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CD-Besprechung

The Romantic Violinconcerto - 5

Hyperion CDA67420

1 CD • 65min • 2004

23.06.2005

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 5
Klangqualität:
Klangqualität: 6
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 5

Gewiß ist es sehr ehrenwert, daß sich Hyperion in der Serie der romantischen Konzerte besonders der insularen Eigengewächse annimmt – man soll bloß nicht glauben, daß zwischen Henry Purcell und Benjamin Britten höchstens noch Edward Elgar und Ralph Vaughan Williams etwas für die britische Musik getan hätten. Doch die auf den ersten Blick so interessante Produktion ist eines der entbehrlichsten Produkte, die mir in den letzten Jahren untergekommen sind. Was zunächst einmal ganz eindeutig an dem äußerst schwachen G-Dur-Konzert von Samuel Coleridge-Taylor liegt, einer dreisätzigen Studie in Langeweile, die sich in mehr als dreißig Minuten bemüht, den Tonfall des „amerikanischen” Dvorák auszuschlachten und auf diesem Wege in alle strukturellen Fallen tappt, die die klassische Form nur bereithält: Namentlich das Zusammen- und Gegeneinanderwirken von Solo und Orchester wirkt in allen drei Sätzen fast beamtenhaft gewollt, und so ist man nach einiger Zeit schon gar nicht mehr überrascht, wenn an der Stelle echter dramatischer Ausbrüche, welche die – obendrein recht piepsig klingende – Geige mit ihrem motivischen Spiel eigentlich vorbereiten und initiieren sollte, immer wieder das sprichwörtliche Mäuslein aus dem Berge kriecht ... Dreimal habe ich mir das Werk von Anfang bis Ende angehört, immer wieder mich darum bemüht, doch wenigstens ein gutes Haar dran zu finden, sogar die Tatsache zu berücksichtigen versucht, daß es sich um das letzte Werk handelte, das Coleridge-Taylor vor seinem frühen Tode vollenden konnte – es hat alles nichts geholfen.

Einen freundlicheren Gesamteindruck hinterließ dann doch das 1930 entstandene Konzert von Sir Arthur Somervell, für das zunächst eine insgesamt viel größere Frische und ein überzeugenderer Umgang mit den traditionellen Formen spricht. Dabei tut sich nun natürlich eine weitere, nicht gerade unerhebliche Schwachstelle der Produktion auf: Es ist nicht nötig, die Partitur zu kennen, um zu bemerken, daß sowohl der Solist als auch das Orchester aus der vorhandenen Substanz mehr hätten herausholen können. Überzeugungstäter sind hier jedenfalls nicht am Werke gewesen.

Rasmus van Rijn [23.06.2005]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Samuel Coleridge-Taylor
1Violinkonzert G-Dur op. 80
Arthur Somervell
2Violinkonzert G-Dur

Interpreten der Einspielung

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