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DVD-Video-Besprechung

Mythos Beethoven

Sein Leben in 6 Sonaten
1. Der Revolutionär, 2. Der Verliebte, 3. Der Virtuose, 4. Der Kranke, 5. Der Unternehmer, 6. Der Unsterbliche

Unitel 77320

1 DVD-Video • 3h 00min • [P] 2017

22.09.2017

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9
Klangqualität:
Klangqualität: 9
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Mythos Beethoven. An Musik und Leben des genialischen Komponisten haben sich unzählige Forschergenerationen abgearbeitet, unzählige Deutungsversuche gibt es, kuriose wie ernsthafte. Dabei wurde der Mythos gerne mal auf ein Podest gehoben, idealisiert, heroisiert. Diese Zeiten sind vorbei. Die historisch-kritische Musikgeschichtsforschung hat heutzutage einen umfassenden Blick auf Leben und Werk Beethovens, wiewohl es immer noch zahlreiche offene Fragen gibt.

Ob sie jemals beantwortet werden können, bleibt offen. Die Quellenlage ist oft schwierig und Beethoven hat selbst seinen Teil dazu beigetragen, sein Schaffen aber auch sein Leben für die Nachwelt rätselhaft zu gestalten. Von verschiedenen Seite versucht diese Dokumentation nun, das Leben und Wirken Beethovens zu erkunden und für interessierte Zuschauer zu entschlüsseln. „Sein Leben in sechs Sonaten“ beleuchtet Beethoven unter sechs Aspekten, zu denen jeweils verschiedene Experten – untermalt von Beethovens Musik – Erhellendes beisteuern.

Dabei geht es nicht darum, den Mythos mit lexikalischer Beschlagenheit und in erschöpfender Weise abzuhandeln, das wäre in 180 Minuten auch schwerlich möglich. Vielmehr haben sich drei Filmemacher in sechs von ZDF und 3SAT koproduzierten Filmen einzelne Aspekte herausgegriffen, die im Hinblick auf Beethovens Leben, sein Wirken und seine Epoche beleuchtet werden. Beethoven der Revolutionäre, der Verliebte, der Virtuose, der Kranke, der Unternehmer und der Unsterbliche – unter diesen Gesichtspunkten wird der Mythos mit informativen Kurzstatements durchleuchtet, mit passender Musik angereichert und ebenso ansprechend wie treffend bebildert.

Als roten Faden gibt es einen Kern an Experten, zu denen der Pianist Rudolf Buchbinder, der Beethoven-Biograph Jan Caeyers und der Schauspieler Uwe Bohm gehören, zu denen Experten zu verschiedenen gesellschaftlichen und musikalischen Teilbereichen hinzukommen. Insgesamt ergibt sich so ein informatives Portrait, das auf der Basis der wissenschaftlichen Fakten ein ebenso facettenreiches wie lebendiges Bild des Komponisten und seiner Epoche vermittelt. Letztendlich ergibt sich so ein Film mit Tiefgang, unterhaltend ebenso wie fundiert informierend. Hilfreich wäre allenfalls noch eine Auflistung aller zu jedem der Filme gespielten Stücke gewesen, das würde dem interessierten Zuschauer schneller ermöglichen, die Stücke en bloc nachzuhören.

Guido Krawinkel [22.09.2017]

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