Basel Composition Competition: findet 2027 im April erneut statt
Bewerbung seit dem 1. Dezember 2025 möglich
Die kommende Ausgabe des Basel Composition Competition (BCC) wird im nächsten Jahr vom 20. bis 23. April 2027 stattfinden. Komponistinnen und Komponisten können sich seit dem 1. Dezember 2025 auf der Webseite baselcompetition.com anmelden und ein neues, noch nicht aufgeführtes Werk für Kammer- oder Sinfonieorchester einreichen. Die Einreichfrist endet am 16. Oktober 2026. Nach Abschluss der Bewerbungsphase werden zehn bis zwölf Kompositionen von einer internationalen Jury aus renommierten Komponisten unter dem Vorsitz von Michael Jarrell ausgewählt und Ende November 2026 bekanntgegeben. Im April 2027 bringen das Kammerorchester Basel, das Sinfonieorchester Basel und die Basel Sinfonietta die nominierten Werke in Basel zur Aufführung. Die drei bis vier besten Kompositionen werden im Rahmen eines Final-Konzerts am 23. April 2027 ausgezeichnet, darunter ein Publikumspreis. Der BCC zählt mit Preisgeldern von insgesamt CHF 100’000.– zu den höchstdotierten internationalen Kompositionswettbewerben für zeitgenössische Musik.
Internationale Aufmerksamkeit für die Preisträger
In den vergangenen Jahren haben mehrere Preisträger des BCC international auf sich aufmerksam gemacht. Sie erhielten Aufträge von renommierten Orchestern und Ensembles und konnten ihre künstlerische Präsenz nachhaltig weiterentwickeln: So war Alex Nante (2. Preis 2019) 2021/22 und 2022/23 Composer-in-Residence beim Orchestre National de Lille und feierte 2025 einen Höhepunkt mit der Uraufführung seiner Dritten Symphonie Anāhata in der Elbphilharmonie Hamburg unter der Leitung von Kent Nagano. Auch Benjamin Scheuer (1. Preis 2019) erhielt 2025 internationale Anerkennung mit dem Hindemith-Preis des Schleswig-Holstein Musikfestivals. Den bedeutendsten Erfolg verzeichnete Yiqing Zhu (1. Preis 2021), der 2025 mit dem Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung ausgezeichnet wurde.
Chance für neue zeitgenössische Werke
Ganz im Geiste des 1999 verstorbenen Basler Dirigenten Paul Sacher sollen im Rahmen des BCC die spannendsten Komponistinnen und Komponisten des 21. Jahrhunderts nach Basel geholt werden. In Zusammenarbeit mit der Paul Sacher Stiftung veranstaltete die Artistic Management GmbH 2017 erstmals den internationalen Kompositionswettbewerb unter der Leitung des Jurypräsidenten Wolfgang Rihm (1952–2024). Kaum ein Musiker prägte das Basler Musikleben so stark wie Paul Sacher. Er widmete sich als Dirigent, Auftraggeber neuer Kompositionen sowie als Förderer und Mitglied zahlreicher Gremien und Institutionen vielseitig der zeitgenössischen Musik seines Jahrhunderts.
Förderung durch Paul Sacher und seine Stiftung
Im Auftrag von Paul Sacher entstanden Werke wie Béla Bartóks Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta, Bohuslav Martinůs Toccata e due canzoni, Igor Strawinskys Concerto en ré und Arthur Honeggers Sinfonie Nr. 4. 1973 gründete er die Paul Sacher Stiftung und etablierte sie später mit dem Nachlass von Igor Strawinsky sowie Sammlungen von Anton Webern und Bruno Maderna als Forschungsinstitution von internationalem Rang.
Weitere Informationen und das Wettbewerbs-Reglement unter baselcompetition.com
