Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

Aktuelle Infos und Kurzporträts

Paul Abraham 125. Geburtstag

02.11.17 (* vor 126 Jahren † vor 58 Jahren)

* 1892

2

November

Vom erfolgreichsten Bühnenkomponisten seiner Zeit zum vergessenen, psychisch kranken Mann – so verlief das Leben des ungarischen Operettenkomponisten Paul Abraham. Vor 125 Jahren, am 2. November 1892, wurde er in Apatin geboren. Ursprünglich war es nicht sein Ziel, Operettenkomponist zu werden. Er studierte von 1910 bis 1916 an der Königlich-Ungarischen Musikakademie in Budapest und zunächst entstanden „ernste“ Werke: Kammermusik, Streichquartette, Orchesterwerke, ein Cellokonzert. Erst relativ spät wechselte er ins „leichtere“ Fach, als er 1927 Kapellmeister am Budapester Hauptstädtischen Operettentheater wurde. In der Folge erregte er mit vier Liedern, die er zur Operette Zenebona beisteuerte, Aufsehen. Seine erste eigene Operette entstand 1928 (Der Gatte des Fräuleins). Mit seiner zweiten Operette (Victoria und ihr Husar, 1939), errang er bereits einen durchschlagenden Erfolg. Ein Lied aus Der Gatte des Fräuleins machte ihn auch in Deutschland bekannt. Dieses steuerte Paul Abraham dem ersten UFA-Tonfilm Melodie des Herzens bei. Unter dem Titel Bin kein Hauptmann, bin kein großes Tier, gesungen von Willy Fritsch, wurde die Komposition zu einem riesigen Schallplattenerfolg. Rasch wurde Abraham in Deutschland und über die Grenzen hinaus populär. Er übersiedelte nach Berlin und wurde dort Anfang der 1930er zum gefragtesten Komponisten seiner Zeit. Seine Operetten Victoria und ihr Husar, Blume von Hawaii und Ball im Savoy wurden die erfolgreichsten musikalischen Bühnenstücke in ganz Europa. Gleichzeitig verfasste er zahlreiche Filmmusiken zu Produktionen in Deutschland und im europäischen Ausland. Mit der Machtergreifung der Natinalsozialisten wurde die Erfolgsgeschichte Paul Abrahams jedoch jäh und nachhaltig beendet. Als Jude musste er aus Deutschland fliehen und gelangte über Wien und Paris nach New York. Dort konnte er allerdings nicht Fuß fassen, er geriet in wirtschaftliche Not und erlitt 1951 einen Nervenzusammenbruch, der seine Überführung in eine Heilanstalt notwendig machte. 1956 ermöglichten ihm Freunde die Rückkehr nach Deutschland. Am 6. Mai 1960 starb Paul Abraham nach einer schweren Krebserkrankung in einer Hamburger Nervenklinik.


Empfehlung vom Mai 2012

CD der Woche am 28.05.2012

André Watts Piano Recital 1986

André Watts<br />Piano Recital 1986

Bestellen bei jpc

Kometenhaft war der Aufstieg von André Watts am Pianistenhimmel. Der 1946 in Nürnberg geborene Sohn eines afroamerikanischen Unteroffiziers und einer ungarischen Pianistin, der ab seinem achten Lebensjahr in den USA aufwuchs und an der Philadelphia Musical Academy studierte, trat im zarten Alter [...]

Klassik Heute
Empfehlung

→ Alle Porträts


⇑ nach oben

AGBs Impressum Kontakt Mediadaten Sitemap Datenschutz

© Klassik Heute

jpc