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Komponisten mit Lebensdaten insgesamt: 3376

Jon Leifs

* 01.05.1899 Solheimar Farm
† 30.07.1968 Rejkjavik

Vor 50 Jahren starb der einzige international erfolgreiche isländische Dirigent und Komponist Jón Leifs. Er wurde am 1. Mai 1899 auf der Farm Sólheimar auf Island geboren. 1916 ging nach Leipzig, um am dortigen Konservatorium Klavier zu studieren. 1921 schloss er das Studium ab, wollte allerdings nicht Pianist, sondern Dirigent und Komponist werden. Sein Kompositionsstudium ergänzte er u.a. bei Ferruccio Busoni. In den 1920er Jahren dirigierte er etliche Sinfonieorchester in Deutschland, in Tschechien, Norwegen und Dänemark und wurde so der einzige international erfolgreiche isländische Dirigent. Eine feste Anstellung konnte er jedoch nicht erringen. 1926 gab er im Verlauf einer Tournee durch Norwegen, die Färöer Inseln und Island mit den Hamburger Philharmonikern die allerersten sinfonischen Konzerte in Island überhaupt. In dieser Zeit verfasste er auch zahlreiche Schriften über Musik und Interpretation. Mit Klavierbearbeitungen isländischer Volksmusik begann um diese Zeit seine Laufbahn als Komponist. Ab etwa 1930 konzentrierte er sich immer stärker auf große Orchesterwerke, von denen einige allerdings erst nach seinem Tod aufgeführt wurden. Die meisten dieser Werke sind von isländischen Naturphänomenen inspiriert. So beschreibt Hekla einen Ausbruch des Vulkans Hekla, Dettifoss wiederum stellt Europas mächtigsten Wasserfall im Nordosten Islands nach. 1935 wurde Leifs Musikdirektor der isländischen Rundfunkanstalt, gab diesen Posten 1937 allerdings wieder auf, da er seine Vorstellungen nicht verwirklichen konnte und ging wieder nach Deutschland. 1947 kehrte er wieder nach Island zurück, wo er bis zu seinem Lebensende blieb. Er setzte sich für die musikalische Erziehung und die Künslterrechte ein, aber auch politisch für die Ratifizierung der Berner Konvention durch Island. Mit dem tragischen Tod seiner jüngeren Tochter 1947 traf ihn ein schwerer Schicksalsschlag. Zu ihrem Gedenken schrieb Leifs vier Kompositionen (Requiem op. 33b, Torrek op. 33A für Singstimme und Klavier, In memoriam op. 35 für Frauenchor und das Streichquartett op. 36 Vita et mors). Seine letzte Komposition, Consolation, Intermezzo für Streichorchester, vollendete Leifs nur wenige Wochen vor seinem Tod. Er starb am 30. Juli 1968 in Reykjavík an Lungenkrebs.

Diskographie [8] Werke [59]

Diskographie aktuelle Auswahl: 8

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Iceland Piano Music by Icelandic Composers

OC 813;4260034868137
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Dieses Album geht zurück auf eine Idee der Pianistin Susanne Kessel, die vom Goethe-Institut zu einem Konzert in Rejkjavik eingeladen wurde und zu diesem Zweck einige Stücke isländischer Komponisten als Zugaben vorbereitet hatte. Von dieser Musik ...

OehmsClassics OC 813 • 1 CD • 77 min.

30.07.08 [8 8 8]

Isländische Musik für Violine solo

ITM8-10;0794744081028
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Die isländische Violinsolo-Rundschau Rut Ingólfsdóttirs beginnt mit einem Frühwerk von Jón Leifs, dessen einziger Komposition für die Violine allein: der Studie op. 3, in welcher auf ein hinsichtlich Detailerfindung und Gesamteindruck ...

ITM ITM8-10 • 1 CD • 61 min.

01.10.00 [6 8 7]

Jón Leifs

complete songs

2170;7318590021705
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„Stattu, steinhús“ („Stehe, Steinhaus”): Wie mit einem Meißel haben sich mir die ersten sechs autographen Takte dieses Liedes ins Gedächtnis gegraben, die ich einst im achten Bande meiner schönen alten MGG (Sp. 535/36) entdeckte. Ein paar harte ...

BIS 2170 • 1 CD • 80 min.

07.04.16 [10 10 10]

Jon Leifs: Edda (Part 1: The Creation of the World - Oratorium)

1350;7318599913506
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Wenn es überhaupt etwas gibt, was mich an dieser Produktion stört, dann ist es die Wehleidigkeit, die den wiederum sehr lesenswerten, höchst informativen Begleittext durchzittert und die mich, wenn sie denn authentisch sein sollte, erheblich an der ...

BIS 1350 • 1 CD/SACD stereo/surround • 76 min.

08.02.08 [10 9 9]

J. Leifs

BIS-CD-1050;7318590010501
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Der Isländer Jon Leifs, Meister der orchestralen Klangeruptionen, wußte auch die menschliche Stimme höchst effektvoll einzusetzen - allerdings mitunter so rücksichtslos gegenüber ihren technischen Möglichkeiten, daß sich der Aufführung ernsthafte ...

BIS BIS-CD-1050 • 1 CD • 56 min.

01.02.01 [8 6 7]

J. Leifs

BIS-CD-1030;7318590010303
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Unter En Shao liefern die Isländer ausgezeichnete CD-Ersteinspielungen von Jón Leifs' Island-Ouvertüre, einiger Sätze aus der frühen Galdra Loftr-Suite (ohne Ouvertüre) und des viertelstündigen Streicher-Poems Réminiscence du Nord von 1952. Die 1926 ...

BIS BIS-CD-1030 • 1 CD • 65 min.

01.12.99 [8 6 8]

J. Leifs

BIS-CD-930;7318590009307
zur Besprechung
Die dritte Folge von Jón Leifs' Orchesterwerken bei BIS bringt Licht in die Entwicklung des Isländers zu kompositorischer Eigentümlichkeit. Im Zentrum des 1930 vollendeten Orgelkonzerts steht eine motivisch von Bachs c-Moll-Vorbild angeregte, extrem ...

BIS BIS-CD-930 • 1 CD • 56 min.

01.07.99 [8 8 10]

J. Leifs

BIS-CD-1080;7318590010808
zur Besprechung
Wer sich in den siebziger Jahren für die Musik von Jón Leifs interessierte, hatte eigentlich nur zwei Möglichkeiten: entweder selbst auf die Insel zu fliegen oder vielleicht einen reisefreudigeren Kommilitonen aus der Skandinavistik zu bitten, sich ...

BIS BIS-CD-1080 • 1 CD • 73 min.

16.08.04 [10 9 9]

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