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G.v. Einem, Dantons Tod

06.08.17 (UA vor 71 Jahren)

UA 1947

6

August

Mit der Uraufführung der Oper Dantons Tod am 6. August 1947 in Salzburgwurde der Name Gottfried von Einem in der Musikwelt bekannt – nicht zuletzt deshalb, weil es auch die erste Oper eines zeitgenössischen Komponisten war, die in Salzburg uraufgeführt wurde. Gottfried von Einem hat in Berlin bei Boris Blacher Komposition studiert und das Libretto nach Georg Büchners Drama mit Blacher zusammen erarbeitet. Die Oper ist in 17 Abschnitte gegliedert und entscheidend geprägt von großen Chor- und Volksszenen, so dass man beinahe von einer „Choroper“ sprechen könnte. Die Solopartien sind dagegen überwiegend deklamatorisch angelegt. Dadurch erhält die Rolle des Volkes einen sehr hervorgehobenen Stellenwert. Mit einem gespenstischen Diminuendo klingt die Oper aus und findet in Luciles Gesang („Es ist ein Schnitter, heißt der Tod“) als Quintessenz des Werkes ihren schwermütigen Ausdruck. Gottfried von Einem schuf noch weitere Opern, Ballette und Orchesterwerke in einem traditionsbewussten, eher gemäßigt modernen Stil. Kritiker bezeichneten ihn deshalb als „epigonal“ und „eklekzistisch“ – das Publikum aber nahm seine Werke dankbar auf.


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