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CD-Besprechung

J. Brahms

BIS 1 CD/SACD stereo/surround 1606

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 10

Klangqualität:
Klangqualität: 10

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 10

Besprechung: 31.05.10

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BIS 1606

1 CD/SACD stereo/surround • 82min • 2006

Die Kopplung der beiden zeitlich weit auseinander liegenden Cellosonaten von Johannes Brahms mit der Cello-Transkription der G-Dur-Violinsonate hat sich bewährt, stellt letztere doch eine ausgezeichnete Brücke dar zwischen der 1865 in Nachbarschaft zum f-Moll-Quintett entstandenen e-Moll-Sonate und der F-Dur-Sonate, die wie die Violinsonaten op.100 und 108 und das c-Moll-Trio im kammermusikalisch so ergiebigen Sommer 1886 am Thuner See in der Schweiz entstand. Der skandinavische Meistercellist Torleif Thedéen und sein Klavierpartner Roland Pöntinen verleihen den unterschiedlichen Charakteren überzeugenden Ausdruck. Die dreisätzige frühe Sonate gehen sie verhalten-schwärmerisch an, das Spätwerk mit scharf konturierendem, markantem Zugriff.

Die 1878/79 komponierte, als Regenlied-Sonate bekannte Violinsonate erklingt in der Bearbeitung des Leipziger Dirigenten und Geigers Paul Klengel, einem Bruder des von Brahms hochgeschätzten Cellisten Julius Klengel. Thedéen trifft genau den lyrischen Charakter und gibt der Sonate jene anrührende Schlichtheit, die viele Geiger verfehlen. Sein schlanker, in allen Lagen eleganter Ton verträgt sich bestens mit Pöntinens klarem, trockenem Klavierspiel, so dass das kontrapunktische Wechselspiel und die rhythmischen Finessen des Tonsatzes ebenso deutlich wahrnehmbar werden wie die Feinheiten der Artikulation im Spiel der Ausführenden. Nur ganz selten erliegt er der Versuchung, sich tonlich derart weit zurück zu nehmen, dass ihm der Steinway D Flügel darin nicht mehr folgen kann.

Insgesamt besticht die Ökonomie, mit der das Duo zu Werke geht und sich die nicht nachlassende Aufmerksamkeit des Hörers für sein Musizieren sichert. Da erscheint nichts forciert, die Spannungsbögen können sich frei und organisch entfalten und für die Höhepunkte stehen immer die erforderlichen Reserven zur Verfügung. Eine vorbildliche Produktion, die auch aufnahmetechnisch untadelig geraten ist.

Sixtus König † [31.05.2010]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 J. Brahms Sonate Nr. 1 e-Moll op. 38 für Violoncello und Klavier 00:26:30
4 Sonate Nr. 2 F-Dur op. 99 für Violoncello und Klavier 00:27:54
8 Sonate Nr. 1 G-Dur op. 78 (Regenlied-Sonate; Bearb. für Violoncello und Klavier) 00:27:18

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Thorleif Thedéen Violoncello
Roland Pöntinen Klavier
 
1606;7318599916064

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