Hans Werner Henze und noch weitgehend ungehobene Schätze des Rumänen George Enescu (1881-1955) eingesetzt. So erschienen beim Osnabrücker Label cpo bereits die vom Komponisten vollständig skizzierten, aber weitgehend uninstrumentiert hinterlassenen, späten Symphonien Nr. 4 & 5 in durchaus dankbaren Fassungen von Pascal Bentoiu. Auf der neuen Veröffentlichung widmet sich Ruzicka hingegen zwei frühen Stücken Enescus – anscheinend beides Erstaufnahmen.
Erkin & Khachaturian
Piano Concertos
Aldilà Records ARCD 025
1 CD • 49min • 2011
30.11.2021 • 10 10 10
Bei Veröffentlichungen von Aldilà Records kann man stets mit interessanten Programmen rechnen. Wurden auf mehreren der in den letzten Jahren erschienenen CDs Streifzüge durch die Musikgeschichte unternommen, die teils Jahrhunderte überspannen und Beziehungen zwischen Werken verschiedener Epochen und Kulturräume deutlich machten, so widmet sich das vorliegende Album zwei Komponisten, die beide im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts zur Welt kamen und in den 70er Jahren starben: dem Türken Ulvi Cemal Erkin und dem Armenier Aram Chatschaturjan.
Johannes Brahms
Piano Concerto no. 1 | Tragic Overture
harmonia mundi HMM 902602
1 CD • 74min • 2020
09.10.2021 • 9 9 9
Ivor Bolton, Alexander Melnikov und das Sinfonieorchester Basel interpretieren das erste Klavierkonzert op. 15 von Johannes Brahms, die ebenfalls in d-moll stehende Tragische Ouvertüre op. 81 sowie die bei der fatalen Leipziger Erstaufführung des Konzerts ebenfalls gespielte Ouvertüre zu Eliza von Luigi Cherubini in historisch informierter Aufführungspraxis. Der Clou ist hierbei, dass anstatt eines modernen Flügels ein Blüthner von 1859, dem Jahr der Aufführung im Gewandhaus, zum Einsatz kommt.
Eduard Franck
Piano Concertos 1 & 2
cpo 555 320-2
1 CD • 75min • 2018
03.05.2021 • 8 8 8
Eduard Franck? Heißt der nicht César mit Vor- oder Ribéry mit Nachnamen? Nein, es gibt auch einen Komponisten dieses Namens aus wohlhabendender Breslauer Kaufmannsfamilie mit den Lebensdaten 1817-1893. Ihn akzeptierte Felix Mendelssohn Bartholdy, der das Unterrichten wenig schätzte, bereits ab 1834 als einen seiner wenigen direkten Schüler. Franck hinterließ ein umfangreiches Œuvre, in dessen Schwerpunkt die Klavier- und Kammermusik liegt, das heute jedoch weitgehend vergessen ist.
Joseph Wölfl
Three Piano Concertos
cpo 555 149-2
1 CD • 71min • 2016
28.04.2021 • 10 10 10
Wie ungerecht die deutsche Musikgeschichtsschreibung mit der Mozart-Schule umging, belegt diese zweite Folge, die cpo den Klavierkonzerten des Salzburger Michael-Haydn- und Leopold-Mozart-Eleven Josef Wölfl (1773-1812) widmet. Erreichte Wölfl doch im Jahre 1799 bei einem Klavier- und Improvisationswettstreit mit dem drei Jahre älteren Beethoven ein klares Unentschieden, bei dem es eher eine Geschmacksfrage war, ob man dem „unheimlich düsteren Charakter“ Beethovens und dessen Sinn für Pathos oder der Eleganz und Klarheit Wölfls stärker zugeneigt war.
Anton Rubinstein
Piano Concertos 2 & 4
cpo 555 352-2
1 CD • 72min • 2019
12.04.2021 • 8 8 8
Anton Rubinstein gehört als Meisterpianist, bedeutender, fruchtbarer Komponist und Begründer der St. Petersburger Konservatoriumstradition zu den prägendsten Figuren des russischen Musiklebens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er schrieb sein zweites Klavierkonzert in F-Dur op. 35 im Jahre 1854 für ein eigene Europa-Tournee. Charakteristisch für dieses Werk ist, dass die Klavierpassagen thematisch nur eher lose mit dem Orchestersatz verknüpft sind, was darauf schließen lässt, dass der Komponist sich auf diese Weise Raum für spontane Improvisationen lassen wollte.
Beethoven
Piano Concertos 1 & 2
outhere Music ALPHA 649
1 CD • 63min • 2018
26.02.2021 • 10 9 9
Wie ein optimistischer Weckruf wirkt es, wenn Ludwig van Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur in dieser Aufnahme mit der Kammerakademie Potsdam losgeht. Solche Wirkungen stellen sich ein, wenn Patrick Hahn die Kammerakademie Potsdam dirigiert und sich hier der Pianist Olivier Cavé als hervorragende Wahl erweist. Was sich auf dieser CD in Beethovens zweiter Klaviersonate B-Dur nahtlos fortsetzen soll...
Joseph Haydn
The Complete Keyboard Concertos
cpo 555 400-2
2 CD • 2h 24min • 2020
01.02.2021 • 9 9 9
Haydns „Clavierkonzerte“ oder, mit einem sperrigen Ausdruck, seine Konzerte für „Tasteninstrumente“ umspannen mit neun hier versammelten Kompositionen einen weiten Zeitraum seines Schaffens: Die Reihe beginnt 1756 mit Orgelkonzerten für den liturgischen Gebrauch, dann setzen sich die Clavierkonzerte bis 1782 mit Werken für Cembalo oder Fortepiano fort.
Sergei Rachmaninoff • Maurice Ravel
Hélène Grimaud, piano
MDG 650 2165-2
1 CD • 56min • 1992
14.01.2021 • 9 9 9
Sergej Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 2 in c-Moll und Maurice Ravels Klavierkonzert in G-Dur sind ein denkbar ungleiches Paar. Aber die Vereinigung dieser beiden gegensätzlichen Bravourstücke auf einem Tonträger markiert einen aufschlussreichen Kontrast, der einmal mehr die Entwicklungsdynamik im 20. Jahrhundert unterstreicht.
Tālivaldis Keniņš
Symphony No. 1 • Two Concertos
Ondine ODE 1350-2
1 CD • 58min • 2020
11.12.2020 • 9 10 9
Mit diesem geschichtsträchtigen Album entdeckt das Philharmonische Orchester Riga seinen bedeutenden lettischen Landsmann Talivaldis Kenins (1919-2008) mit einer Verspätung von fast siebzig Jahren. Talivaldis studierte in Riga Komposition bei Jazeps Vitols (damals bekannt als Joseph Wihtol aus der Petersburger Komponistenschule), dem Vater der modernen lettischen Musik. 1944 floh er vor sowjetischen Armee nach Frankreich und studierte in Paris Komposition bei Tony Aubin und Analyse bei Olivier Messiaen.
Silver Age
Daniil Trifonov
Scriabin • Stravinsky • Prokofiev
DG 4835331
2 CD • 2h 25min • 2019
02.12.2020 • 9 10 9
Zunächst überrascht die Zusammenstellung der neuen Doppel-CD von Daniil Trifonov: Im Booklettext übertragen Misha Aster und er den gängigen Begriff des Silbernen Zeitalters für die russische Literatur zwischen 1900-1920 auf die Musik der Zeit in all ihren heterogenen Ausdrucksformen. Man beginnt allerdings – chronologisch betrachtet – bereits mit Alexander Skrjabins Klavierkonzert von 1896 und endet mit Prokofjews achter Klaviersonate von 1944.
Ammann | Ravel | Bartók
Piano Concertos
BIS 2310
1 CD/SACD stereo/surround • 76min • 2019
14.11.2020 • 10 10 10
Auch in der neuesten Musik scheint das virtuose Klavierkonzert nicht aus der Mode zu kommen. Absolut begeisternd: Das noch fast druckfrische Konzert Gran Toccata (2019) des Schweizers Dieter Ammann für den Pianisten Andreas Haefliger. Mit präziser Klangvorstellung steuert Susanna Mälkki einen hochdifferenzierten Orchesterapparat, der sich nicht auf ausgetretenen Pfaden bewegen muss. Das ist groovy, brillant und eine planvolle – dabei immer verständliche – emotionale Traumreise.
Oscar Straus
Piano Concerto • Serenade
cpo 555 280-2
1 CD • 58min • 2016
03.08.2020 • 9 9 9
Diese CD könnte unter dem Motto stehen: „Ein Meister der leichten Musik auf dem Wege zu sich selbst“. Wir erleben Oscar Straus, wie er sich in verschiedenen Phasen seines Komponistenlebens in unterschiedlichen Genres versucht. Die Streicherserenade und das Klavierkonzert schrieb er als Student unter den strengen Augen Max Bruchs, der sich, wie man im Beiheft erfährt, fest in den Kopf gesetzt hatte, Straus zu seinem Nachfolger auszubilden.
David Monrad Johansen
Piano Concerto op. 29
cpo 555 246-2
1 CD • 68min • 2018
14.05.2020 • 8 9 9
David Monrad Johansen sah sich wohl selbst in der Musikgeschichte auf dem Platz des legitimen Erben Edvard Griegs. Dass es sein lebenslanges Anliegen war, eine Musik zu schaffen, die unmissverständlich als „Norwegisch“ identifiziert werden kann, lässt sich jedem der auf der vorliegenden CD eingespielten Werke anhören.
J. Brahms
Piano Concerto No. 2, Handel Variations
Ondine ODE 1346-2
1 CD • 74min • 2019
01.05.2020 • 9 9 9
Das Label Ondine hat, nur kurz nach Lars Vogts Aufnahme des ersten Brahmschen Klavierkonzertes, nun auch das Zweite Konzert mit ihm herausgebracht. Wieder ist die Royal Northern Sinfonia mit dabei, das Kammerorchester am anderen Ufer von Newcastle, dessen Musikdirektor Vogt seit fünf Jahren ist.
Thomas Adès conducts Adès
DG 00289 483 7998
1 CD • 56min • 2019, 2016
03.04.2020 • 8 9 8
Die Musik von Thomas Adès (Jahrgang 1971) wurde schon in seinem Heimatland Großbritannien immer kontrovers diskutiert. Das begann mit der berüchtigten Blow-Job-Szene in seiner ersten Oper Powder Her Face (1995), wobei es da freilich weniger um die musikalische Qualität ging, und endet sicher nicht mit seinem neuen Klavierkonzert (2019), ausdrücklich ganz konventionell mit Concerto for Piano and Orchestra betitelt.
Haochen Zhang
Tchaikovsky • Prokofiev
BIS 2381
1 CD/SACD stereo/surround • 66min • 2018
03.09.2019 • 8 8 8
Es sind zwei Schwergewichte des Klavierrepertoires, die der Pianist Haochen Zhang hier in Angriff nimmt – und mit ihm das Lahti Symphony Orchestra unter der Leitung von Dima Slobodeniouk [...]
Franz Reizenstein
Piano Concerto No. 2
cpo 555 245-2
1 CD • 67min • 2018
12.08.2019 • 10 9 10
Ein gelungenes Portrait des nach England emigrierten deutschen Neoklassizisten Franz Reizenstein. Die stilsicher musizierten Werke zeigen einen der besten Schüler Hindemiths, der sich britischen Einflüssen nicht verschloss, sich dabei aber stets seinen eigenen Ton zu bewahren wusste.
Saint-Saëns
Piano Concertos
BIS 2300
1 CD/SACD stereo/surround • 81min • 2016, 2018
12.07.2019 • 10 10 10
Was der Dirigent Jean-Jacques Kantorow und sein Sohn Alexandre hier aus Camille Saint-Saëns letzten drei Klavierkonzerten herausholen, kann den Hörer nur in absolutes Staunen versetzen. Mit größter Sorgfalt arbeiten die beiden Künstler – jenseits aller nur vermeintlichen Oberflächlichkeit – die manchmal unmittelbar erfassbare (5. Konzert) wie auch teilweise durchaus elaborierte Form (4. Konzert) dieser heute völlig zu Unrecht eher selten aufgeführten Klavierkonzerte heraus. Alexandre Kantorows klangliche Präzision, Vielseitigkeit und sein schnelles Umschaltvermögen zwischen höchst unterschiedlichen Texturen ist großartig; auch das Orchester setzt die einfallsreiche Instrumentierung mit kongenialer Farbenpracht um. Derart ernst genommen, erscheinen die Werke heute überzeugender denn je – diese CD ist eine Referenzeinspielung.
Mendelssohn
Piano Concertos
BIS 2264
1 CD/SACD stereo/surround • 74min • 2016, 2017
26.02.2019 • 10 10 10
Keine Frage, die Kölner Akademie unter der Leitung von Michael Alexander Willens und der Pianist Ronald Brautigam sind ein gut aufeinander abgestimmtes Team [...]
Johannes Brahms
Piano Concertos
JPK Musik 03 12 16
2 CD • 1h 44min • 1996, 2012, 1990
24.10.2018 • 8 8 8
Gestartet ist man 1972 als „Alternativorchester“, wie die Junge Philharmonie Köln auch vielfach bezeichnet wurde. Seit damals hat man sich zu einer festen Größe im Konzertbetrieb entwickelt, nicht nur in Köln [...]
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