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CD-Besprechung

W. Fitzenhagen

OehmsClassics 1 CD OC 702

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 04.12.07

OehmsClassics OC 702

1 CD • 67min • 2003, 2005

Freunde genuiner, dem Instrument auf den Leib geschriebener Cello-Musik sollten an dieser CD nicht vorbeigehen. Wilhelm Fitzenhagen (1848-1890) galt als einer der berühmtesten Cellisten seiner Zeit. Nach Studien bei Theodor Müller und Friedrich Grützmacher übernahm er mit zweiundzwanzig Jahren auf Einladung von Nikolai Rubinstein eine Professur am Moskauer Konservatorium (obwohl Franz Liszt ihn gerne als Solocellist der großherzoglichen Kapelle in Weimar verpflichtet hätte) und wurde zum Mitbegründer der russischen Celloschule. Mit Peter Tschaikowsky war er freundschaftlich verbunden, was seinen Niederschlag in der Widmung der „Rokoko-Variationen“ fand, die in der – von Tschaikowsky nach anfänglichen Bedenken autorisierten – Bearbeitung von Fitzenhagen weltberühmt wurden. (Erst in jüngerer Zeit stößt auch wieder die Urfassung auf Interesse.)

Dass Fitzenhagen auch als Komponist Beachtung verdient, macht die vorliegende CD deutlich. Das zweite Cellokonzert steht nicht nur in der gleichen Tonart wie Robert Schumanns berühmtes Opus 129, sondern lehnt sich auch in der durchkomponierten Form an das Vorbild an. Es ist ein dankbares, melodiengesättigtes Werk, das dem Solisten reiche Gelegenheit bietet, sowohl seine kantablen als auch seine virtuosen Fähigkeiten zu demonstrieren. Kadenzen und rezitativische Passagen fordern eine sprechende Gestaltung, das Finale greift in kunstvoller Verarbeitung auf das thematische Material der vorangegangenen Sätze zurück. Bescheidener im Anspruch, aber immer substanzvoll und handwerklich souverän gearbeitet, geben sich die kleineren Stücke für Violoncello und Klavier, die – etwa in der Elegie oder der Serenade – deutlich die Nähe zu Tschaikowsky spüren lassen. Die Dämonenfantasie verarbeitet in durchaus origineller Weise Themen aus der Oper Die Dämonen von Nikolai Rubinsteins Bruder Anton.

Jens Peter Maintz, Cello-Professor in Berlin, ECHO-Preisträger und langjähriges Mitglied des Trio Fontenay, widmet sich der Musik Fitzenhagens mit lustvoller Hingabe und ohne aufzutrumpfen. Sein kammermusikalisch geprägtes Spiel wird trefflich sekundiert vom Münchner Rundfunkorchester unter Peter Rundel und vor allem von dem rhythmisch flexiblen, die Klangbalance immer vorzüglich wahrenden Klavierpartner Paul Rivinius.

Sixtus König † [04.12.2007]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 W. Fitzenhagen Konzert Nr. 2 a-Moll op. 4 00:19:58
4 Elegie op. 21 00:04:40
5 Capriccio op. 40 00:05:05
6 Serenade op. 35 00:04:39
7 Gavotte op. 42 00:04:24
8 Impromptu op. 43 00:04:09
9 Ave Maria op. 41a für Violoncello und Klavier 00:03:49
10 Dämonenfantasie op. 34 (nach Motiven aus der Oper "Dämon" von A. Rubinstein) 00:15:41
11 Ave Maria op. 41b für Violoncello und Harmonium 00:04:27

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Jens Peter Maintz Violoncello
Paul Rivinius Klavier
Münchner Rundfunkorchester Orchester
Peter Rundel Dirigent
 
OC 702;4260034867024

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