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Interpreten: Aktuelle Infos

Elisabeth Grümmer 40. Todestag

dt. Sängerin, Sopran


Vor 40 Jahren, am 6. November 1986, verstarb die deutsche Sopranistin Elisabeth Grümmer. Sie zählt zu den herausragenden Sängerinnen des 20. Jahrhunderts. Geboren wurde sie am 31. März 1911 in Niederjeutz im damaligen Reichsland Elsaß-Lothringen. Nach dem Ersten Weltkrieg zog die Familien nach Meiningen. Als begeisterter Chorsänger wirkte ihr Vater im Chor des Meininger Theaters mit und weckte so Elisabeths Begeisterterung für das Theater. 1920 begann sie ihre Laufbahn als Elevin an der Hochschule für Schauspielkunst am Meininger Theater und war dort anschließend auch als Schauspielerin erfolgreich. Als sie Mitte der 1930er Jahre den Konzertmeister Detlef Grümmer heiratete und eine Tochter bekam, gab sie ihre Bühnenkarriere zunächst auf. Erst ein neues Engagement ihres Mannes als Kapellmeister am Theater Aachen veranlasste sie, ihre Künstlerkarriere wieder aufzunehmen und Gesangsunterricht zu nehmen. Anfang der 40er Jahre wurde sie vom damaligen Generalmusikdirektor Herbert von Karajan als Sängerin entdeckt und gefördert. Trotz der Wirren des Zweiten Weltkriegs konnte sie eine erfolgreiche Karriere als Sängerin starten. 1944 wurde ihre Wohnung in Aachen beim einem Bombenangriff völlig zerstört, ihr Ehemann kam bei dem Bombardement ums Leben. 1946 wurde Elisabeth Grümmer Ensemblemitglied der Städtischen Oper Berlin und entwickelte sich rasch zu einer international anerkannten Sängerin. 1951 debütierte sie in Covent Garden, 1953 bei den Salzburger Festspielen und gastierte an den großen Opernbühnen im In- und Ausland. Ab 1957 war sie acht Jahre hintereinander Gast bei den Bayreuther Festspielen. Gleichermaßen gefragt war sie als Konzert- und Liedsängerin. 1965 erhielt sie eine Professur an der Berliner Musikhochschule, Mitte der 1970er Jahre übernahm sie eine Professur in Paris. Ihre Abschiedsvorstellung auf der Opernbühne gab sie am 1. Januar 1972 in Berlin als Marschallin im Rosenkavalier. Von 1977 bis zu ihrem Tod war sie Vorsitzende der „Gesellschaft der Freunde der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Berlin e.V.“ Ihr Wirken ist in zahlreichen Aufnahmen überwiegend bei EMI unter Furtwängler, Kempe, Karajan, Kraus u.a. gut dokumentiert.

Die besten Besprechungen mit Elisabeth Grümmer

»Elisabeth Grümmer: Biographie und Einspielungen«

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Giuseppe Sinopoli 80. Geburtstag

ital. Dirigent


Am 2. November 2026 wäre der Dirigent Giuseppe Sinopoli 80 Jahre alt geworden. Geboren am 2. November 1946 in Venedig, studierte er am Konservatorium seiner Heimatstadt Musik und Medizin an der Universität von Padua. Er besuchte die Sommerkurse für Neue Musik in Darmstadt und wurde Assistent von Franco Donatoni an der Accademia >Musicale Chigiana in Siena. 1983 folgte die Ernennung zum Chefdirigent des Philharmonia Orchestra London, 1985 debütierte er mit Puccinis Tosca an der New Yorker Met und mit Tannhäuser bei den Bayreuther Festspielen. Ab 1990 war er Chefdirigent an der Deutschen Oper Berlin und wurde 1992 in gleicher Position an die Semperoper berufen. Am 2. November 2001 erlitt der Dirigent am Pult der Deutschen Oper Berlin während einer Aufführung von Verdis Aida einen Herzinfarkt und konnte trotz sofortiger notärztlicher Versorgung und Einlieferung in das Herzzentrum Berlin nicht gerettet werden. Er starb in Alter von 54 Jahren. Giuseppe Sinopoli war nicht nur eine der profiliertesten Musikerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, sondern auch ein universaler Geist von existenzieller Tiefe und gleichwertiger Kompetenz auf verschiedensten Gebieten: Der promovierte Mediziner setzte in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts als Exponent der italienischen Avantgarde mit seinen Kompositionen bedeutende Akzente. In den 80er Jahren avancierte er zu einem weltweit geschätzten Dirigenten, der das symphonische und musikdramatische Repertoire durch die Perspektive der Neuen Musik zu beleuchten verstand. Aus seinem Studium der Archäologie bezog Sinopoli Inspirationen für die kritische Reflexion auf die Gegenwart, die er in seinem essayistischen Roman „Parsifal in Venedig“ niedergelegt hat. In seiner wissenschaftlich-künstlerischen Existenz verband Sinopoli gedankliche Präzision mit einer Radikalität des Erlebens und Deutens von Musik. Sinopoli starb vor am 20.April 2001 in Berlin.

Die besten Besprechungen mit Giuseppe Sinopoli

»Giuseppe Sinopoli: Biographie und Einspielungen«

René Jacobs 80. Geburtstag

belg. Dirigent


Der belgische Countertenor und Dirigent René Jacobs feiert seinen 70. Geburtstag: Am 30. Oktober 1946 wurde der Künstler in Gent geboren. Bevor er die Musik zu seinem Beruf machte, studierte er Philologie an der Universität Gent, nahm aber gleichzeitig Gesangsunterricht als Countertenor bei Louis Devos und Alfred Deller. Drei Jahre lang war er Lehrer für Latein und Griechisch, dann widmete er sich ganz der Musik. 1977 gründete er das Vokalensemble Concerto Vocale Gent und trat in der Folge auch immer häufiger als Dirigent in Erscheinung, so z.B. bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Er ist bekannt als Spezialist für Historische Aufführungspraxis Alter Musik und für Opern des Barock. Aber auch seine Aufnahmen von Mozart-Opern galten als revolutionär. Sein Name ist mit den nahmhaftesten Ensembles für Alte Musik verbunden wie dem Concerto Köln, der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Nederlands Kamerkoor, dem Freiburger Barockorchester und dem RIAS Kammerchor. Seit 1988 dirigiert René Jacobs beim Centre de musique baroque de Versailles und unterrichtete an der Schola Cantorum Basiliensis. Von 1997 bis 2009 war er künstlerischer Leiter der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Er vervollständigte die Instrumental- und die Verzierung der Gesangsstimmen bei mehreren Barockopern. Sein Wirken ist auf zahlreichen, häufig prämierten CDs und DVDs dokumentiert. Unter anderem erhielt er mit Mozarts Le nozze di Figaro den Classical Grammy Award 2005 für die beste Operneinspielung. 2008 wurde er mit dem Georg-Philipp-Telemann-Preis geehrt für seinen Beitrag zur internationalen Telemann-Rezeption. Herzlichen Glückwunsch und alles Gute René Jacobs!

Die besten Besprechungen mit René Jacobs

»René Jacobs: Biographie und Einspielungen«

Alle Porträts im November

Uraufführungen im November

»Alle Porträts«

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