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CD-Besprechung

Richard Wagner: Tristan und Isolde

Arthaus Musik 1 DVD 100 056

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 10

Klangqualität:
Klangqualität: 10

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 10

Besprechung: 01.01.01

Klassik Heute
Empfehlung

Arthaus Musik 100 056

1 DVD • 4h 01min • 1998

Allen sachlichen und medialen Fragwürdigkeiten, allen künstlerischen und rezeptiven Fragezeichen zum Trotz: hier feiert kluge, unangepaßte – und dennoch "werkgetreue"! – Operninterpretation ein kräftiges filmisches Dennoch. Wer immer Wagners Tristan und Isolde – in Wahrheit müßte man das Werk bei dieser Gelegenheit "Isolde und Tristan" benennen – sozusagen haut- und klangnah erleben möchte, der sollte sich diese Edition aus der Bayerischen Staatsoper anschaffen. Es handelt sich um zwei DVDs, also um eine nicht ganz kleine Investition, aber dafür sitzt der solcherart Geschröpfte dann wirklich vier Stunden gebannt vor dem Bildschirm. Peter Konwitschnys helle, zuweilen geradezu spaßige – von Johannes Leiacker betont naiv, heutig, ja geradezu ferial bebilderte –, in letzter Konsequenz tiefsinnige, aber doch optimistische Deutung von Liebe, Tod und Liebe über den Tod hinaus zählt für mich zum Wichtigsten, was seit Chéreaus Bayreuther Ring-Nacherzählung im Bereich der Wagner-Pflege geleistet worden ist.

Brian Large führt den Zuschauer nah und unerbittlich an die Darsteller heran. Es ist ein Tristan des Mienenspiels, der Gesichter und des Gesichteten. Jon Fredric West bekommt dies nicht immer gut, denn er ist ein respaktabel singender Tristan von nicht allzu variabler Gestalt und Gestaltung. Aber Waltraud Meyer im Verlauf des faszinierenden Finales in die Augen – und damit in die singende Seele – zu schauen, ist ein Erlebnis von schier tranzendentaler Wucht und Innigkeit. Konwitschnys Ideen, Mehtas vor Lauterkeit schier berstende Orchesterrealistik, das Spiel des ersten Oboisten, die rüstigen Vokalbeiträge der älteren Wagner-Recken Weikl und Moll – dies und vieles mehr prägen diesen Live-Mitschnitt zu echten Wagner-Denk- und Gedenkstunden, wobei die erstrangige Ton- und Bildqualität noch zusätzlich für Verstehen und Konzentration seitens des Hörers und Betrachters sorgt.

Peter Cossé † [01.01.2001]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 R. Wagner Tristan und Isolde

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Waltraud Meier Isolde - Sopran
Marjana Lipovšek Brangäne - Mezzosopran
Jon Frederic West Tristan - Tenor
Claes H. Ahnsjö Melot - Tenor
Bernd Weikl Kurwenal - Bariton
Kurt Moll König Marke - Baß
Chor der Bayerischen Staatsoper Chor
Bayerisches Staatsorchester Orchester
Zubin Mehta Dirigent
 
100 056;4006680100562

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