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CD-Besprechung

The Last Rose of Summer

Beethoven - Liszt

The Last Rose of Summer

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 10

Klangqualität:
Klangqualität: 10

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 10

Besprechung: 30.01.19

Klassik Heute
Empfehlung

Telos Music CD TLS 234

1 CD • 75min • 2017

Es gibt Beethoven-Einspielungen, die folgen einer erkennbaren Idee oder gar inneren Logik. Aber auch solche, deren Programme völlig beliebig und mit unnötigen Füllnummern angereichert zu sein scheinen. Und dann trifft man auf Programmzusammenstellungen, die nicht besser hätten gewählt werden können, ohne dass man sagen kann, woran das liegt. So ergeht es mir mit Evgenia Rubinovas dritter Beethoven-Veröffentlichung unter dem Titel „The Last Rose Of Summer“. Wie auf dem Vorgänger-Album „An die ferne Geliebte“ kombiniert die Pianistin kaum beachtete Werke Beethovens mit Bekanntem und mit Transkriptionen beethovenscher Lieder aus der Feder von Franz Liszt.

Was fasziniert mich nun so an dieser CD, an dem (mit Ausnahme der Sonate F-Dur op. 54) auf musikalische Kleinformen setzenden Programm und an seiner Ausführung? Ist es der Umstand, dass man selbst im Kleinen, also in den Bagatellen op. 126, dem Allegretto c-Moll WoO 53, dem Klavierstück h-Moll WoO 61 und in den auf zärtlichen bis derben Liedern österreichischer, walisischer und irischer Herkunft basierenden 6 Variierten Themen op. 105 den ganzen Beethoven in Sachen Kompositions- bzw. Satztechnik sowie Klang- und Formsprache ausgebreitet bekommt – wie in einem Kompendium beethovenscher Klavier-„Technik“? Ist es Rubinovas Fingerspitzengefühl in der Programmzusammenstellung und der Werkabfolge? Ist es die emotionale Substanz all dieser Werke, gekoppelt mit einer fesselnden Ausdrucksintensität und kompromisslosen Klarheit in einem für mich tatsächlich soghaft wirkenden Spiel der Künstlerin? Ist es ihre funkelnde Fingerfertigkeit, der Äußerlichkeiten und alles aufgesetzt wirkende fremd ist? Wahrscheinlich alles zusammen. Die interessierten Hörer mögen sich einfach vorbehaltlos und ohne besondere Erwartungen der Musik und ihrer Ausführung hingeben; vielleicht können sie dann nachvollziehen, was ich nicht so recht in Worte fassen kann.

So viel Überraschendes und Gegensätzliches dieses Beethoven-Programm auch bietet: Evgenia Rubinova begegnet allem mit einer faszinierenden Anschlagskontrolle und sehr fantasievollen Klanggestaltung – mit einem leuchtkräftigen, stets poetischen, aber völlig unsentimentalen Spiel. Jedoch am meisten beeindruckt mich, wie sie der Musik Zeit gibt zu atmen (natürlich auch in Franz Liszts Transkriptionen der 6 Geistlichen Lieder und in seiner Adelaide-Bearbeitung) und welch vorzügliche Charakterzeichnungen ihr damit gelingen. Das ist ganz große Kunst.

Christof Jetzschke [30.01.2019]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 L.v. Beethoven Adelaide (Bearb. für Klavier: Franz Liszt) 00:09:02
2 A Schüsserl und a Reindel WoO 105,1 00:05:05
3 The Last Rose of Summer WoO 105,2 00:02:33
4 The cottage maid WoO 155,3 00:02:21
5 Paddy Whack WoO 105,4 00:02:40
6 Von edlem Geschlecht war Shenkin WoO 105,5 00:02:19
7 Chiling O'Guiry WoO 105,6 00:01:54
8 Gottes Macht und Vorsehung (Bearb. für Klavier: Franz Liszt) 00:01:03
9 Bitten (Bearb. für Klavier: Franz Liszt) 00:01:33
10 Bußlied (Bearb. für Klavier: Franz Liszt) 00:04:26
11 Vom Tode (Bearb. für Klavier: Franz Liszt) 00:03:59
12 Die Liebe des Nächsten (Bearb. für Klavier: Franz Liszt) 00:01:05
13 Die Ehre Gottes aus der Natur (Bearb. für Klavier: Franz Liszt) 00:02:13
14 Allegretto c-Moll WoO 53 00:03:14
15 Klaviersonate Nr. 22 F-Dur op. 54 00:09:46
17 Sechs Bagatellen op. 126 00:19:45
23 Klavierstück h-Moll WoO 61 00:02:25

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Evgenia Rubinova Klavier
 
CD TLS 234;4260175850688

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