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Meldung vom 20.09.2023

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Angela Denoke inszeniert erstmals Oper

Puccinis "Tosca" am Stadttheater Bremen

Mit Tosca feiert Puccinis Oper über Liebe, Mord und Intrigen in Zeiten der Unterdrückung am 23. September Premiere am Stadtheater Bremen. Für die Inszenierung kommt die weltweit gefeierte Sopranistin Angela Denoke erstmals als Regisseurin ans Stadttheater Bremerhaven. Für Angela Denoke ist Puccinis Meisterwerk aber nicht nur eine reizvolle Geschichte, die man nacherzählen kann. Jenseits der bekannten Stereotypen gibt es vielschichtige Figuren zu entdecken. Ihre Inszenierung zeigt deshalb weit mehr als die eifersüchtige Geliebte, den grausamen Polizeichef oder den Tenor, der schöne Arien singt. Sie blickt hinter die Fassade der Protagonisten. «Ich suche nach den Seelenzuständen der Menschen. Es reizt mich, Seiten herauszuarbeiten, die zeigen, wieso z. B. Scarpia so brutal und unmenschlich sein kann. Auch Tosca ist mehr als die liebende Frau des Cavaradossi, die über ihre Eifersucht stolpert. Ich möchte zeigen, was darunter liegt.»

Reduktion und Konzentration

Ausstatterin Susana Mendoza konzentriert sich ebenfalls auf die Figurenpsychogramme und verzichtet dabei auf überflüssige Requisiten. «Es geht um Reduktion und Freilegen der entscheidenden Dinge. Auch war es uns wichtig, keine bestimmte Zeit zu erzählen. Es gibt lediglich Zitate aus der Zeit der 30er und 40er Jahren, weil diese Zeit im kollektiven Gedächtnis noch als Zeit der Diktatur und Unterdrückung verankert ist.», so Mendoza. Die zeitpolitische Einordnung bei Puccini unterstützt die Dramatik der Figuren und zeigt, wie Menschen in Extremsituationen leben.

Oper mit Sogwirkung

Auch für GMD Marc Niemann ist die italienische Oper nicht vordergründig weltanschaulich geprägt. «Aber Tosca hat einen unglaublichen Spannungsbogen aufgrund der schicksalhaften Konstellation der Hauptfiguren. Alles fängt harmlos an und läuft dabei so stringent auf das Ende zu. Diese Verdichtung und Unentrinnbarkeit schafft eine ungeheure Sogwirkung.» Puccinis Werk lebt davon, dass das Stück atmet. «Tosca» ist über weite Strecken sehr delikat und abwechslungsreich, aber zuweilen auch sehr massiv instrumentiert. Hier heißt es für Niemann vorsichtig sein, «dass wir dem Klang einerseits nicht die Seele und die Dramatik nehmen, andererseits aber auch nicht die Bühne übertönen.» Mit Signe Heiberg als Tosca, Konstantinos Klironomos als Cavaradossi und Bryan Boyce als Scarpia setzt das Stadttheater Bremen auf starke Stimmen. Solistische Verstärkung kommt auch aus dem Kinderchor des Stadttheaters Bremerhaven. «Wir haben alles auf der Bühne, was Bremerhaven zu bieten hat», schmunzelt Niemann.

Giacomo Puccini: Tosca Oper in drei Akten von Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere: 23. September 2023, 19:30 Uhr, Stadtheter Bremen, Großes Haus

Weitere Termine:

29.09.2023 / 08.10.2023 (15:00 Uhr) / 14.10.2023 / 22.10.2023 (18:00 Uhr) / 27.10.2023 / 09.11.2023 / 01.12.2023 / 09.12.2023 / 29.12.2023 (zum letzten Mal). Weitere Informationen unter www.stadttheaterbremerhaven.de

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