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Komponisten: Aktuelle Infos

Hans Werner Henze 100. Geburtstag

dt. Komponist


Den 100. Geburtstag eines der bedeutendsten Komponisten der Moderne kann die Musikwelt 2026 feiern: Am 1. Juli 1926 wurde Hans Werner Henze in Gütersloh geboren. Er wuchs in einer großen Familie mit fünf jüngeren Geschwistern auf und zeigte schon sehr früh Interesse an Musik und Kunst. Seine ersten Kompositionen – Klavierstücke – entstanden im Alter von zwölf Jahren. Er studierte in Braunschweig und Heidelberg und war dort Schüler von Wolfgang Fortner. 1948/49 war er musikalischer Leiter des Deutschen Theaters in Konstanz. 1949 ging er nach Darmstadt und schließlich nach Paris, um bei René Leibowitz Schönbergs Zwölftontechnik zu studieren, 1950-53 war er Leiter am Staatstheater Wiesbaden. Der internationale Druchbruch gelang ihm in der Zusammenarbeit mit Ingeborg Bachmann 1964 mit der Oper Der junge Lord. Henze schuf mehr als 40 Bühnenwerke und zehn Sinfonien. Die meisten seiner 15 Opern haben schnell Eingang ins internationale Repertoire gefunden. Henze gilt als der meistgespielte zeitgenössische Komponist. Zu seinen bekanntesten Werken zählen neben der 9. Sinfonie unter anderem die Opern Boulevard Solitude (1952), König Hirsch (1956), Der Prinz von Homburg (1960), sowie die Elegie für junge Liebende (1961), mit der Henze seinen Ruf als Opernkomponist festigte und Die Bassariden, die 1966 in Salzburg bejubelt wurde. Henze war ein äußerst vielseitiger Komponist. Sein Werkverzeichnis enthält Stücke aller musikalischen Gattungen. Mit dem „Cantiere Internazionale d’Arte Montepulciano“ und der „Münchener Biennale – Internationales Festival für Neues Musiktheater“ hat Henze zwei Festivals geschaffen, die den Beginn bedeutender Karrieren markieren und aus dem internationalen Kulturleben nicht mehr wegzudenken sind. Hans Werner Henze hat zahlreiche Ehrungen erhalten, darunter mehrere Ehrendoktorwürden, den „Praemium Imperiale“ des Kaisers von Japan, das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und die Ernennung zum „Chevalier de la Légion d’honneur“. Bis zu seinem Tod war er im Musikleben aktiv, zuletzt als „Capell-Compositeur“ der Dresdner Staatskapelle. Hans Werner Henze starb am 27. Oktober 2012 in Dresden. Er lebte seit 1952 in Italien und wurde in seiner Wahlheimat Marino bei Rom beigesetzt.

»Hans Werner Henze: Biographie und Einspielungen«

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Adam Krieger 360. Todestag

dt. Komponist


Am 30. Juni 2026 war der 360. Todestag des deutschen Komponisten und Kirchenmusikers Adam Krieger. Er wurde am 7. Januar 1634 in Driesen im heutigen Polen geboren. Seine Ausbildung erhielt er bei Samuel Scheidt in Halle, ab 1650 in Leipzig. 1655 setzte er sich als Nachfolger von Jahnn Rosenmüller für die Besetzung der Organistenstelle an der Leipziger Nikolaikirche gegen Werner Fabricius durch. Im Jahre 1657 veröffentlichte er eine erste berühmt gewordene Liedersammlung. Die Texte dichtete er selbst. Im selben Jahr rief ihn Kurfürst Johann Georg II. an den sächsischen Hof nach Dresden. Dort unterrichtete er die Tochter des Kurfürsten am Clavichord. Seine Bewerbung für die Stelle als Thomaskantor in Leipzig blieb ohne Erfolg, da sich nicht zum Schulunterricht verpflichten lassen wollte. 1658 wurde er zum Hoforganisten berufen.vKiregers Bedeutung liegt vor allem auf dem Gebiet des Liedes. Diese Gattung der „Arien“ führte er auf eine bis dahin nicht erreichte Höhe, wodurch er zu einem der beliebtesten deutschen Liedkomponisten seines Zeitalters wurde.

»Adam Krieger: Biographie und Einspielungen«

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