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Seit 1712 residierte Georg Friedrich Händel in London: Im dortigen Musikleben war er schon vorher ein Begriff und hochwillkommen; noch dazu kam er seinem deutschen Arbeitgeber – Kurfürst Georg von Hannover, der zu Recht voraussah, in Kürze Erbe des britischen Throns zu werden – als unverdächtiger Beobachter der dortigenVerhältnisse höchst gelegen. 1709 war Händel von Venedig aus an den Hof von Hannover engagiert worden; und dem Kurfürsten kam sein in guter deutscher Tradition ausgebildeter und mit allen italienischen Wassern gewaschener Kapellmeister wie gerufen, als neutraler Beobachter die Weltstadt London im Voraus unter die Lupe zu nehmen, bevor er sich selbst ihr angesichts seines für dortige Verhältnisse bescheidenen deutschen fürstlichen Hintergrunds als Monarch präsentieren würde. In der Hofmusik des seit 1714 regierenden König Georgs I. nahm Händel also eine wichtige Rolle ein: Alle populären Erzählungen, die sich um die angeblich wiedererrungene Gnade des Königs für seinen nach London entflohenen Hofmusiker Händel ranken, der dem König eine unvorhergesehene Aufführung der Wassermusik präsentierte, um erneut seine Gnade zu erlangen, dürfen nach heutigem Forschungsstand als dem Reich der Legende angehörig betrachtet werden.
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Übrigens...
| ...? |
Wussten Sie, ...dass Telemanns "Pimpinone oder Die ungleiche Heirat", uraufgeführt am 27.09.1725 in Hamburg, die erfolgreichste Oper zu Lebzeiten des Komponisten war? |
| „...“ | Einzelnes an meiner Operette «Der Opernball» wollte nicht recht werden – namentlich die Nummer, die das meiste zum Erfolg des Stückes beitrug: das Duett «Im Chambre séparée». Ich hatte dieses Stück zehn, zwanzig-, dreissigmal entworfen, mehrmals auch ganz ausgeführt. Ich war stets unzufrieden. Endlich – an einem entsetzlich heissen Sommertag – schrieb ich in ein paar Minuten das Duett hin, wie es steht. Richard Heuberger |
Das geschah am 15. April
Komponisten * Geburtstage
- 1688 Johann Friedrich Fasch (dt. Komponist)
- 1862 Leila Naylor Morris (US-amer. Komponistin)
- 1868 Francicso Ernani Braga (brasil. Komponist)
- 1891 Väino Raitio (finn. Komponist)
- 1908 Eden Ahbez (amer. Komponist)
- 1933 Eddi Cooley (US-amer. Sänger und Songwriter)
- 1948 Michael Kamen (US-amer. Komponist)
- 1949 Walter Zimmermann (dt. Komponist)
- 1951 Francis Kleynjans (frz. Komponist)
Komponisten † Gedenktage
- 1543 Francesco da Milano (ital. Komponist und Lautenist der Renaissance)
- 1756 Johann Gottlieb Goldberg (dt. Cembalist und Organist)
- 1788 Giuseppe Bonno (österr. Komponist)
- 1895 Wilhelm Ramsøe (dän. Komponist)
- 1929 Antonio Smareglia (ital. Komponist)
- 1968 Boris Lyatoshynsky (ukrain. Komponist)
- 1983 Dragan Plamenac (kroat. Komponist)
- 2011 Vincenzo Scola (ital. Sänger, Tenor)
- 2020 Eddi Cooley (US-amer. Sänger und Songwriter)
Interpreten * Geburtstage
- 1924 Neville Marriner (brit. Dirigent)
- 1948 Michael Kamen (US-amer. Komponist)
- 1949 Marc Soustrot (frz. Dirigent)
- 1968 Stella Doufexis (dt.-griech. Sängerin, Mezzosopran)
- 1969 Ustad Faiyaz Wasifuddin Dagar (ind. Sänger)
Interpreten † Gedenktage
- 2006 Schnuckenack Reinhardt (dt. Jazz-Musiker)
- 2011 Vincenzo Scola (ital. Sänger, Tenor)
- 2020 Lee Konitz (US-amer. Saxophonist)
Uraufführungen im April
| 02.04.1800 | Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21 Wien |
| 05.04.1803 | Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36 Wien |
| 05.04.1928 | Emmerich Kálmán Die Herzogin von Chicago Wien |
| 07.04.1805 | Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 (Eroica) Wien |
| 08.04.1876 | Amilcare Ponchielli La Gioconda Mailand |
| 08.04.1924 | Franz Lehár Cloclo (Operette in drei Akten) Bürgertheater in Wien |
| 08.04.2011 | Nicola Sani Seascapes |
| 09.04.1902 | Ethel Smyth Der Wald (Musikdrama mit Prolog und Epilog in einem Akt) Berliner Hofoper |
| 09.04.1916 | Manuel de Falla Noches en los jardines de España (Nächte in spanischen Gärten, Sinfonische Impressionen) Madrid |
| 10.04.2004 | Hans Stähli Die Weltabschaffung |
| 11.04.1919 | Maurice Ravel Le Tombeau de Couperin (Suite) Paris |
| 11.04.1991 | Manfred Trojahn Enrico Schwetzingen |
| 12.04.1930 | Leos Janácek Aus einem Totenhaus Brno, Nationaltheater |
| 13.04.1034 | Heinrich Sutermeister Jorinde und Joringel (Radio-Oper) Reichssender München |
| 15.04.1915 | Manuel de Falla El amor brujo (Der Liebeszauber) Madrid |
| 19.04.1774 | Christoph Willibald Gluck Iphigenie in Aulis Paris |
| 19.04.1936 | Alban Berg Konzert für Violine und Orchester (Dem Andenken eines Engels) Barcelona |
| 21.04.1956 | Elliott Carter Variations for Orchestra (1954/1955) Louisville/Kentucky |
| 23.04.1775 | Wolfgang Amadeus Mozart Il Rè Pastore KV 208 Salzburg |
| 23.04.1920 | Leos Janácek Die Ausflüge des Herrn Broucek (Oper in zwei Akten) Prag |
| 23.04.2010 | Philippe Hurel Praeludium |
| 24.04.1801 | Joseph Haydn Die Jahreszeiten Hob. XXI:3 Wien |
| 24.04.1801 | Joseph Haydn Die Jahreszeiten Hob. XXI:3 Wien |
| 24.04.1819 | Gioachino Rossini Eduardo e Cristina Teatro San Benedetto, Venedig |
| 25.04.1863 | Joseph Joachim Raff Konzert-Ouvertüre op. 123 für großes Orchester Mannheim |
| 26.04.1738 | Georg Friedrich Händel Serse HWV 40 (Oper in 3 Akten) London |
| 27.04.1735 | Georg Friedrich Händel Alcina HWV 34 London |
| 27.04.1867 | Charles Gounod Romeo und Julia Paris |
| 27.04.1867 | Charles Gounod Roméo et Juliette (Oper in fünf Akten) Paris |
| 27.04.1926 | Giacomo Puccini Turandot (Dramma lirico in drei Akten) Mailand |
| 28.04.1948 | Igor Strawinsky Orpheus (Ballett in drei Bildern) New York, City Center |
| 30.04.1902 | Claude Debussy Pelléas et Mélisande Paris |
| 30.04.1934 | Igor Strawinsky Persephone (Melodram in 3 Aufzügen, 1933/1934) Paris |
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Seit 1712 residierte Georg Friedrich Händel in London: Im dortigen Musikleben war er schon vorher ein Begriff und hochwillkommen; noch dazu kam er seinem deutschen Arbeitgeber – Kurfürst Georg von Hannover, der zu Recht voraussah, in Kürze Erbe des britischen Throns zu werden – als unverdächtiger Beobachter der dortigenVerhältnisse höchst gelegen. 1709 war Händel von Venedig aus an den Hof von Hannover engagiert worden; und dem Kurfürsten kam sein in guter deutscher Tradition ausgebildeter und mit allen italienischen Wassern gewaschener Kapellmeister wie gerufen, als neutraler Beobachter die Weltstadt London im Voraus unter die Lupe zu nehmen, bevor er sich selbst ihr angesichts seines für dortige Verhältnisse bescheidenen deutschen fürstlichen Hintergrunds als Monarch präsentieren würde. In der Hofmusik des seit 1714 regierenden König Georgs I. nahm Händel also eine wichtige Rolle ein: Alle populären Erzählungen, die sich um die angeblich wiedererrungene Gnade des Königs für seinen nach London entflohenen Hofmusiker Händel ranken, der dem König eine unvorhergesehene Aufführung der Wassermusik präsentierte, um erneut seine Gnade zu erlangen, dürfen nach heutigem Forschungsstand als dem Reich der Legende angehörig betrachtet werden.
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