Anzeige

Teilen auf Facebook RSS-Feed Klassik Heute
Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Interpreten: Aktuelle Infos

Yehudi Menuhin 110. Geburtstag

US-amer. Geiger


Die Familie des weltberühmten Geigers Yehudi Menuhin war aus Russland über Palestina in die USA eingewandert, wo Yehudi am 22. April 1916 in New York geboren wurde. Ersten Violinunterricht erhielt der Fünfjährige von Siegmund Anker, später von Louis Persinger, einem Schüler von Eugène Ysaÿe und trat breits als Siebenjähriger in San Francisco öffentlich auf. Ab 1927 bildete er sich in Paris bei Georges Enescu weiter und gab 1929 unter der Leitung von Bruno Walter sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern. Während des Zweiten Weltkriegs gab er mehr als 500 Konzerte zugunsten der Alliierten und des Roten Kreuzes und setzte sich nach dem Krieg für Verständigung und Versöhnung der Völker ein. Er war einer der ersten international gefeierten Künstler, die wieder in Deutschland auftraten. Lebenslang hat er sich für humanitäre Belange eingesetzt und versucht, Menschen aus allen sozialen Schichten für die Musik zu begeistern. 1956 gründete er in Gstaad in der Schweiz das Menuhin Festival, das in diesem Jahr sein 50jährges Bestehen feiert und 1963 seine berühmte Menuhin Music School in Surrey, England. Nachdem er 1952 auf Einladung von Jawaharlad Nehru nach Indien reiste, setzte er sich mit der Kultur des Subkontinents intensiv auseinander, um auch hier für Verständigung einzutreten und geistige Brücken zu bauen. Die gemeinsamen musikalischen Wurzeln erkundete er in Konzerten mit Ravi Shankar. Neben dem gesamten klassischen und romantischen Konzertrepertoire hat Yehudi Menuhin zahlreiche Werke zur Uraufführug gebracht, viele davon waren ihm von den Komponisten gewidmet worden, darunter u.a. Werke von Belá Bartók, Ernest Bloch, William Walton, Frank Martin, Lennox Berkley oder Toru Takemitsu. Das künstlerische Vermächtnis Menuhins ist in einer Fülle von Aufnahmen dokumentiert, die überwiegend bei EMI erschienen sind. Seine Überzeugungen und seine Gedanken über Musik hat er in mehreren Büchern dargelegt: 1976 erschien sein autobiographisches Buch Unvollendete Reise, 1986 Die Kunst als Hoffnung für die Menschheit. Yehudi Menuhin starb am 12. März 1999 in einem Berliner Krankenhaus.

Die besten Besprechungen mit Yehudi Menuhin

»Yehudi Menuhin: Biographie und Einspielungen«

<!--4DINCLUDE /inc_anzeige2.html--> : Das Dokument konnte nicht geöffnet werden.

Giuseppe Sinopoli 25. Todestag

ital. Dirigent


Am 20. April 2001 ist der Dirigent Giuseppe Sinopoli unerwartet im Alter von nur 54 Jahren verstorben. Geboren am 2. November 1946 in Venedig, studierte er am Konservatorium seiner Heimatstadt Musik und Medizin an der Universität von Padua. Er besuchte die Sommerkurse für Neue Musik in Darmstadt und wurde Assistent von Franco Donatoni an der Accademia >Musicale Chigiana in Siena. 1983 folgte die Ernennung zum Chefdirigent des Philharmonia Orchestra London, 1985 debütierte er mit Puccinis Tosca an der New Yorker Met und mit Tannhäuser bei den Bayreuther Festspielen. Ab 1990 war er Chefdirigent an der Deutschen Oper Berlin und wurde 1992 in gleicher Position an die Semperoper berufen. Am 2. November 2001 erlitt der Dirigent am Pult der Deutschen Oper Berlin während einer Aufführung von Verdis Aida einen Herzinfarkt und konnte trotz sofortiger notärztlicher Versorgung und Einlieferung in das Herzzentrum Berlin nicht gerettet werden. Er starb in Alter von 54 Jahren. Giuseppe Sinopoli war nicht nur eine der profiliertesten Musikerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, sondern auch ein universaler Geist von existenzieller Tiefe und gleichwertiger Kompetenz auf verschiedensten Gebieten: Der promovierte Mediziner setzte in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts als Exponent der italienischen Avantgarde mit seinen Kompositionen bedeutende Akzente. In den 80er Jahren avancierte er zu einem weltweit geschätzten Dirigenten, der das symphonische und musikdramatische Repertoire durch die Perspektive der Neuen Musik zu beleuchten verstand. Aus seinem Studium der Archäologie bezog Sinopoli Inspirationen für die kritische Reflexion auf die Gegenwart, die er in seinem essayistischen Roman „Parsifal in Venedig“ niedergelegt hat. In seiner wissenschaftlich-künstlerischen Existenz verband Sinopoli gedankliche Präzision mit einer Radikalität des Erlebens und Deutens von Musik. Sinopoli starb vor am 20.April 2001 in Berlin.

Die besten Besprechungen mit Giuseppe Sinopoli

»Giuseppe Sinopoli: Biographie und Einspielungen«

Alle Porträts im April

Uraufführungen im April

»Alle Porträts«

Anzeige

Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Anzeige