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CD-Besprechung

C.P.E. Bach
Keyboard Concertos Vol. 16

C.P.E. Bach<br />Keyboard Concertos Vol. 16

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 10

Klangqualität:
Klangqualität: 10

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 10

Besprechung: 16.04.08

Klassik Heute
Empfehlung

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BIS 1587

1 CD • 68min • 2006

Viele anspruchsvolle Großprojekte des schwedischen Labels BIS haben Schallplattengeschichte geschrieben! Man denke nur an Masaaki Suzukis Bach-Kantaten-Edition, die Alfred-Schnittke- oder die Sibelius-Edition, aber auch zahllose weitere Aufnahmen, dank derer ein breites Publikum weniger bekannte und zu Unrecht vernachlässigte Musik kennenlernen konnte, etwa die Werke Eduard Tubins. Auch im Bereich der Alten Musik genießt das Label BIS hohes Ansehen. Hier zählt die Gesamtaufnahme der Klavier-(d.h. Tasteninstrument)konzerte Carl Philipp Emanuel Bachs mit Miklós Spányi zu den beeindruckendsten Unterfangen. Vor kurzem erschien Band 16 der auf 19 Ausgaben angelegten Reihe. Wieder vermag die Einspielung in jeder Hinsicht zu überzeugen: Bereits beim ersten Hören besticht der vorzügliche Gesamtklang, die perfekte Staffelung der Instrumente. Die drei eingespielten Werke sind durchaus unterschiedlich in ihrer kompositorischen Intention und Anlage. Entsprechend klug wählt Spányi sein Instrumentarium: ein Cembalo für das Concerto Wq 27 und für das Konzert Wq 21 einen Tangentenflügel (von hervorragendem Klang!). Eingerahmt von diesen gewichtigen Konzertstücken nimmt sich die Sonatina in B-Dur Wq 110 als kleines Kuriosum aus, ein galantes, divertimentohaftes Stück von zauberhafter Anmut. Spányi wählt dafür geschickt Cembalo plus Tangentenflügel (mit Menno van Delft als Duopartner) – sehr zum Vorteil des Werkes. Die beiden Concerti zeigen Carl Philipp Emanuel Bach auf der Höhe seines Könnens. Herauszuheben seien etwa die berückend schöne (und ebenso gespielte) Siciliana des D-Dur-Konzerts, die mustergültig jene für Bach so charakteristische Verbindung von melodischer Raffinesse und harmonischer Tiefe auf das Schönste zur Geltung bringt oder das geniale Eröffnungstutti des a-Moll-Konzerts, das den Hörer fintenreich stets zur Aufmerksamkeit animiert. In den Händen von Spányi, van Delft und dem wunderbaren Opus X Ensemble erklingt diese herrliche Musik auf höchstem Niveau. Die Aufnahme vereint Feuer und Leidenschaft mit Akuratesse und Sensibilität, exakt jenen Eigenschaften, die die Musik Carl Philipp Emanuel Bachs als einen der eigenständigsten und wertvollsten Beiträge zur Musik des 18. Jahrhunderts ausweisen. Wie wenig der (durchaus oft wertend gemeinte und – wie ich finde – überaus unzutreffende, weil tendenziöse) Begriff „Vorklassik“ für C.Ph.E. Bach zu greifen vermag, demonstriert diese Einspielung exemplarisch. Sie nimmt die Musik in ihrer unverwechselbaren Eigenart ernst und lässt wieder ahnen, weshalb die Zeitgenossen den Komponisten als „Originalgenie“ feierten. Eine großartige CD.

Heinz Braun [16.04.2008]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 C.Ph.E. Bach Konzert D-Dur Wq 27 H 433 für Cembalo und Orchester 00:23:30
4 Sonatina B-Dur Wq 110 H 459 für Cembalo, Tangentenklavier, 2 Hörner, 2 Flöten und Streicher 00:13:10
7 Konzert a-Moll Wq 21 H 424 für Tangentenklavier und Streicher 00:29:53

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Miklós Spányi Cembalo, Tangentenklavier, Leitung
Menno van Delft Cembalo
Opus X Ensemble Ensemble
Petri Tapio Mattson Dirigent
 
1587;7318590015872

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