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CD-Besprechung

Joseph Touchemoulin

Concertos & Symphonies

Ramée RAM 0807

1 CD • 69min • 2007

26.02.2009

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8
Klangqualität:
Klangqualität: 8
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Vor gut 35 Jahren nahm der berühmte französische Flötist Maxence Larrieu ein beschwingtes Flötenkonzert aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf Schallplatte auf, dessen Urheber – ein gewisser Joseph Touchemoulin – kaum jemandem geläufig war. Für eine umfassende Renaissance des Komponisten reichte es damals allerdings nicht, und so kommt der vorliegenden CD der Rang einer echten Wiederentdeckung zu.

Was an Informationen über Touchemoulin vorliegt, ist vergleichsweise spärlich. Er wurde 1727 in Chalon-sur-Saône geboren, studierte um 1752 bei dem berühmten Violin-Virtuosen Giuseppe Tartini in Padua und nahm danach eine Stelle in der Bonner Hofkapelle des Kölner Erzbischofs Clemens August an, wo er 1761 zum kurfürstlichen Kapellmeister ernannt wurde. Im gleichen Jahr wechselte er an den Hof des Fürsten von Thurn und Taxis in Regensburg, wo er bis zu seinem Tode 1801 wirkte.

Zwei Sinfonien aus dem 1761 in Paris publizierten Opus 1 umrahmen in dieser Einspielung drei Konzerte für verschiedene Instrumente. Die dreisätzigen Sinfonien stammen aus der Bonner Zeit und lassen die Nähe zur Mannheimer Schule spüren. Auch das kurze Cembalokonzert, das im Orchester zwei Flöten und zwei Hörner verlangt, trägt die Merkmale des galanten Stils und der Empfindsamkeit. Das Violinkonzert D-Dur, das umfangreichste der hier eingespielten Werke, steht mit seinem effektvollen Solopart ganz in der Tradition der Virtuosenkonzerte von Vivaldi und Tartini. Auch das in den siebziger Jahren ausgegrabene Flötenkonzert, mit seinen reichen Verzierungen ein echtes Kind des Rokoko, finden wir hier wieder – allerdings erstmals in einer Version mit Traversflöte.

Das Ensemble Les Inventions – in Burgund, der Heimat des Komponisten, ansässig – übt sich, mit historischen Instrumenten bzw. deren Kopien ausgestattet, mitunter in etwas rauhem Zugriff. Vor allem das vom Leiter des Ensembles, Patrick Ayrton, gespielte Cembalo hat gegen das kräftig zupackende Orchester einen schweren Stand. Alexis Kossenko stattet das Flötenkonzert mit spielerischem Charme aus, und Daniel Sepec – am Besten in Balance mit dem Orchester – verleiht dem Violinkonzert die angemessene Brillanz.

Sixtus König † [26.02.2009]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Joseph Touchemoulin
1Symphony F major op. 1 No. 5 00:10:10
4Violinkonzert D-Dur 00:21:04
7Cembalokonzert C-Dur 00:10:54
8Flötenkonzert A-Dur 00:13:58
13Symphony G major op. 5 No. 2 00:12:40

Interpreten der Einspielung

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