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Komponisten: Aktuelle Infos

Jacques Fromental Halévy 225. Geburtstag

frz. Komponist


Der 27. Mai ist der Geburtstag des Schöpfers eines der gewichtigsten französischen Werke der Grand opéra: Jacques Fromental Halévy wurde 1799 als Sohn des jüdischen Kantors Élie Halfon Halévy in Paris geboren. Mit seiner Oper La Juive feierte er 1835 seinen größten Triumph. Trotz eher für seine allgemein antisemitische Haltung bekannt, verfasste selbst Richard Wagner 1842 eine enthusiastische Rezension für die Dresdner Abend-Zeitung und Gustav Mahler schrieb: „… ich bin ganz hingerissen von diesem wundervollen, großartigen Werke und zähle es zu dem Höchsten, was je geschaffen worden ist.“ Knapp neun Jahre alt, konnte Jacques bereits 1809 in das Pariser Konservatorium eintreten, wo er von Luigi Cherubini unterrichtet und protegiert wurde. Nach zwei zweiten Plätzen bei der Teilnahme im Wettbewerb um den begehrten Prix de Rome konnte Halévy im dritten Anlauf mit der Kantate Herminie den ersten Platz erringen. Wegen des Todes seiner Mutter musste er den damit verbundenen Aufenthalt in Rom verschieben. Dafür konnte er aber ein Auftragswerk anlässlich des öffentlichen Trauergottesdienstes für den ermordeten Herzog von Berry am 24. März 1820 annehmen und erzielte mit dem Marche Funebre et De Profundis en hébreu für Tenor, dreistimmigen Chor und Orchester erste größere Aufmerksamkeit. Seine erste Anstellung war die eines Chorleiters am Théâtre Italien in Paris. Seine Bemühungen um die Aufführung seiner Oper L'artisan waren 1827 schließlich an der Opéra Comique erfolgreich, wenngleich auch der Erfolg relativ bescheiden war. Sie verschaffte ihm immerhin die Stelle als Chorleiter an der Opéra Comique. Im selben Jahr erhielt Halévy eine Professur für Harmonielehre und Instrumentalbegleitung am Konservatorium. Im Jahr 1833 wurde er Professor für Kontrapunkt und Fuge, 1836 wurde er Mitglied des Institut de France sowie Mitglied der Académie des Beaux-Arts. Unter seinem Vorsitz legte ein Komitee die Standard-Tonlage des Orchesterkammertons (a’) fest. Im Jahre 1840 wurde Halévy schließlich auch Professor für Komposition. Seinem großen Erfolg mit La Juive konnte er jedoch nichts Ebenbürtiges mehr folgen lassen. Seine Kantate Prométhée enchaîné, die 1849 am Pariser Konservatorium uraufgeführt wurde, gilt als das erste klassische Werk mit Orchester, das Vierteltöne benutzt. Halévy starb zurückgezogen am 17. März 1862 in Nizza im Alter von 62 Jahren. Seine letzte unvollendete Oper Noé wurde von seinem einstigen Schüler und späteren Schwiegersohn Georges Bizet vervollständigt. Die Uraufführung selbst fand allerdings erst zehn Jahre nach Bizets Tod statt.

»Jacques Fromental Halévy: Biographie und Einspielungen«

Gustav Holst 90. Todestag

brit. Komponist


Der britische Komponist Gustav Holst, geboren am 21. September 1874 in Cheltenham, strebte ursprünglich eine Karriere als Pianist an, musste diese Pläne aber wegen einer Nervenentzündung des Armes aufgeben und studierte daraufhin Komposition und Posaune am Royal College of Music in London. Nach dem Studium arbeitete er zwischen 1898 und 1903 in verschiedenen Orchestern als Posaunist, war als Musiklehrer tätig und wurde schließlich musikalischer Direktor an der St Paul's Mädchenschule in Hammersmith. Zwischen 1919 und 1923 lehrte er Komposition am Royal College of Music sowie an der Universität in Reading. Seit 1896 war er mit dem Komponisten und Dirigenten Ralph Vaughan Williams befreundet. Gustav Holst, der stilistisch der Spätromantik zugerechnet wird, erlangte vor allem durch seine siebensätzige Orchestersuite The Planets große Popularität. Holsts Musik hatte einen nachhaltigen Einfluss auf die jüngere Generation britischer Komponisten. Gustav Holst ist am 25. Mai 1934 in London gestorben.

»Gustav Holst: Biographie und Einspielungen«

Duke Ellington 50. Todestag

US-amer. Komponist und Jazzpianist


Edward Kennedy „Duke“ Ellington, geboren am 29. April 1899 in Washington D.C., war einer der bedeutendsten und einflussreichsten US-amerikanischen Jazzmusiker überhaupt. Als Pianist war er einer der wichtigsten Neuerer des "Stride-Piano", eines improvisiertes Klavierstils, der auf den Ragtime zurückgeht und zu einem Stilmerkmal des Swing wurde. Seine ersten großen Erfolge als Bandleader erzielte er mit dem "jungle style" Ender der 20er Jahre im New Yorker "Cotton Club". Seine Big Band zählte bis weit über die 60er Jahre hinaus zu den führenden Jazzorchestern. Er trug nicht nur wesentlich zur Ausprägung des Swing als Bigband-Stil bei, sondern öffnete sich selbst auch sehr experimentierfreudig Einflüssen der Avantgarde, des Modern Jazz und der Klassik. Von seinen über 2000 Kompositionen wurden etwa hundert zu Jazzstandards (Sophisticated Lady, In a Sentimental Mood, Cotton Tail, Take the “A” Train). Am 24. Mai 1974 starb Duke Ellington in New York an einer Lungenentzündung.

»Duke Ellington: Biographie und Einspielungen«

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Ignaz Moscheles 230. Geburtstag

tschech. Komponist


Der Komponist Ignaz Moscheles, geboren am 23. Mai 1794 in Prag, war ein gefeierter Klaviervirtuose, der ab 1808 in Wien lebte und bald auch als Musikpädagoge berühmt wurde, nachdem er bei Johann Georg Albrechtsberger und Antonio Salieri Unterricht erhalten hatte. In Wien lernte er zahlreiche berühmte Komponisten kennen, darunter Muzio Clemente, Nepomuk Hummel, Louis Spohr und vor allem Ludwig van Beethoven, für den er 1814 den ersten Klavierauszug von Fidelio anfertigte. Ab 1825 lehrte er an der Royal Academy of Music in London, wo er u.a. Beethovens Missa solemnis und die neunte Sinfonie erstmals in England dirigierte und von 1846 an auf Vermittlung von Felix Mendelssohn Bartholdy am Konservatorium von Leipzig. Sein Œuvre umfasst Kammermusik, Klavierkonzerte- und Sonaten, Etüden, Lieder und die Sinfonie in C-Dur.

»Ignaz Moscheles: Biographie und Einspielungen«

Hans Pfitzner 75. Todestag

dt. Komponist


Hans Pfitzner wurde am 5. Mai 1869 in Moskau als Sohn einer Pianistin und eines Geigers geboren. 1886-1890 studierte er am Hochschen Konservatorium in Frankfurt am Main. Anschließend war er als Kapellmeister, Lehrer und Akademieleiter in Mainz, Berlin, Straßburg und München tätig. Nach 1934 betätigte er sich international als Dirigent, Pianist und Opernregisseur. Als Komponist war er einerseits fest in der deutschen romantischen Dichtung und Musik verwurzelt, andererseits artikulierte er sich mit aggressiver Intellektualität, die ein Kennzeichen des beginnenden 20. Jahrhunderts war. Nicht nur zu Lebzeiten war er daher einerseits umstritten und wurde heftig bekämpft, andererseits von seiner Anhängerschaft sektiererisch verehrt. In seinem Hauptwerk Palestrina spannt er einen weiten Bogen von der Gregorianik und der Polyphonie des 16. Jahrhunderts bis in die Neuzeit. Sein 70. Todestag war am 22. Mai 2019.

»Hans Pfitzner: Biographie und Einspielungen«

Fats Waller 120. Geburtstag

US-amer. Jazz-Pianist und Komponist


Fats (Thomas) Waller war ein stilbildender US-amer. Jazzmusiker, der einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung des Jazz der 20er Jahre hin zum Swing der 30er und 40er Jahre hatte. Er entwickelte den sog. "Harlem Stride Piano"-Stil zur Perfektion. Seine Laufbahn begann er als Kino-Organist in Harlem, ab 1922 war er in New York City häufig Begleiter berühmter Bluessängerinnen wie Bessie Smith. Aus dieser Zeit stammen auch seine ersten Aufnahmen. 1926 begann die Zusammenarbeit mit dem Plattenlabel Victor, das bis zu seinem Tod sein Hauptlabel blieb. Ab 1930 trat er mehr und mehr als Solist und Leiter eigener Bands in Erscheinung, machte Rundfunkprogramme und trat 1935 sogar in zwei Hollywoodfilmen in Erscheinung. Von seinen über 400 eigenen Songs gehören heute zahlreiche Titel (u.a. Honeysuckle Rose, Ain't Misbehavin') zum Standardrepertoire des Jazz. Fats Waller starb 1943 an den Folgen einer Lungenentündung. Sein 110. Geburtstag war am 21. Mai 2014.

»Fats Waller: Biographie und Einspielungen«

Mikhail Glinka 220. Geburtstag

russ. Komponist


Mikhail Glinka war der erste russische Komponist, der große Anerkennung innerhalb des eigenen Landes erfuhr. Er wird häufig als "Vater der russischen klassischen Musik" angesehen. Seine Kompositionen hatten großen Einfluss auf spätere russische Komponisten, speziell auf die Mitglieder des "Mächtigen Häufleins". Ursprünglich hatte Glinka Sprachen studiert, Musik betrieb er nur nebenbei. 1830-1836 ging er aus gesundheitlichen Gründen nach Italien, wo er Donizetti, Bellini und Mendelssohn Bartholdy traf, mit deren Musik er sich eingehend beschäftigte. Siegfried Dehn in Berlin wies ihm schließlich den Weg zu der national-russischen Kompositionsweise, die ihm den Erfolg bringen sollte ­ u.a. mit Opern wie Das Leben für den Zaren oder Iwan Sussanin. Seinen Erfolg verdankte er nicht zuletzt auch Franz Liszt und Hector Berlioz, die ihn nachdrücklich förderten. Er lebte abwechselnd in Rußland, Frankreich, Spanien und Deutschland, wo der 1857 starb. Sein 210. Geburtstag war am 20. Mai 2014.

»Mikhail Glinka: Biographie und Einspielungen«

Alle Porträts im Mai

Uraufführungen im Mai

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