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CD-Besprechung

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Fedor Rudin

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Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 10

Klangqualität:
Klangqualität: 10

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 10

Besprechung: 18.07.17

Klassik Heute
Empfehlung

Ars Produktion ARS 38 235

1 CD/SACD stereo/surround • 74min • 2017

Ein glanzvolles Solo-Debut hat der Geiger Fedor Rudin mit dieser CD vorgelegt. Zusammen mit seinem Klavierpartner Florian Noack hat er nicht nur ein hochinteressantes Repertoire mit einigen ausgesprochenen Raritäten eingespielt, sondern dies auch noch in musikalisch absolut schlüssiger, um nicht zu sagen vollumfänglich gelungener Art und Weise getan.

Zuerst zum Repertoire: da finden sich ein paar echte Entdeckungen: die erste Sonate des russischen Komponisten Georgi Catoire etwa oder zwei kurze Stücke von Lili Boulanger, der sehr früh verstorbenen Schwester der weitaus bekannteren Nadia Boulanger. Überhaupt ist diese CD eine gelungene Mischung zwischen außergewöhnlichen Entdeckungen und bekannten Repertoirestücken, zwischen russischer Brillanz und französischer Eleganz.

Das zeigt sich besonders an den beiden großen Sonaten, die auf dieser CD zu hören sind: Catoires und Ravels Werke weisen bei aller Verschiedenheit auch zahlreiche Verbindunglinien auf, die zeigen, dass diese Musik sich näher ist als es auf den ersten Blick erscheint. Catoire z.B. zitiert keinen geringeren als den Pater seraphicus der französischen Musik: César Franck. Und Ravel offenbart seinen interkulturellen Anstrich mit einem Blues aus dem zweitem Satz seiner Sonate. Hier scheint das Programm mit einer gelungenen Mischung vieler Paramater dramaturgisch klug durchkomponiert zu sein

Am wichtigsten ist aber die musikalische Seite. Auch diesbezüglich bleibt hier kein Wunsch offen. Rudin und Noack ergänze sich perfekt, wobei Rudin naturgemäß die „erste Geige“ spielt, Noack ihm aber als gleichwertiger und geradezu symbiotisch agierender Partner mitunter fast den Rang abläuft. Virtuosität und Musikalität werden hier in Vollendung zelebriert. Allein, wie luzide, virtuos und aufstachelnd die Interpreten das Finale der Ravel-Sonate spielen, macht diese CD hörenswert. Das und die Auswahl des Repertoires zeigen, dass hier Musiker am Werk sind, die auch mal über den Horizont des Üblichen hinausschauen, ebenso lustvoll wie begeisternd Neues entdecken und dies in bekannte Kontexte integrieren. Das ist hier in jeder Hinsicht gelungen.

Guido Krawinkel [18.07.2017]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 G.L. Catoire Sonate Nr. 1 h-Moll op. 15 für Violine und Klavier 00:28:35
4 P. Tschaikowsky Valse-Scherzo C-Dur op. 34 für Violine und Klavier 00:08:54
5 S. Rachmaninow Romance d-Moll op. 6 Nr. 1 00:05:19
6 Dance Hongroise op. 6 Nr. 2 00:04:52
7 L. Boulanger Nocturne für Violine und Klavier 00:02:43
8 Cortège für Violine und Klavier 00:01:36
9 G. Fauré Romance B-Dur op. 28 für Violine und Klavier 00:05:25
10 M. Ravel Sonate Nr. 2 G-Dur op. 7 für Violine und Klavier 00:16:46

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Fedor Rudin Violine
Florian Noack Klavier
 
ARS 38 235;4260052382356

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