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CD-Besprechung

COLORaturaS
Diana Damrau
Opera Arias

COLORaturaS<br />Diana Damrau<br />Opera Arias

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 9

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Besprechung: 10.12.09

Virgin Classics 50999 519313 2 2

1 CD • 74min • 2008, 2009

Nachdem Diana Damrau auf den bisherigen Aufnahmen bei ihrem neuen Exklusivlabel Virgin die klassischen Gefilde um Mozart und Salieri durchstreift hat, möchte sie jetzt vor allem ihre Vielseitigkeit demonstrieren. Vielseitigkeit natürlich relativ verstanden – denn stets geht es, wie es der Titel der CD andeutet, um mehr oder minder entfesselte Koloraturen. Ein Gebiet, auf dem Diana Damrau heute (und in einer gewissen Nachfolge von Natalie Dessay) fast schon einsame Spitze ist. Sie bietet einen Streifzug durchs einschlägig virtuose Repertoire des 19. und 20. Jahrhunderts zwischen Donizetti und Puccini, dies zudem gleich in vier Sprachen. Mit Darbietungen aus Rollen, die sie auch auf der Bühne verkörpert (Gilda, Zerbinetta sowie – die nach nach oben transponierte – Barbiere-Rosina), aber auch mit ein paar Besonderheiten, etwa der grossen Szene der Anne Trulove aus Strawinskys The Rake’s Progress.

Vokale Mühen, sängerisches Zwielicht gibt es bei dieser Sopranistin kaum. Ohne Anstrengung, so scheint es, meistert sie verzwickteste Fiorituren. Dass sie es nicht beim brillanten Leerlauf bewenden lassen will, ehrt sie. Sie sucht, so weit es überhaupt geht, ein farbenreiches Espressivo in die tönenden Prunkstücke zu bringen und tut dabei manchmal fast zuviel des Guten, wenn etwa in der Arie „Ah! Je veux vivre“ aus Gounods Roméo et Juliette die Atemlosigkeit der hektischen Glückssuche die Phrasen auseinanderbrechen lässt. Jedenfalls spreizt sie die emotionale Skala oft extrem, zieht sich in ein verschwebendes pianissimo zurück, um dann wieder zum effektvollen Aufbruch zu explodieren.

Natürlich ist die bravouröse „Großmächtige Prinzessin“ aus Ariadne auf Naxos das Highlight der CD – schließlich gilt Zerbinettas ausladendes Solo kaum zufällig als vokale Visitenkarte der Sängerin. Dennoch, mein Lieblingsstück ist die Kostprobe aus einem Werk, das Diana Damrau auf der Bühne noch nie gesungen hat: das wahnwitzige „Glitter and be gay“ aus Bernsteins Candide.

Die Begleitung durch Dan Ettinger und das Münchner Rundfunkorchester ist angemessen, das heisst korrekt, anpassungsbereit, ein brauchbares Fundament für permanent in oberste Regionen entschwebende Tongirlanden.

Mario Gerteis † [10.12.2009]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 Ch. Gounod Ah, je veux vivre (1. Akt: Juliette - aus: Roméo et Juliette) 00:03:56
2 G. Verdi Gualtier Maldé ... Caro nome (Gilda - aus: Rigoletto) 00:07:09
3 R. Strauss Großmächtige Prinzessin (Rezitativ und Arie der Zerbinetta - aus: Ariadne auf Naxos) 00:12:34
4 G. Rossini Una voce poco fa (Cavatine der Rosina - aus: Il barbiere di Siviglia) 00:06:45
5 I. Strawinsky No word from Tom ... Quietly, night ... I go to him (Anne Trulove - aus: The Rake's Progress) 00:09:10
6 G. Puccini O mio babbino caro (Arie der Lauretta - aus: Gianni Schicchi) 00:02:38
7 G. Verdi Volta la terrea (Oscar - aus: Un ballo in maschera) 00:02:05
8 Saper vorreste (Oscar - aus: Un ballo in maschera) 00:02:19
9 G. Donizetti Ah! tardai troppo – O luce di quest'anima (1. Akt: Rezitativ und Arie der Linda - aus: Linda di Chamonix) 00:05:45
10 A. Thomas A vos jeux mes amis … Partagez mes fleurs (Ophélie - aus: Hamlet) 00:14:41
11 L. Bernstein Glitter and be Gay (Cunegonde - aus: Candide) 00:06:57

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Diana Damrau Sopran
Münchner Rundfunkorchester Orchester
Dan Ettinger Dirigent
 
50999 519313 2 2;5099951931322

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