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Komponisten mit Lebensdaten insgesamt: 3618

Leoš Janáček

* 03.07.1854 Hochwald
† 12.08.1928 Mährisch-Ostrau

Leoš Janáček wurde am 3. Juli 1854 in Hochwald (Mähren) geboren. Sein Vater war Lehrer, der das Musikstudium seines Sohnes nur unter schweren Opfern ermöglichen konnte. Leoš besuchte 1865 das Augustinerstift in Brünn, 1866 bis 1869 die deutsche Realschule und studierte 1869 bis 1872 an der „K.u.K. slawischen Lehrerbildungsanstalt“. Dort wurde er 1872 Musiklehrer und leitete verschiedene Chöre. Anschließend studierte er in Leipzig und Wien. von 1881 bis 1919 leitete er die Brünner Orgelschule, 1919 wurde er Kompositionslehrer am Prager Konservatorium und arbeitete schließlich als Forscher und Theoretiker über das Volkslied und über die „Melodie des gesprochenen Wortes“. Er sammelte Volkslieder seiner Heimat, beobachtete die Sprache seiner Landsleute und die Laute der Natur. Diese Studien flossen in seine Kompositionen ein, die „Sprachmelodie“ prägte seinen Stil nicht nur in den Vokalwerken. Seine Meisterwerke, die ihn weltberühmt machten, schrieb er fast alle in seinem letzten Lebensjahrzehnt (die Opern Katja Kabanowa, Das schlaue Füchslein, Die Sache Makropulos und Aus einem Totenhaus, die beiden Streichquartette, die Sinfonietta und die Glagolitische Messe). Janáček erfuhr viele internationale Ehrungten, er war u.a. Mitglied der Preußischen Akademie der Künste und der Tschechischen Akademie in Prag. Neben Smetana und Dvořák ist Janáček der bedeutendste tschechische Musiker der Neuzeit. Er starb am 12. August 1928 in Mährisch-Ostrau.

Biographie Diskographie [43] Texte [3] Werke [50]

Texte

Bremer Theater – Janácek: Das schlaue Füchslein

Ich erinnere mich noch immer lebhaft an meine eigene erste Begegnung mit diesem Werk vor etwa 15 Jahren: Ich saß in der Generalprobe einer Inszenierung der Musikhochschule Hannover, zu der mich ein mitwirkender Freund eingeladen hatte. Die naturhaften Bilder und die farbige, romantische Tonsprache, angereichert mit peppigen Rhythmen und volkslied-artiger Melodik taten das ihre: Schon nach kurzer Zeit war ich fasziniert und emotional überwältigt.

[Benjamin G. Cohrs, 5.2.2004]weiterlesen ...

Mährischer Verismo

Katja Kabanova an der Hamburgischen Staatsoper

Moral, Zwänge, Konventionen – das scheinen Begriffe von vorgestern zu sein, wenn man einige jüngere Premierenbesucher betrachtete, die mit diesen drei Akten so gar nichts anfangen konnten, sich langweilten und immer wieder offenbar ironische Zwischenbemerkungen machten. Ihr Innenleben ist allem Anschein nach nicht mehr von den Gefühlen zu erreichen, mit denen Janáceks mährischer Verismo die Titelfigur zum Glühen bringt – was das Team um Metzmacher und Decker eindringlich realisiert.

[Günter Zschacke, 10.4.2002]weiterlesen ...

Leoš Janáček

Hör-Tipps anhand von ausgewählten Werken

Nach wenigen Sekunden bereits ist ein Stück aus dem Werk Leoš Janáčeks zu erkennen: Unverwechselbar sind die rhythmische Energie, die überbordend-sinnliche Harmonik, die Kraft der hartnäckig repetierten und variierten Motive. Eine solche vollkomme čn eigene Sprache ohne direkte Vorläufer läßt sich in seinem Frühwerk noch nicht feststellen; so interessant die Werke der Jahre bis etwa zur Jahrhundertwende auch sind, das Bedeutendste schuf Janáček mit erstaunlicher Produktivität im Alter.

[Michael B. Weiß, 1.10.1999]weiterlesen ...

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