Anzeige

Teilen auf Facebook RSS-Feed Klassik Heute
Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Interpreten: Aktuelle Infos

Interpreten

Midori 50. Geburtstag

japan. Geigerin

* 1971

25

Oktober

vor 50 Jahren

in Osaka


Sie zählt zu den großen Geigerinnen der Gegenwart, wurde von „Musical America“ 2002 zur „Besten Instrumentalistin des Jahres“ gewählt und feiert am 25. Oktober dabei erst ihren 45. Geburtstag: die japanische Geigerin Midori. 1971 in Moriguchi (Osaka) geboren, begann sie bereits im frühesten Alter unter der Anleitung ihrer Mutter – selbst eine Geigerin – Geige zu spielen. 1981 nahm Midori am Sommerkurs des Aspen Music Festival unter der Leitung von Dorothy DeLay teil und durfte im März 1982 ein Studium im Rahmen des Pre College Program an der Juilliard School beginnen. Daneben besuchte sie die private Professional Children's School, an der sie 1991 den Highschool-Abschluss erlangte. Im Frühjahr 1995 begann sie ein Studium mit dem Schwerpunkt Psychologie und Geschlechterforschung an der Gallatin School of Individualized Study (New York University) und graduierte 2000 als Bachelor of Arts mit dem Prädikat „Magna cum laude“, 2005 erhielt sie den Master of Arts in Psychologie. Bereits am 30. Dezember 1982 hatte sie als Elfjährige mit dem New York Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Zubin Mehta in der Avery Fisher Hall in Manhattan als Solistin debütiert. In Tanglewood begeisterte sie im Alter von 14 Jahren Publikum, Kritiker und Musiker gleichermaßen, als sie den fünften Satz von Leonard Bernsteins Serenade, die er selbst dirigierte, wegen zweier gerissener E-Saiten auf drei verschiedenen Geigen meisterte. Sie war bald eine international gefragte Violinvirtuosin und tritt regelmäßig als Solistin unter der Leitung namhafter Dirigenten mit den weltweit bedeutendsten Orchestern sowie mit Recitalturneen auf. Dennoch nagten Selbstzweifel und Minderwertigkeitsgefühle an ihr, so dass sie 1994 – auch als Folge ihres zwanghaften Perfektionsstrebens – einen völligen Zusammenbruch erlitt. In einer fünfjährigen Therapiephase mit mehreren Klinikaufenthalten konnte sie jedoch diese depressive Krise überwinden und kam selbst in dieser Zeit ihren Konzertverpflichtungen nach. 2001 wurde Midori als Dozentin für Violine an die Manhattan School of Music berufen, 2004 folgte sie einem Ruf als Professorin für Violine auf den Jascha-Heifetz-Lehrstuhl für Musik an der Thornton School of Music (University of Southern California). Seitdem lebt Midori in Los Angeles. Neben ihrer erfolgreichen künstlerischen Karriere hat sich die Geigerin mit der Gründung der Organisation „Midori & Friends“ besonders für die musikalische Förderung und Bildung vor allem in den USA und in Japan eingesetzt mit dem Ziel, den Menschen unabhängig von Herkunft und Alter den Zugang zur Musik zu ermöglichen. Midori erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Avery Fisher Prize (2001) sowie Japans höchste künstlerische Ehrung, den Crystal Award, sowie den Suntory Hall Award. In den letzten Jahren wurde besonders ihr Engagement für „Midori & Friends“ mit Ehrungen bedacht. Klassik Heute wünscht der engagierten Künstlerin mit allen Klassikfans weiterhin viel Erfolg und alles Gute.

Die besten Besprechungen mit Midori

07.12.2007
»zur Besprechung«

Ludwig van Beethoven, 3 Sonates op. 12 / Zig Zag Territoires
Ludwig van Beethoven, 3 Sonates op. 12 / Zig Zag Territoires

22.12.2005
»zur Besprechung«

 / harmonia mundi
/ harmonia mundi

23.07.2002
»zur Besprechung«

 / Sony Classical
/ Sony Classical

23.09.2002
»zur Besprechung«

Midori 20th Anniversary Album / Sony Classical
Midori 20th Anniversary Album / Sony Classical

12.11.2003
»zur Besprechung«

 / Sony Classical
/ Sony Classical

» Midori: Biographie und Einspielungen«

Anzeige

Sena Jurinac 100. Geburtstag

bosn.-österr. Sängerin (Sopran)

* 1921

24

Oktober

vor 100 Jahren

in Travnik


Sena Jurinac, eine der großen Sopranistinnen unseres Jahrhunderts und Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper, wurde am 24. Oktober 1921 in Travnik (Bosnien) geboren. Die Tochter eines Arztes und einer Wienerin trat nach dem Besuch der Musikakademie in Zagreb zunächst in der Oper von Zagreb auf, bevor sie an die Wiener Staatsoper engagiert wurde, wo sie bald zum Publikumsliebling avancierte. Ihr Staatsoperndebüt gab sie am 1. Mai 1945 in der ersten Aufführung des Staatsopernensembles nach Kriegsende im Volksoperngebäude als Cherubino (Le nozze di Figaro) – eine Rolle, die sie insgesamt 129 Mal verkörperte. Zu ihren meistgesungenen Partien an der Wiener Staatsoper zählen Octavian (Der Rosenkavalier), Mimì (La Bohème), Donna Elvira (Don Giovanni), Komponist (Ariadne auf Naxos), Elisabeth (Don Carlo) und Feldmarschallin (Der Rosenkavalier). Als Feldmarschallin feierte sie am 20. November 1982 ihren Abschied von der Staatsopernbühne. Insgesamt war sie hier in 1.268 Vorstellungen mit 46 verschiedenen Partien zu erleben. Gastauftritte führten Sena Jurinac, die auch als Lied- und Oratoriensängerin große Erfolge feierte, an alle wichtigen Bühnen und viele Festivals im In- und Ausland, so etwa an das Londoner Royal Opera House Covent Garden, nach San Francisco, an das Teatro Colón in Buenos Aires, an die Mailänder Scala sowie zu den Festspielen von Salzburg und Glyndebourne. 1951 wurde sie zur Kammersängerin ernannt. Am 22. November 2011 ist die Kammersängerin kurz nach Vollendung ihres 90. Geburtstages in ihrem Haus nahe Augsburg verstorben.

»Sena Jurinac: Biographie und Einspielungen«

Håkan Hardenberger 60. Geburtstag

schwed. Trompeter

* 1961

21

Oktober

vor 60 Jahren

in Malmö


Håkan Hardenberger ist einer der führenden Trompetensolisten der klassischen Musik unserer Zeit. Er wurde am 21.Oktober 1961 in Malmö geboren. Mit acht Jahren erhielt er den ersten Trompetenunterricht bei Bo Nilsson. Er studierte am Konservatorium in Paris bei Pierre Thibaud und in Los Angeles bei Thomas Stevens und konnte sich schon mit jungen Jahren einen herausragenden Ruf als Trompetenvirtuose erwerben. Entsprechend steil entwickelte sich seine Solistenkarriere. Er spielte erfolgreich mit weltweit führenden Orchestern, darunter das Boston Symphony Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig, Royal Concertgebouw Orchestra, Wiener Philharmoniker, Berliner Philharmoniker oder das London Symphony Orchestra und arbeitet regelmäßig mit Dirigenten wie Daniel Harding, Ingo Metzmacher, Andris Nelsons, Sakari Oramo, Jukka-Pekka Saraste und John Storgårds zusammen. Er beherrscht nicht nur souverän und bravourös das klassische Repertoire, sondern erwarb sich besondere Verdienste als Förderer der zeitgenössischen Musik. Er animierte zahlreiche Komponisten, Werke für Trompete zu komponieren, darunter André Jolivet, Harrison Birtwistle, Hans Werner Henze, György Ligeti, Mark-Anthony Turnage, Rolf Martinsson und Arvo Pärt. Meistens wurde die Werke durch ihn uraufgeführt, sehr häufig waren die Werke auch Hardenberger gewidmet. Auch HK Gruber und Kurt Schwertsik ließen sich durch Hardenbergers Spiel zu neuen Kompositionen inspirieren. Darüber hinaus tritt Hardenberger auch als Dirigent in Erscheinung. In der Saison 2019/20 dirigiert er das Gewandhausorchester Leipzig, das Seoul Philharmonic Orchestra, Malmö Symphony Orchestra, Swedish Chamber Orchestra und Tasmanian Symphony Orchestra. Und nicht zuletzt ist er auch in Duo-Recitals zu erleben zusammen mit dem Pianisten Roland Pöntinen sowie mit dem Perkussionisten Colin Currie, mit dem er 2018 eine Aufnahme mit Duos von Komponisten wie Brett Dean und André Jolivet veröffentlichte. Seine umfangreiche Diskographie bei Philips, EMI, Deutsche Grammophon und BIS wurde im Herbst 2019 um seine Aufnahme mit Werken von Sally Beamish, Betsy Jolas und Olga Neuwirth (BIS) sowie der neuesten Version von Peter Eötvös‘ Trompetenkonzert „Jet Stream” (BMC) erweitert. Von 2016 bis 2018 war Hardenberger Artistic Director des Malmö Chamber Music Festivals. Er ist Professor am Malmö Conservatoire.

»Håkan Hardenberger: Biographie und Einspielungen«

Alle Porträts im Oktober

Uraufführungen im Oktober

»Alle Porträts«

Anzeige

Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Anzeige