Der Komponist Ernest Bloch wurde am 24. Juli 1880 in Genf als jüngstes von drei Kindern geboren. Seine Eltern Maurice und Sophie betrieben ein Souveniergeschäft. Mit neun Jahren begann Ernest, Violine zu spielen und machte dabei so gute Fortschritte, dass er 1894 an das Konservatorium in Genf wechseln konnte. Zwei Jahre später ging er gegen den Willen seiner Eltern nach Brüssel, um bei dem berühmten Violinvirtuosen Eugène Ysaÿe weiter zu studieren. 1899 wechselte er an das Dr. Hoch’sche Konservatorium nach Frankfurt. Dort lernte er die Pianistin Margarethe Augusta Schneider kennen, die er 1904 heiratete. 1901 wechselte er erneut die Hochschule und beendete sein Stium in München bei Ludwig Thuille. Nach dem Studium ließ er sich mehrere Jahre in Paris nieder. Dort machte er u.a. die Bekanntschaft mit Claude Debussy. Er konnte sich allerdings als Musiker und Komponist noch nicht durchsetzen und musste zweitweise im elterlichen Geschäft mitarbeiten, da er anderweitig keine Anstellung fand. 1909/1910 war er kurzzeitig als Konzertdirigent in Neuchâtel und Lausanne tätig, gleichzeitig wirkte er am Genfer Konservatorium als Kompositionslehrer und hielt bis 1915 Vorlesungen. 1916 ging er als Orchesterleiter mit einer Tanzgruppe auf eine Tournee durch Nordamerika. Am 29. Dezember desselben Jahres konnte er mit der Uraufführung seines ersten Streichquartetts erstmals als Komponist auf sich aufmerksam machen. 1917 zog er nach New York und unterrichtete am heutigen Mannes College of Music. 1919 gewann er für seine Suite für Viola den Elizabeth-Sprague-Coolidge-Preis. Daraufhin wurde Bloch am 11. Juli 1920 als Musikdirektor an das in Aufbau befindliche Cleveland Institute of Music berufen. 1926 wechselte er an das San Francisco Conservatory of Music. 1928 gewann er mit seiner Rhapsody nach einstimmigem Juryurteil den mit $3000,- dotierten Musikwettbewerb von Musical America und 1929 den mit $25,000,- dotierten Preis beim Musikwettbewerb der Victor Company. Schließlich erhielt Bloch einen für zehn Jahre ausgerichteten Trust Fund über $50.000,- mit einer jährlichen Auszahlung von $5000,-. Dieser Trust Fund war an keine Bedingungen geknüpft, Bloch war von allen Lehrverpflichtungen befreit, so dass er sich ganz dem Komponieren widmen konnte. Da er auch in der Ortswahl frei war, entschied er sich 1930, zurück in die Schweiz nach Roveredo zu gehen. 1941 kehrte er zurück in die Vereinigten Staaten, wo er sich in Agate Beach niederließ, weil ihn die Berge und Wälder Oregons an seine Schweizer Heimat erinnerten. Am 15. Juli 1959 starb Ernest Bloch in einem Krankenhaus in Portland an Darmkrebs. Er hat u.a. 2 Opern, 5 Sinfonien, 5 sinfonische Dichtungen, 3 Orchestersuiten, die Rhapsodie Amerika, Konzerte für verschiedene Instrumente sowie eine Reihe von Kammermusikwerken hinterlassen.
»Ernest Bloch: Biographie und Einspielungen«
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