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Komponisten mit Lebensdaten insgesamt: 3618

Johann Sebastian Bach

dt. Komponist

* 21.03.1685 Eisenach
† 28.07.1750 Leipzig

Biographie Diskographie [619] Texte [4] Werke [1326]

Biographie

21.3.1685
geboren in Eisenach als sechstes Kind von Johann Ambrosius Bach und seiner Ehefrau Elisabeth. Der Vater ist Stadt- und Hofmusikus in Eisenach, die weit verzweigte Familie hat bereits viele erfolgreiche Musiker hervorgebracht.
1694
Tod der Mutter Elisabeth.
1695
Tod des Vaters Johann Ambrosius, die Erziehung und Ausbildung des neunjährigen Kindes geht nun auf den Bruder Johann Christoph in Ohrdruf über.
1700
Bach erhält ein Stipendium am Michaelsgymnasium in Lüneburg.
1703
Der jetzt 18jährige Bach erhält eine Stelle als Organist in Arnstadt. Er bezieht das stattliche Jahresgehalt von 85 Gulden.
1705
Bach bittet um vier Wochen Urlaub für eine Studienreise zum Orgelmeister Dietrich Buxtehude in Lübeck. Aus den vier Wochen werden allerdings vier Monate.
1706
Seine Dienstherren verübeln Bach seine lange Abwesenheit und rügen seine "komplizierten" Choräle.
1707
Bach wird Organist in Mühlhausen und heiratet seine entfernte Cousine Barbara Bach. Die erste große Kantate entsteht.
1708
Bach wird Hoforganist in Weimar, sein Ruf als Komponist und Organist verbreitet sich.
1710
Der älteste Sohn Wilhelm Friedmann Bach wird in Weimar geboren.
1714
Geburt des Sohnes Carl Philipp Emmanuel. Ernennung zum Konzertmeister und Dienstverpflichtung für die Komposition neuer Kantaten für den Gottesdienst.
1717
Das Orgelbüchlein, eine Sammlung von Choralvorspielen, entsteht. Wechsel als Hofkapellmeister nach Köthen zum Fürsten Leopold von Sachsen-Anhalt. Die Zeit in Köthen bezeichnet Bach später als die glücklichste seines Lebens. Die sechs Brandenburgischen Konzerte entstehen in dieser Zeit.
1720
Barbara Bach stirbt, während ihr Mann auf einer Reise ist. Das Ehepaar hatte vier Kinder. Ein halbes Jahr später heiratet Bach Anna Magdalena Wülcken.
1722
Das Wohltemperierte Klavier und das Klavierbüchlein für Anna Magdalena Bach entstehen.
1723
Bach wird Thomaskantor und Musikdirektor aller Kirchen in Leipzig. Zu seinen Pflichten gehört es, jeden Sonntag ein kirchenmusikalisches Werk zu vorgegebenen Bibeltexten aufzuführen. So entstehen im Laufe der Zeit 300 Kantaten, knapp 200 davon sind erhalten.
1729
Bach übernimmt ein Orchester, das 1701 von Georg Philipp Telemann gegründete Studentenorchester "Collegium Musicum", nicht zuletzt auch, um seine finanzielle Situation aufzubessern. Für das "Collegium Musicum" komponiert er Orchesterwerke und Konzerte.
1724
UA der Johannes-Passion in Leipzig.
1727
UA der Matthäus-Passion in Leipzig.
1733
Die h-Moll-Messe entsteht in Leipzig.
1734
UA des Weihnachtsoratoriums in Leipzig.
1735
Der jüngste Bach-Sohn wird in Leipzig geboren. Er ist der spätere "Mailänder"- und "Londoner Bach".
1736
Ernennung zum "Churfürstlich-sächsischen Hofkompositeur".
1741
Entstehung der Goldberg-Variationen.
1737
Aufgabe der Leitung des "Collegium Musicum" für zwei Jahre.
1744
Das Wohltemperierte Klavier - 2. Teil - entsteht.
1747
Reise nach Berlin und Empfang durch König Friedrich I. von Preußen. Ernennung zum Mitglied "Societät der musikalischen Wissenschaften". Sohn Johann Christian Friedrich wird Hofmusiker in Bückeburg.
28.7.1750
stirbt Bach in Leipzig. Er war gegen Ende seines Lebens blind geworden und zwei erfolglose Operationen verschlechterten seinen Zustand nur. Von seinen zwanzig Kindern aus zwei Ehen überlebten neun, darunter sein berühmter Sohn Carl Philipp Emanuel Bach, der ab 1768 als Nachfolger von Telemann Musikdirektor der Hauptkirchen Hamburgs wurde.

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