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CD-Besprechung

Antonín Dvořák: Svatá Ludmila op. 71

Orfeo 2 CD C 513 992 H

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 10

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 01.04.00

Orfeo C 513 992 H

2 CD • 2h 24min • 1999

Nach dem unschönen Abgang von der Tschechischen Philharmonie 1996 dürfte Gerd Albrecht sein Vertrauen in die Prager Kulturpolitik eingebüßt haben. Nicht verloren hat er die Liebe zur tschechischen Musik. Jetzt also die verdienstvolle Neuaufnahme der Heiligen Ludmila, die im böhmischen Land halbwegs als Nationaloratorium gilt. Ihre einzige Alternative ist die – klangtechnisch überholte und zudem leicht gekürzte – 1963er-Aufnahme von Vaclav Smetacek (Supraphon).

Dvorák griff in seinem ausladendsten Werk außerhalb der Bühne auf eine Legende zurück. In der Christianisierung Böhmens während des 9. Jahrhunderts spielte Fürstin Ludmila eine wichtige Rolle. Das wird in fast 50 Nummern ausgemalt. Schon Hanslick fand indessen, daß Dvorák nicht immer ganz bei sich selber sei. Kein Wunder, komponierte er sein Oratorium doch für das Chorfestival in Leeds.

Die aus deutschen und tschechischen Sängern gemischte Vokalgemeinschaft zeigt sich auf der Höhe der heiklen Ansprüche. Albrecht seinerseits pflegt kräftige Farben und hält das Pathos in Grenzen. Ein schönes Plädoyer für ein unterschätztes Werk.

Mario Gerteis † [01.04.2000]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 A. Dvořák Svatá Ludmila op. 71

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Lívia Ághová Sopran
Michelle Breedt Mezzosopran
Piotr Beczala Tenor
Ludek Vele Bass
Prager Kammerchor Chor
WDR Rundfunkchor Köln Chor
WDR Rundfunkorchester Köln Orchester
Gerd Albrecht Dirigent
 
C 513 992 H;4011790513225

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