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Arvo Pärt

Komponist

Biographie

Am 11. September 2015 feierte der 1935 in Paide, Estland, geborene Komponist Arvo Pärt seinen 80. Geburtstag. Er studierte am Konservatorium in Tallin und erregte mit seiner seriellen Kompostion Nekroloog für die Opfer des Faschismus in den Sechziger Jahren großes Aufsehen. Ein Kompostionspreis ermöglichte ihm die Fortsetzung seines Studiums in Moskau und ab 1968 arbeitete er als freischaffender Komponist. Ende der Siebziger Jahre ging er nach Wien und kam über ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes nach Berlin. Seine Werke repräsentieren sehr unterschiedliche stilistische Phasen: die frühe Collage über B-A-C-H zeigt eine mit persönlichen Akzenten durchsetzte Reihentechnik, die dritte Sinfonie etwa ist ein Ergebnis der Auseinandersetzung mit Gregorianik und früher Polyphonie, und Tabula Rasa ist ein Hauptwerk seines charakteristischen "Tintinnabuli" ("Glocken")-Stils. Arvo Pärt zählt heute zu den meist aufgeführten Komponisten der Gegenwart und wurde 2014 mit dem japanischen „Praemium Imperiale“, dem sogenannten „Nobelpreis der Künste“ ausgezeichnet.

Tabellarische Biographie

11.9.1935geboren in Paide (Estland)
1955-1963Seinen beruflichen Werdegang begann Arvo Pärt zunächst als Tonmeister beim estnischen Rundfunk. Daneben studierte er Komposition (1958-1963) am Konservatorium Tallinn bei Heino Eller. Während des Studiums erregte seine serielle Komposition "Nekrolog" das Missfallen der sowjetischen Parteifunktionäre, die Estland als Teil der Sowjetunion kontrollierten.
1962Der Gewinn des Allunionswettbewerb für junge Komponisten mit dem Oratorium "Maailma samm" erhielt den ersten Preis und ermöglichte es Pärt, sein Studium am Moskauer Konservatorium fortzusetzen.
1968Freischaffender Komponist.
1977UA von Tabula rasa, Concerto grosso für zwei Violinen, Streichorchester und präpariertes Klavier.
1982Ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes ermöglichte Pärt, seinen Wohnsitz in Westberlin zu nehmen. Am 27.11. wird seine Johnnes-Passion in München uraufgeführt.
1979/89Ausreise aus Estland über Israel nach Wien.
1985UA des Stabat Mater.
1998Zur 750-Jahr-Feier des Kölner Doms entsteht Kanon pokajanen für vierstimmtigen Chor a cappella.
2014Auszeichnung mit dem japanischen Kunstpreis Praemium Imperaiale.

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