Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

Aktuelle Infos und Kurzporträts

Gerald Finzi 60. Todestag

27.09.16 (* vor 116 Jahren † vor 61 Jahren)

† 1956

27

September

Gerald Finzi ist einer der bekanntesten englischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er wurde am 14. Juli 1901 in London geboren und verbrachte dort auch seine frühe Kindheit. Bereits mit sieben Jahren verlor er seinen Vater. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges zog seine Mutter mit ihm nach Harrogate in Yorkshire. Dort nahm er Unterricht bei dem Komponisten Ernest Farrar und ab 1917 bei Edward Bairstow am York Minster. 1922 veröffentlichte er sein erstes Werk By Footpath and Style für Bariton und Streichquartett auf Texte von Thomas Hardy. 1926 zog er wieder nach London und nahm Unterricht bei R. O. Morris. In dieser Zeit lernte er Vaughan Williams kennen, der 1928 sogar sein Violinkonzert dirigierte. Außerdem machte er auch die Bekanntschaft von Holst, Bliss, Rubbra und Ferguson. 1930 vermittelte ihm Vaughan Williams einen Lehrauftrag an der Royal Academy of Music. Nach seiner Heirat mit der Künstlerin Joy Black 1933 gab er diesen wieder auf und zog nach Aldbourne in Berkshire. Im selben Jahr hatte Finzi mit der vollständigen Aufführung seines Liederzyklus A Young Man’s Exhortation seinen ersten größeren Erfolg in London. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges behinderte die weitere Entwicklung seiner Karriere, die gerade begonnen hatte, stark. Im Jahr 1939 zogen die Finzis auf die Ashmansworth Farm bei Newbury in Wiltshire. In den Kriegsjahren wurde Finzi ins Ministerium für Kriegstransporte einberufen und bot einer Anzahl deutscher und tschechischer Kriegsflüchtlinge in seinem Haus Unterkunft. Er gründete die Newbury String Players, anfangs mit Laienmusikern aus dem Ort, die er bis zu seinem Tod dirigierte. Nach Kriegsende erhielt Finzi eine Reihe wichtiger Kompositionsaufträge: 1946 die Festhymne Lo, the full, final sacrifice, 1947 die große Ode For Saint Cecilia, 1949 ein Klarinettenkonzert für Frederick Thurston und 1950 vollendete er sein Meisterwerk, Intimations of Immortality für Tenor, Chor und Orchester. Im Jahr 1951 wurde bei Finzi Morbus Hodgkin diagnostiziert, eine Form von Leukämie, mit einer Lebenserwartung von fünf bis zehn Jahren. Dies hemmte seinen Schaffensdrang allerdings keineswegs. Ein Finzi gewidmetes Konzert in der Royal Festival Hall im Jahr 1954 bedeutete die endgültige Anerkennung seiner Bedeutung für das britische Musikleben. Am 27. September 1956 erlag Gerald Finzi seiner Krankheit, nachdem er noch am Abend zuvor die Erstaufführung seines Cellokonzerts – entstanden nach einem Kompositionsauftrag von Sir John Barbirolli für das Cheltenham Festival 1955 – im Radio gehört hatte.

Gerald Finzi – CD-Einspielungen


Empfehlung vom Oktober 2011

CD der Woche am 31.10.2011

Bach Johann Sebastian: Die Kunst der Fuge BWV 1080

Raumklang 1 CD RK 3004

Bestellen bei jpc

Von der frühen Kindheit bis ans Ende seines Lebens zeigte Bach ein ausgeprägtes Interesse für die systematische, wissenschaftliche Seite seines Berufs. Die systematische Durchdringung in der Komposition seiner musikalischen Einfälle durchzieht sein gesamtes schöpferisches Leben. Dabei machte er [...]

Klassik Heute
Empfehlung

→ Alle Porträts


⇑ nach oben

Entschleunigte Feinfühligkeit, forsche Damenpranke

Edition Stefan Askenase

Noch in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts konzertierte der aus dem galizischen Lemberg stammende Pianist Stefan Askenase reglemäßig in den europäischen Konzertsälen. Das ältere Publikum hatte den Chopin-Interpreten gleichsam abonniert, bei den Jüngeren und im abgehobenen Kreis des deutschsprachigen Kritikernachwuchses galt der zierliche belgisch-polnische Theodor Pollak- und Emil von Sauer Schüler als Vertreter einer konservativen Handhabe, als ein leibhaftiges Fossil vergangener Chopin-Stilistik.

→ weiter...

Referenz-Aufnahmen

aus dem Themenbereich
Opern-Recitals

Diana Damrau<br />Arie di Bravura
Renée Fleming singt Arien von Bizet, Puccini, Cileà, Catalani u.a.
Juliane Banse
Maria Cecilia Bartoli
Lucia Aliberti<br />Early Verdi Arias

Neue CD-Veröffentlichungen

Richard Heuberger
A Lute by Sictus Rauwolf
Visions
Christoph Graupner

CD der Woche

Kenneth Hamilton plays Ronald Stevenson, Volume 1

Kenneth Hamilton plays Ronald Stevenson, Volume 1

Aus dunkler Tiefe steigen schwärzeste Bass-Töne auf, formen eine Tonskala und vereinigen sich mit einer weiteren Stimme zur strengen Fuge. Die ewige ...

Heute im Label-Fokus

Ambiente

Mischa Meyer, Violoncello
Hugo Distler
Naji Hakim<br />Orgelwerke / Organ Works
Anton Heiller

→ Infos und Highlights

Thema Klavier Solo

Sergei Lyapunov
Crystal Dream
Claude Debussy
cpo 1 CD 777 585-2
Sokolov
Gramola 1 CD 98968

 

Weitere 52 Themen

Klassik Heute Zahl des Tages

Bei Klassik Heute finden Sie

0

Festivals

→ mehr Zahlen und Infos

AGBs Impressum Kontakt Mediadaten Sitemap Datenschutz

© Klassik Heute

jpc