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CD-Besprechung

Aires de Andalucía

Joncol4

Aires de Andalucía

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 7

Klangqualität:
Klangqualität: 6

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 7

Besprechung: 12.09.17

GWK Records 140

1 CD • 54min • [P] 2017

Spanisches Flair atmet diese Produktion, genauer gesagt geht es bei „Aires de Andalusia“ um den Landstrich am südlichen Zipfel der iberischen Halbinsel, wo Kulturstätten wie Malaga und Granada liegen und mit Gibraltar auch der südlichste Posten des europäischen Kontinents vor Afrika. Es ist eine faszinierende Region, voller landschaftlicher Extreme und mit zahlreichen unterschiedlichen kulturellen Einflüssen. Auch die spanische Musik ist von hier beeinflusst worden: der Flamenco hat andalusische Wurzeln.

Kein Wunder also, dass dieser Tanz, der wie kein Zweiter zum Synonym für die spanische Lebensart geworden ist, auch auf dieser CD eine Rolle spielt, allerdings zumeist in klassisch sublimierter Form. Nur bei vier Werken des Gitarristen Carles Guisado Morenos, der auch mit seiner Kollegin Britta Schmitt zusammen das Duo Joncol bildet, spielt der populäre Einfluss eine stärkere Rolle, wirken diese doch eher leiseren, melancholischeren Werke wie ein zarter Sommerhauch: erfrischend, leicht, flüchtig und ebenso unterhaltsam wie reizvoll.

Das Duo Joncol bewegt sich in dieser Welt stilistisch souverän. Dazu trägt nicht unwesentlich die Sängerin Anna Colom bei, die den vokalen Stücken eine sehr charakteristische Präsenz und Farbigkeit gibt. Ihr Vocals in einigen Liedern aus El Amor Brujo“ von Manuel de Falla atmen eben jene hispanische Herbheit und Ursprünglichkeit, die sich auch in dieser Kunstform noch erhalten hat. Hinzu kommt die perkussive Gestaltung durch Kurt Fuhrmann, die sich gut in den stimmigen musikalischen Gesamteindruck einfügt. Einen Punktabzug gibt es jedoch für die klangliche Gestaltung. Während die tontechnische Abbildung der Instrumente tadellos ist, wirkt Sängerin Colom oft so als wäre sie akustisch nur in die zweite Reihe gestellt worden, so fern und indirekt klingt ihr Gesang oft. Da man davon ausgehen sollte, dass der Toningenieur sein Handwerk versteht und die CD mit Absicht so abgemischt hat, kann man hier nur konstatieren: überzeugend klingt das nicht.

Guido Krawinkel [12.09.2017]

Bechsteinkonzert

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 C. Guisado Moreno Una Luz del Norte 00:09:17
2 M. de  Falla El amor brujo (Introducción) 00:00:35
3 Canción del amor dolido ( aus El amor brujo) 00:01:46
4 Danza del terror (aus El amor brujo) 00:02:09
5 Canción del fuego fatuo (aus El amor brujo) 00:01:35
6 El circulo mágico (aus El amor brujo) 00:02:16
7 Danza ritual del fuego (aus El amor brujo) 00:03:54
8 Danza del juego de amor (aus El amor brujo) 00:03:03
9 Final (Las campanas del amanecer, aus El amor brujo) 00:01:11
10 C. Guisado Moreno Mirando al Mar 00:09:18
11 I. Albéniz Córdoba (aus Cincio Cantos de España) 00:05:26
12 C. Guisado Moreno La Calita 00:07:29
13 La Truhana 00:05:43

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Joncol Ensemble
 
140;4260113461402

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