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Jean-Marie Leclair 250. Todestag

23.10.14 (* vor 320 Jahren † vor 253 Jahren)

† 1764

23

Oktober

Jean-Marie Leclair, geboren am 5. Oktober 1697 in Lyon, war Violinvirtuosen und Begründer der französischen Violinschule im 18. Jahrhundert. Als Sohn eines Korbflechters am 5.10.1697 in Lyon geboren, begann er seine berufliche Karriere als Tänzer und Ballettmeister in Lyon, ab 1722 war er Ballettmeister an der Turiner Oper. Ab Oktober 1723 lebte er in Paris, wo er sein Opus 1 – Zwölf Sonaten für Violine und B.c. – veröffentlichte. 1726 begegnete er in Turin Johann Joachim Quantz und dem bekannten Violinisten und Corelli-Schüler Giovanni Battista Somis, bei dem er sein Violinspiel vervollkommnete. 1728 veröffentlichte Leclair seine Sonaten Opus 2. Von 1733 bis 1737 war er „Ordinaire de la musique du roi“ am Hofe Ludwigs XV., dem er zum Dank sein Op. 2 widmete. Außerdem gab er bis 1737 zahlreiche öffentliche Konzerte bei den Concerts Spirituels bis er sich im Streit vom königlichen Orchester trennte. Von 1738 bis 1743 lebte er in den Niederlanden und arbeitete in Den Haag mit Pietro Locatelli zusammen. 1743 kehrte er nach Paris zurück. Ab 1744 folgte ein zweijähriger Aufenthalt in Chambéry in den Diensten des spanischen Thronfolgers Don Philippe, schließlich wurde er 1748 musikalischer Direktor und erster Violinist am Privattheater des Herzogs Antoine VII. de Gramont nahe bei Paris. In seinen letzten Lebensjahren wurde Leclair zunehmend eigenbrötlerischer. Seine Frau trennte sich von ihm, er zog in ein Haus in einem Viertel von Paris mit üblem Ruf, wo er am Morgen des 23. Oktober 1764 ermordet im Hausflur aufgefunden wurde. Leclairs elegante und brillante Kompositionsweise, in der er den italienischen und den französischen Stil vereint, rückt seine Concerti und Sonaten in die Nähe der Werke eines Antonio Vivaldi.

Jean-Marie Leclair – CD-Einspielungen


Empfehlung vom Oktober 2011

CD der Woche am 24.10.2011

F. Liszt

hänssler CLASSIC 3 CD 98.627

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Die Années de pèlerinage zählen zwar gemeinhin zu Liszts bedeutenden Werken, werden aber gleichzeitig vom Nebel des Halbwissens umwabert. Selbst in Pianistenkreisen kennt man oft nur Vallée d'Obermann, die Petrarca-Sonette, die Dante-Sonate, Venezia e Napoli und die Jeux d'eau à la Villa d'Este. [...]

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