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CD-Besprechung

Pindakaas Saxophon Quartett
Kinderszenen

Pindakaas Saxophon Quartett<br />Kinderszenen

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 7

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 26.10.07

Classicclips CLCL 901

1 CD • 67min • 2007

Zwei Stücke aus Debussys Children’s Corner, Schumanns Fröhlicher Landmann oder vier kleine Fingerübungen Für Kinder von Béla Bartók für ein ambitioniertes Saxophonquartett zu arrangieren, klingt zunächst ganz witzig und originell. Gemeinsam mit 23 weiteren Kompositionen für durchaus ältere Jahrgangsstufen, kombiniert mit Rezitationen teils simpler, teils ausgesprochen tiefsinniger, auch hintergründiger Verse – da liegt der Vergleich mit einem Rundfunk-„Schatzkästlein“ seligen Angedenkens durchaus nahe. Der Bogen anspruchsvollen Musizierens und Zuhörens wird weit gespannt, trifft hier und da auch den Kern der Sache, schießt aber auch über das Ziel hinaus.

Dies voraussetzend, kann also der Interessentenkreis sehr groß, jung und alt zugleich sein, es ist aber auch denkbar, dass man sich zwischen die berühmten beiden Stühle setzt. Damit stellt sich die Frage nach der Schlüssigkeit einer Neu-Instrumentierung und nach dem Programmkonzept, seien es Chick Coreas jazzige Children’s Songs, deren Zielgruppe sich erst einmal durch 24 Tracks anderer Geschmäcker bis zum Wunschziel durchhören muß, oder sei es Marcin Langers für jeden Ungeduldigen viel zu ausschweifende Gameboy-Fantasy. Als ideenreiche Untermalung eines Videoclips verlangt diese Musik schlicht nach einem optischen, hier fehlenden Bezug.

Und schließlich hält das „Schatzkästlein“ noch die absoluten Klavier- und Kammermusik-Klassiker neben Schumann und Kabalewskij bereit, von Tschaikowsky und Ravel (paßt das?) oder die von spritziger Moderne überschäumenden Poulenc-Kostproben in der hier mutierten Klangfarbe mit Blatt-schnalzendem Baritonsaxophon als „Generalbaß“. Rezitiert wird mit Kunstverstand und Sprachsinn – Rilke, Busch, Brecht, Rückert und die Suppenkasper-Moritat aus dem Struwwelpeter – und musiziert wird nach allen Regeln anspruchsvoller Darbietungskunst. So darf man diesem multifunktionalen Vorhaben mit gutem Gewissen viel Erfolg wünschen, kann ihn aber nicht prophezeien.

Dr. Gerhard Pätzig [26.10.2007]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 C. Debussy Golliwogg's Cake-walk 00:02:44
2 The Little Shepherd 00:02:47
3 E. Bozza Serenata al Pincio 00:01:26
5 R. Schumann Fröhlicher Landmann (aus: Album für die Jugend op. 68) 00:01:03
6 Wilder Reiter (aus: Album für die Jugend op. 68) 00:00:38
7 Kind im Einschlummern 00:02:01
8 Fürchtenmachen 00:02:18
9 D. Kabalewsky Toccatina (aus: Kinderstücke op. 27) 00:00:48
10 Am Lagerfeuer (aus: Kinderstücke op. 27) 00:01:27
11 Mein hartnäckiger jüngerer Bruder (aus: Kinderstücke op. 27) 00:00:38
12 Turnübungen in der Früh (aus: Kinderstücke op. 27) 00:01:00
13 M. Langer Gameboy-Fantasy 00:07:36
15 F. Poulenc Valse Tyrolienne (aus: Villageoises) 00:01:21
16 Staccato (aus: Villageoises) 00:01:11
17 B. Bartók Spottlied 00:00:45
18 Wehmut 00:01:01
19 Kinderspiel 00:01:28
20 Scherz 00:01:01
22 P. Tschaikowsky Marsch der Holzsoldaten (aus: Kinderalbum op. 39) 00:01:12
23 Krankheit der Puppen (aus: Kinderalbum op. 39) 00:01:32
24 Wintermorgen (aus: Kinderalbum op. 39) 00:00:48
25 Ch. Corea Children‘s Songs 00:08:50
29 M. Ravel Pavane pour une infante défunte 00:02:44
34 W.A. Mozart Das Butterbrot 00:02:00
35 H. Gaze La-Le-Lu 00:02:13

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Pindakaas Saxophonquartett Ensemble
 
CLCL 901;4260113469019

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