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CD-Besprechung

J. Haydn

hänssler CLASSIC 1 CD 98.509

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 20.03.08

hänssler CLASSIC 98.509

1 CD • 75min • 2007

Das Haydn-Jahr (2009 wird der 200. Todestag des Komponisten gefeiert) wirft seine Schatten schon voraus. Anlaß für Hänssler Classic und den unermüdlichen Helmuth Rilling, seine sechs späten, für den Fürsten Esterhazy geschriebenen Messen in einem Gemeinschaftsprojekt des Oregon Bach Festivals und der Bachakademie Stuttgart noch einmal einzuspielen. Dabei wird im vorliegenden Fall eine brandaktuelle Aufnahme der Theresienmesse (1799) aus Oregon mit einer 15 Jahre alten Einspielung der Paukenmesse (1796) aus Stuttgart kombiniert. Der erste auffallende Eindruck: So unterschiedlich die Werke geraten sind, so verwandt ist doch der interpretatorische Ansatz des Dirigenten, der sich anlässlich der Neuaufnahme von einer in letzter Zeit festzustellenden, wohl auch altersbedingten Abgeklärtheit ab- und einem vitalen, diesseitsfreudigen Musikantentum zuzuwenden scheint. Da auch das amerikanische Bach-Festival ein „Kind“ Rillings ist und die Musiker und Sänger gleichsam mit ihm großgeworden sind, ist ihr Vortragsstil von dem der schwäbischen Kollegen kaum zu unterscheiden.

„In vielen seiner Kirchen-Compositionen herrscht nicht der heilige Ernst, der dem Tempel des Herrn gebührt, sondern ein komischer, profaner Witz“, urteilte ein Kritiker nur wenige Jahre nach dem Tode des Komponisten. Und er hatte durchaus Recht. Doch gerade deswegen wird man Haydns Messen auch in weniger gottesfürchtigen Zeiten und Gegenden als hohe musikalische Kunst goutieren. Der sinfonische Aufbau der Stücke und die sich vom liturgischen Anlaß immer wieder emanzipierende Inspiration und Durchführung sprechen für eine durch den Geist der Aufklärung gefilterte Religiosität und weisen auf Beethovens Messen voraus. Die Sänger bekommen wenig Gelegenheit zu solistischer Entfaltung, treten überwiegend als Vokalquartett auf und sind eingebettet in den musikalischen Gesamtverlauf. Homogenität des Klangs ist also wichtiger als individuelle Farbe. Die hierzulande unbekannten Sänger aus Oregon können sich dabei mit den deutschen Oratoriengrößen einer früheren Generation durchaus messen.

Ekkehard Pluta [20.03.2008]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 J. Haydn Missa B-Dur Hob. XXII:12 für Soli, Chor und Orchester (Theresien-Messe)
2 Missa in tempore belli C-Dur Hob. XXII:9 (Paukenmesse)

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Simona Saturová Sopran
Ruth Ziesak Sopran
Roxana Constantinescu Alt
Ingeborg Danz Alt
Corby Welch Tenor
Christoph Prégardien Tenor
York Felix Speer Bass
Oregon Bach Festival Choir Chor
Oregon Bach Festival Orchestra Orchester
Gächinger Kantorei Stuttgart Chor
Bach Collegium Stuttgart Orchester
Helmuth Rilling Dirigent
 
98.509;4010276020554

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