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Komponisten: Aktuelle Infos

Gaetano Donizetti 225. Geburtstag

ital. Komponist

* 1797

29

November

vor 225 Jahren

in Bergamo


Gaetano Donizetti war einer der bedeutendsten Opernkomponisten des italienischen Belcanto. Er hat über siebzig Opern geschrieben, von denen einige noch heute zum Standardopernrepertoire weltweit gehören. Er wurde vor 225 Jahren, am 29. November 1797 in Bergamo geboren. Seine Eltern waren arm und lebten außerhalb der Stadtmauern. Mit acht Jahren trat er in die Knabenchorschule von Simon Mayr ein, der damals Kapellmeister an der Basilika und auch ein erfolgreicher Opernkomponist war. Bei ihm lernte Donizettis neun Jahre lang. Mit sechzehn Jahren trat er als Bassbuffo im Teatro della Società auf. 1815 ging er nach Bologna, wo er unter Padre Stanislao Mattei im Liceo Filarmonico Kirchenkomposition studierte. Seine erste Oper, der Einakter Pigmalione, entstand 1816. 1818 kehrte Donizetti nach Bergamo zurück. Zwischen 1818 und 1828 schrieb er weitere 20 Opern, die mit durchschnittlichem Erfolg aufgeführt wurden. Der große Erfolg kam mit dem Umzug nach Neapel, das für viele Jahre seine hauptsächliche Wirkungsstätte werden sollte. Bereits die erste seiner dortigen Premieren, La zingara (1822), wurde stürmisch gefeiert. Im Jahre 1827 lernte Donizetti Domenico Gilardoni kennen, der die Libretti für viele seiner Opern verfasste. Im selben Jahr erhielt er einen Vertrag vom Impresario Domenico Barbaja, jeweils vier Opern für die kommenden drei Jahre zu liefern. Sein erster großer internationaler Erfolg stellte sich jedoch erst 1830 mit Anna Bolena ein. Die englische „Geschichte“ war in der damaligen Zeit eine beliebte Inspirationsquelle. Andere noch heute populäre Opern Donizettis mit Stoffen aus der englischen Geschichte sind z.B. Roberto Devereux, Maria Stuarda und Lucia di Lammermoor. Es folgten seine vielleicht berühmtesten Opern, das Melodramma giocoso L’elisir d’amore (1832) und das „dramma tragico“ Lucia di Lammermoor (1835). 1834 wurde Donizetti zum Kapellmeister und Lehrer für Komposition am Konservatorium zu Neapel ernannt, 1836 wurde er Professor für Kontrapunkt und 1838 Direktor des Konservatoriums. Diesen Posten gab er wegen Schwierigkeiten mit der Zensur und wegen Intrigen 1840 wieder auf und ging nach Paris. Der Tod seiner Frau 1837 begünstigte seine Entscheidung sicherlich. In Paris konnte er mit La favorite und mit La fille du régiment an seine vorherigen Erfolge anknüpfen. Schließlich wandte er sich nach Wien und wurde 1842 von Kaiser Ferdinand I. zum Kammerkapellmeister und Hofkomponisten ernannt, nachdem er Linda di Chamounix für Wien komponiert hatte. Eine frühere Lueserkrankung machte ihm jedoch schwer zu schaffen, sein Gesundheitszustand verschlechterte sich rapide und aufgrund schwerer geistiger Beeinträchtigungen wurde er zunächst in der Nervenheilanstalt von Ivry-sur-Seine bei Paris untergebracht, bevor ihn sein Neffe Andrea nach Bergamo zurückholte. Dort starb er am 8. April 1848. Drei Tage später wurde sein Sarg durch die Stadt getragen, begleitet von drei Musikkapellen, 400 Fackelträgern und etwa 4000 Menschen.

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»Gaetano Donizetti: Biographie und Einspielungen«

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UA vor 175 Jahren: Fr. v. Flotow, Martha oder Der Markt zu Richmond

dt. Komponist

UA 1847

25

November

vor 175 Jahren

in Wien


Freiherr Friedrich von Flotow, geboren am 27. April 1812 auf dem Rittergut Teutendorf in Mecklenburg, hätte eigentlich Diplomat werden sollen. Doch anstatt auf die politische zog es ihn auf die Theaterbühne. Seine musikalische Ausbildung erhielt er von Anton Reicha in Paris, wo er von 1831 bis zum Revolutionsjahr 1848 verweilte. Dort hatte er seine ersten Erfolge als Opernkomponist, veröffentlichte aber auch in Zusammenarbeit mit Jacques Offenbach Kammermusik. Von 1855-1862 war er Intendant des Hoftheaters in Schwerin, später zog er sich zunächst auf seinen Besitz in Hirschwang bei Wien zurück, dann auf das väterliche Gut Teutendorf. Er starb am 24. Januar 1883 in Darmstadt. Von seinen mehr als 20 Opern sind heute lediglich zwei im gängigen Repertoire vertreten, die allerdings große und anhaltende Popularität erlangten: Alessandro Stradella (UA 1844 in Hamburg), die eine als wahr überlieferte Episode aus dem an amourösen Abenteuern reichen Leben des Barockmusikers behandelt und Martha oder der Markt zu Richmond (UA 1847 im Theater an der Wien), mit der Flotow seinen Ruf als Opernkomponist endgültig festigte. Martha gilt als Höhepunkt der komischen deutschen Oper. Für diese bekannteste seiner Opern griff Flotow auf einen alten Stoff zurück, den er 1843 schon einmal als Ballett vertont hatte. Dabei wurde das Werk nachträglich auf vier Akte ausgeweitet, wobei Flotow die im deutschen Singspiel üblicherweise gesprochenen Dialoge durch Rezitative ersetzte – eine echte Besonderheit. Die Handlung spielt zu Beginn des 18. Jahrhunderts in England: Lady Harriet, des langweiligen Hoflebens müde, verdingt sich mit ihrer Zofe als Magd auf einem Pachthof. Der junge Pächter Lionel verliebt sich in das schöne Mädchen Martha, stürzt in tiefe Verzweiflung, als das Spiel aufgedeckt wird, gewinnt am Ende aber doch noch die Geliebte, da seine adlige Herkunft zutage kommt. Die Musik überschüttet den Hörer förmlich mit gefälligen Eingebungen, die leicht fassliche Melodik ist oft an der Grenze zum Banalen. Zu den bekanntesten Gesangsnummern gehören die einem irischen Volkslied nachgebildete Letzt Rose (Martha), das Ensemble Mag der Himmel euch vergeben und die Chöre Der Markt beginnt! und Mädchen, brav und treu. Und kein Geringerer als Beniamino Gigli nahm die Tenorkantilene des verliebten Lionel Martha, Martha,du entschwandest, und mit dir entschwand mein Glück in seine Konzertprogramme auf.

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