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Komponisten: Aktuelle Infos

Erich Wolfgang Korngold 125. Geburtstag

US-amer. Komponist, Dirigent und Pianist

* 1897

29

Mai

vor 125 Jahren

in Brünn


Schon 125 Jahre alt wird das Geburtstagskind des Tages: Am 29. Mai 1897 wurde Erich Wolfgang Korngold als Sohn des Musikkritikers Julius Korngold in Brünn geboren. Er war ein musikalisches Wunderkind: Bereits mit elf Jahren erregte er Aufsehen mit seinem pantomimischen Ballett Der Schneemann, das original als Klavierwerk von Alexander von Zemlinsky orchestriert und 1910 an der Wiener Hofoper uraufgeführt wurde. Korngold studierte zunächst bei Robert Fuchs, später bei Zemlinsky. Mit dreizehn Jahren schrieb er seine ersten Klaviersonaten sowie etwas später eine Schauspiel-Ouvertüre und eine Sinfonietta. Seine Jugendwerke wurden häufig durch prominente Musikerpersönlichkeiten des frühen 20. Jahrhunderts aufgeführt wie Bruno Walter, Artur Schnabel, Arthur Nikisch, Wilhelm Furtwängler, Felix Weingartner und Richard Strauss.. Auch mit seinen Opernkompositionen (Der Ring des Polykrates und Violanta 1916, Die tote Stadt 1920, Das Wunder der Heliane 1927) hatte er von Anfang an so großen Erfolg, dass er neben Richard Strauss zum meistgespielten Opernkomponisten Österreichs und Deutschlands wurde. 1926 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Wien. 1934 folgte Korngold der Einladung Max Reinhardts nach Hollywood, um für dessen Film A Midsummer Night’s Dream die Filmmusik anhand Mendelssohns Schauspielmusik zu arrangieren. Während der Film selbst mäßige Kritiken erhielt, hat Korngold mit dieser Arbeit neue Maßstäbe für die damalige Filmmusik gesetzt: Er hat das Orchester auf Symphonieorchester-Stärke vergrößert, die Sprache der Schauspieler an den Rhythmus der Musik angepasst und längere Passagen im Stil Mendelssohns hinzukomponiert. Im Laufe den folgenden Jahre entwickelte sich Korngold bei Warner Brothers zu einem der führenden Filmkomponisten Hollywoods. 1936 erhielt er seinen ersten Oscar für die Filmmusik zu Anthony Adverse, 1938 den zweiten 1938 für The Adventures of Robin Hood. Insgesamt komponierte er zwischen 1935 und 1946 die Musik zu 19 Filmen. Ab 1946 wandte er sich wieder der klassischen Orchestermusik zu, konnte aber nicht mehr an seine früheren Erfolge anknüpfen. Am 29. November 1957 starb Korngold nach einer Herzattacke. Seine Musik geriet zunehmend in Vergessenheit. Erst seit etwa 1972 erlebten seine Kompositionen international eine Renaissance.

Die besten Besprechungen mit Erich Wolfgang Korngold

03.02.2014
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Jugenstil Songs 1898-1916 / BIS
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»Erich Wolfgang Korngold: Biographie und Einspielungen«

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Jean Françaix 110. Geburtstag

frz. Komponist

* 1912

23

Mai

vor 110 Jahren

in Le Mains


Vor zwanzig Jahren starb der französische Komponist Jean Françaix. Er wurde auch als „der jüngere Ravel“ bezeichnet, war auch ein Virtuose auf dem Klavier, widmete sich aber hauptsächlich dem Komponieren. Sein Schaffen ist sehr vielseitig und umfasst Orchesterwerke, Vokalmusik, Opern, Ballette, Filmmusiken zu zwölf Filmen sowie Kammermusik. Er komponierte besonders viel für Blasinstrumente wie z.B. Neun charakteristische Stücke für zehn Bläser. Seine Werke sind originell und witzig und zeichnen sich durch Eleganz, Erfindungsreichtum und rhythmische Raffinesse aus. Sein Ziel war es, „musique pour faire plaisir (Musik, die Freude macht)“ zu komponieren, was ihm auch gelungen ist. Geboren wurde er am 23. Mai 1912 in Le Mans in eine musikalische Familie. Sein Vater war Direktor des Konservaotiums von Le Mans, ein Musikwissenschaftler, Komponist und Pianist, seine Mutter war Gesangslehrerin. Er war Schüler von Nadia Boulanger und gewann mit 18 Jahren den Preis des Pariser Conservatoires für Klavier. Mit 20 Jahren bereits komponierte er sein wichtigstes Werk, Concertino für Klavier, für das er große Anerkennung als Komponist erhielt. Zu seinen wichtigsten Vokalwerken gehören das Oratorium L'Apocalypse de Saint-Jean (Die Apokalypse des heiligen Johannes) und die Kantate La Déploration de Tonton (chien fidèle) (Beweinung des treuen Hundes Tonton) für Mezzosopran und Streichorchester. Seine bekanntesten Werke für Tasteninstrumente sind Insectarium für Cembalo, Acht exotischen Tänze für zwei Klaviere, Marche solennelle (feierlicher Marsch) für Orgel sowie seine Klaviersonate. Am 25. September 1997 starb Jean Françaix in Paris.

»Jean Françaix: Biographie und Einspielungen«

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