Auf eine erfolgreiche Karriere kann der US-amerikanische Pianist Emanuel Ax zurückblicken. Er wurde vor 75 Jahren am 6. Juni 1949 im polnischen Lwów (Lemberg) geboren. Den ersten Klavierunterricht erhielt er im Alter von sechs Jahren von seinem Vater. 1959 wanderten seine Eltern mit ihm nach Kanada (Winnipeg) aus und ließen sich schließlich zwei Jahre später in den USA nieder. Emanuel studierte an der Juilliard School of Music in New York. 1972 war er Finalist beim Concours Reine Elisabeth, 1974 gewann er den ersten Preis beim Arthur-Rubinstein-Wettbewerb in Tel Aviv – der Startschuss für seine internationale Karriere. Im darauffolgenden Jahr erhielt er den Michaels Award of Young Concert Artist, 1979 wurde er mit dem Avery Fisher Prize ausgezeichnet. Er trat nicht nur als Solist mit den führenden Orchestern weltweit auf, sondern auch als Partner mit Yefim Bronfman, Yo-Yo Ma, Itzhak Perlman oder Dawn Upshaw. Seit 1987 war Ax Exklusivkünstler bei Sony Classical. Er erspielte sich mehrere Schallplattenpreise, u.a. 1995 und 2004 den Grammy Award für seine Einspielung von Haydn-Sonaten, 2013 erhielt er den Echo Klassik-Preis für die Solistische Einspielung des Jahres. Auch als Kammermusikpartner war Emanuel Ax sehr gefragt und hat häufig mit Künstlern wie Young Uck Kim, Cho-Liang Lin, Edgar Meyer, Peter Serkin, Jaime Laredo und Isaac Stern zusammengearbeitet. In den letzten Jahren hat er sich verstärkt für Komponisten des 20. Jahrhunderts eingesetzt und Werke von John Adams, Christopher Rouse, Krzysztof Penderecki, Bright Sheng und Melinda Wagner zur Uraufführung gebracht. Emanuel Ax ist seit 2007 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences und seit 2009 Mitglied der American Philosophical Society. Die Yale University und die Columbia University verliehen ihm jeweils die Ehrendoktorwürde.
»Emanuel Ax: Biographie und Einspielungen«
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