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CD-Besprechung

BIS 1048

1 CD • 58min • 1997

01.12.2000

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8
Klangqualität:
Klangqualität: 4
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 7

Als allegorische Darstellung des drohenden Untergangs unserer Welt in Zeiten der Aufrüstung, Umweltzerstörung und großindustrieller Manipulationen schuf der schwedische Komponist Bengt Hambraeus zwischen 1982 und 1987 seine großdimensionierte Apokalypse für Chor, Orgel und Baß solo: Textgrundlage bildet die Offenbarung des Johannes in der Vulgata-Version, bildnerisches Bezugsfeld die 15 Holzschnitte, mit denen Albrecht Dürer 1498 die Prophetie veranschaulichte. Hambraeus nähert sich dem Sujet mit dramatischem Zugriff. Ähnlich wie der Evangelist in den Bachschen Passionen fungiert der Solobaß als Erzähler, der Chor dagegen übernimmt die emotionale Perspektive, drückt Furcht und Schrecken aus, und der virtuos gehaltene Orgelpart kommentiert das Geschehen, von meditativen Klängen bis zur rasenden Gewalt. Mitunter archaisierend wirkt der musikalische Tonfall, aber immer wieder bricht die Moderne ein mit freier Tonalität, Clustern und nicht höhenfixiertem Gesang. Bravourös die Leistung des Organisten, eindringlich der Bassist Olle Sköld und makellos die Darbietung des Chores.

Susanne Stähr [01.12.2000]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Bengt Hambräus
1Motetum Archangeli Michaelis für gemischt. Chor und Orgel (1967)
2Apocalipsis cum figuris secundum Dürer 1498 ex narrationem Apocalipsis Ioannis für Baß, gemischt. Chor und Orgel (1982/1987)

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