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CD-Besprechung

Albert Roussel - Les Mélodies

Albert Roussel - Les Mélodies

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 10

Klangqualität:
Klangqualität: 10

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 10

Besprechung: 02.03.02

Klassik Heute
Empfehlung

timpani 2C2064

2 CD • 1h 46min • 2001

Ursprünglich hatte der aus wohlhabenden Verhältnissen stammende Albert Roussel (1869-1937) eine Karriere bei der Marine eingeschlagen, bevor er dann spät zur Musik fand und an der neu gegründeten Schola Cantorum Schüler von Vincent d’Indy wurde. Erst als über Dreißigjähriger trat Roussel als Komponist hervor, wobei er stets eine Position als Einzelgänger und Außenseiter wahrte, sich keinen Gruppen oder Bewegungen anschloß.

Seine Liedkompositionen beanspruchen einen beträchtlichen Teil seines Oeuvres und sind hier komplett wiedergegeben. Lieder begleiteten Roussel während seines gesamten Schaffens, über 35 Jahre, und kreisten von Anfang an fast obsessiv um den Themenkomplex "Abschied und Trennung, Einsamkeit und Liebesverzweiflung". Ein weiteres zentrales Motiv ist die Evokation des Meeres, von Wellengang und Windspiel. Eindrucksvoll zu erleben ist Roussels Fähigkeit, mit der Wasser-Thematik zu spielen, in Le jardin mouillé, einem seiner stimmungsvollsten Lieder überhaupt.

Schon in seinen frühen Vokalkompositionen bildet sich Roussels Fähigkeit heraus, mit einem Minimum an Aufwand ein Maximum an Klangwirkung zu erzielen. In einem Titel wie Évocation arbeitet der Komponist mit frugalsten pianistischen Mitteln und erreicht doch eine faszinierende Ausdruckstiefe und Stimmungsdichte. Weiterhin charakteristisch für Roussels Lieder ist die enge Affinität zwischen Musik und Text; er verzichtet auf jegliches rein illustrative musikalisches Beiwerk, sondern versucht, konzis und bündig zum Bedeutungszentrum des Wortes vorzudringen.

Alle drei Vokalsolisten zeigen sich ebenbürtig auf hohem stimmlichem und gesanglichem Niveau: Marie Devellereau mit hellem, hohem, lyrischem Sopran, Yann Beuron mit jugendlich frischem Tenor und Laurent Naouri mit kernig-kraftvollem Bariton. Der wichtige Klavierpart wird von Billy Eidi subtil und gefühlvoll realisiert.

Kurt Malisch † [02.03.2002]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 A. Roussel QuatrePoèmes op. 3
2 QuatrePoèmes op. 8
3 Flammes op. 10
4 Deux Poèmes choinois op. 12
5 Deux Mélodies op. 19
6 Deux Mélodies op. 20
7 Deux Poèmes de Ronsard op. 26
8 Ode anacréontiques op. 31
9 Ode anacréontiques op. 32
10 Deux Poèmes chinois op. 35
11 Deux Vocalises
12 Jazz dans la nuit op. 38
13 A flower given to my daughter
14 Deux Idylles op. 44
15 Deux Poèmes chinois op. 47
16 Deux Mélodies op. 50
17 Deux Mélodies op. 55
18 La Menace op. 9

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Marie Devellereau Sopran
Yann Beuron Tenor
Laurent Naouri Bariton
Billy Eidi Klavier
Étienne Plasman Flöte
Orchestre Philharmonique du Luxembourg Orchester
Jean-Yves Ossonce Dirigent
 
2C2064;3377892320644

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