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CD-Besprechung

Johann Grabbe Madrigals & Instrumental Works

Johann Grabbe<br />Madrigals & Instrumental Works

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 7

Klangqualität:
Klangqualität: 7

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 7

Besprechung: 11.03.13

cpo 777 662-2

1 CD • 78min • 2011

Ähnlich wie etliche seiner Komponistenkollegen aus Nordeuropa, z.B. Mogens Pedersøn oder Heinrich Schütz, erhielt auch der am Hof des lippischen Grafen Simon VI. tätige Johann Grabbe (1585-1655) wichtige kompositorische Impulse in Venedig bei Giovanni Gabrieli. 1609 huldigte er dem Meister mit einer Sammlung von Madrigalen, meist auf die damals modischen manieristischen Texte von Giovanni Battista Guarini und Giambattista Marino. Eigentlich war zu dieser Zeit das italiensche Madrigal der Spätrenaissance nicht mehr so beherrschend wie etwa zehn, zwanzig Jahre zuvor – dennoch liefern die Madrigale von Grabbe eine kostbare Bereicherung zu dieser Gattung, zumal sie hinsichtlich musikalischer Qualität keineswegs im Schatten der „Italienischen Madrigale" (1611) von Heinrich Schütz stehen.

Grabbes Madrigale erfuhren schon 1985 eine maßstabsetzende Aufnahme mit The Consort of Musicke (MDG CD L 3220). Die Einspielung des Ensembles Weser-Renaissance unter der Leitung von Manfred Cordes bietet zum Teil andere Nuancen und Akzente. Zum einen erklingen die Werke etwas „ruhiger", im Tempo geringfügig gelassener; zum anderen setzt Manfred Cordes den Schwerpunkt der Interpretation nicht so sehr auf dramatisch zugespitzte Effekte, sondern eher auf eine ausgewogen fließende Darstellungsweise, die wohl gerade deswegen den manieristischen Charakter der Werke auf eine subtile Weise zu veranschaulichen vermag. Nicht, dass es an Kontrasten fehlen würde, dafür liefern die Wiedergaben der Madrigale Lasso, perchè mi fuggi (tr. 4), Cor mio, deh non languire (tr. 11) oder Ardo sì, ma non t'amo (tr. 24) beredte Beispiele; insgesamt aber herrscht hier ein eleganter, transparenter und stimmlich wie auch instrumental perfekt ausgewogener Klang, der durch die Instrumentalstücke von Grabbe eine einnehmende Ergänzung erfährt. Einziger Wermutstropfen der Aufnahme ist die oft unverständlich flötende Textartikulation – da hat man gerade von diesem Ensemble schon viel prägnantere Aufführungen gehört.

Dr. Éva Pintér [11.03.2013]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 J. Grabbe Felici amanti, udite 00:02:36
2 Ardo, mia vita - Però che smisurato 00:05:41
3 Intrada à 4 00:01:58
4 Lasso, perché mi fuggi 00:02:51
5 Viva fiamma del seno 00:03:06
6 Ch'io non t'ami 00:03:11
7 O chiome erranti 00:02:46
8 Son vivo o morto, Amore 00:03:11
9 Amai non amo 00:02:26
10 Canzon à 4 00:04:06
11 Cor mio, deh, non languire 00:03:36
12 Come sei cieco, Amore 00:02:22
13 Ahi, misera mia vita 00:03:41
14 Alma afflitta, che fai 00:03:04
15 Paduana à 5 00:04:58
16 O Donna troppa cruda 00:02:58
17 E tu parti, ben mio 00:03:17
18 Dolce spirto d'Amore 00:02:18
19 Pavana à 5 00:04:42
20 O Filli, se veder potessi il core 00:02:54
21 Ah, dispietata Circe 00:02:46
22 Vero non è, che l'anima mi parta 00:02:09
23 Der Ritter Mascharada oder Grabbe Schaw à 5 00:01:12
24 Ardo sì, ma non t'amo - Ardi e gela 00:05:29

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Weser-Renaissance Ensemble
Manfred Cordes Dirigent
 
777 662-2;0761203766222

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