Am 14. Juli 1939 wurde der Schweizer Klarinettist Eduard Brunner in Basel geboren. Der Meister der Klarinette war als Solist und Kammermusikpartner weltweit bekannt und gefragt. Die Basis für seine Karriere erwarb er sich am Konservatorium in Basel, das er mit 18 Jahren mit dem Solisten- und Orchesterdiplom abschloss. Im Anschluss daran vertiefte er seine Studien bei Louis Cahuzac in Paris und startete bereits mit 20 Jahren seine Karriere als Solist und Kammermusiker. Häufige Partner waren ihm der gleichaltrige Oboist Heinz Holliger und der etwas ältere Flötist Aurèle Nicolet, beide mit ihren Instrumenten ähnlich bekannt und erfolgreich wie Brunner. 1962 wurde Brunner Soloklarinettist bei den Bremer Philharmonikern, 1963 wechselte er in gleicher Position zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Raphael Kubelik. Als Professor für Klarinette in Saarbrücken und Karlsruhe gab Eduard Brunner zwischenzeitlich sein Wissen und Können auch im Unterricht an Studierende weiter. Rund 250 Werke aus dem umfangreichen Klarinetten-Repertoire spielte er in zahlreichen Platten- und CD-Aufnahmen mit prominenten Partnern wie Alfred Brendel, Oleg Kaga, Gidon Kremer, András Schiff, Juri Bashmet, Kim Kashkashian oder Natalia Gutman ein. Viele Komponisten schrieben für ihn Konzerte und Kammermusikwerke, u.a. Christóbal Halffter, Edisson, Denisow, Augustyn Bloch, Toshio Hosokawa und vor allem Helmut Lachenmann. Auch bei namhaften Wettbewerben wie dem ARD Musikwettbewerb war die Erfahrung und das künstlerische Urteil Eduard Brunner als Juror regelmäßig gefragt. Sein letztes öffentliches Konzert gab der Künstler bei der Saarbrücker Sommermusik 2016 zusammen mit den Et Arsis Piano Quartet. Eduard Brunner starb am 27. April 2017 in München im Alter von 77 Jahren.
»Eduard Brunner: Biographie und Einspielungen«
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