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CD-Besprechung

Harald Genzmer
Musik für Flöte, Viola und Harfe

Harald Genzmer<br />Musik für Flöte, Viola und Harfe

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 10

Klangqualität:
Klangqualität: 10

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 10

Besprechung: 10.08.12

Klassik Heute
Empfehlung

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Thorofon CTH2588

1 CD • 73min • 2010

Es gibt kaum eine Besetzung, für die Harald Genzmer (1909-2007) keine Kompositionen hinterlassen hat. Seine besondere Liebe aber galt den Blasinstrumenten, allen voran der Flöte, die in der hier vorliegenden „exemplarischen Auswahl von Genzmers Kammermusik ohne Klavier" (Malte Krasting im Beiheft-Text) eine exponierte Stellung einnimmt. Tatsächlich ist es die Flöte, die den vitalen, meist heiteren und ausgesprochen musikantischen Charakter dieser Musik am ehesten widerzuspiegeln scheint – neben der Zweiten Sonate für Flöte solo (1999) auch in der Sonate für Flöte und Harfe (1990) und in Genzmers wohl meistgespieltem Kammermusikwerk, dem Trio für Flöte, Viola und Harfe (1947). Aber natürlich ist das nur der erste Eindruck; alle Instrumente sind für den so leicht fassbaren, immer wieder auch augenzwinkernden Zug der hier vom Trio Charolca (Anne-Cathérine Heinzmann, Flöte, Roland Glassl, Viola, Charlotte Balzereit, Harfe) eingespielten Werke verantwortlich. Denn schließlich schrieb Genzmer immer den Eigenarten und Möglichkeiten des verwendeten Instrumentariums entsprechend und bewies dabei eine nahezu unerschöpfliche Fantasie, die beispielsweise in Sachen Motivik und Rhythmik besonders in den jeweiligen Solowerken für Flöte, Viola und Harfe zum Tragen kommt.

Die Kompositionen auf der klanglich exzellenten CD sind voller Grazie, charmant, kapriziös und klangsinnlich, manchmal auch verträumt – man höre nur die Fantasia und das Variationsfinale aus dem sehr abwechslungsreichen Trio für Flöte, Viola und Harfe mit seinen ausgefeilten motivischen Verflechtungen. Insgesamt handelt es sich bei allen Schöpfungen um eine Musik, die eine herrliche Leichtigkeit und Elastizität atmet, mit einem großen Klangfarbenreichtum und wundervoll lyrischen Kantilenen aufwartet, harmonisch ohne große Reibungen und – abgesehen von der Prestissimo-Burleske der Bratschensonate – ohne jegliche Extreme auskommt. Es ist eine Musik, die sich in andauerndem Fluss befindet und völlig natürlich daherkommt, ganz dem Credo Harald Genzmers entsprechend: „Musik soll vital, kunstvoll und verständlich sein. Als praktikabel möge sie den Interpreten für sich gewinnen, als erfassbar sodann den Hörer." Und was die Interpretationen durch die perfekt aufeinander abgestimmten Mitglieder des Trio Charolca angeht: Intonation, Zusammenspiel sowie die Ausdrucks- und Farbpalette lassen keinerlei Wünsche offen. Genzmers ausgesprochen lebensfrohe Werke sind bei diesem Ensemble in den besten Händen. Lässt man sich ganz und gar auf dessen frische und erfrischende Herangehensweise ein, so erhält man den Eindruck, als sei diese Musik Anne-Cathérine Heinzmann, Roland Glassl und Charlotte Balzereit wie auf den Leib geschrieben, als hätte diese Musik nur auf sie gewartet – fabelhaft.

Christof Jetzschke [10.08.2012]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 H. Genzmer Trio GeWV 316 für Flöte, Viola und Harfe 00:21:16
5 Sonate Nr. 2 für Flöte solo 00:15:28
11 Sonate für Viola solo 00:12:12
15 Fantasie für Harfe 00:11:12
19 Sonate für Flöte und Harfe 00:12:32

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Trio Charolca Ensemble
 
CTH2588;4003913125880

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