Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

CD-Besprechung

Ernst von Dohnányi

Piano Works • Klavierwerke

Ernst von Dohnányi

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9

Klangqualität:
Klangqualität: 7

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 30.06.16

cpo 777 970-2

1 CD • 52min • 2007, 2010

Geboren wurde er 1877 in einer Stadt mit drei Namen: ungarisch Pozsony, deutsch Preßburg, slovakisch Bratislava: Ernst von Dohnányi (ungarisch: Dohnányi Ernő, weil hier der Familienname vorangestellt wird, und mit dem ungarntypischen langen ő) war ein talentierter Komponist und dazu ein vorzüglicher Pianist, übrigens auch ein hervorragender Vom-Blatt-Spieler, und er gehörte im frühen 20. Jahrhundert zusammen mit Béla Bartók und Zoltán Kodály zu den führenden musikschöpferischen Persönlichkeiten Ungarns – auch wenn die künstlerischen Physiognomien dieser drei kaum unterschiedlicher sein könnten. Von wenigen folkloristischen Andeutungen abgesehen blieb Dohnányi der Spätromantik verbunden, wie es auch die drei hier eingespielten Klavierwerke zeigen, wobei die ersten beiden aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg stammen, das letzte aber – der verblüffende Titel Drei sonderbare Stücke stammt tatsächlich vom Komponisten – erst 1951 im amerikanischen Exil verfaßt wurde, wo der Komponist 1960, in New York, verstarb.

Der komponierende Pianist ist diesen Stücken deutlich anzumerken, sie sind farbig, technisch aufwendig und dankbar für den Virtuosen. Daniel Röhm bringt dies auch vorzüglich zur Geltung und vermittelt einen inneren Spannungsreichtum, wodurch die Ausstrahlung dieser spätromantischen Werke deutlich gewinnt. „Neue Musik“ ist dies nicht, aber eine eigene Farbe sehr wohl. Die Aufnahme ist angenehm präsent und weiträumig in der Dynamik, nur hört man immer wieder, wenn auch leise, Pedalgeräusche.

Dr. Hartmut Lück [30.06.2016]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 E. von Dohnányi Passacaglia es-Moll op. 6 00:13:10
2 Rhapsodie g-Moll op. 11 Nr. 1 00:08:53
3 Rhapsodie fis-Moll op. 11 Nr. 2 00:07:37
4 Rhapsodie C-Dur op. 11 Nr. 3 00:05:16
5 Rhapsodie es-Moll op. 11 Nr. 4 00:07:54
6 Burletta op. 44 Nr. 1 00:02:33
7 Nocturne op. 44 Nr. 2 00:03:30
8 Perpetuum mobile op. 44 Nr. 3 00:03:08

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Daniel Röhm Klavier
 
777 970-2;0761203797028

Bestellen bei jpc

 

Das könnte Sie auch interessieren:

 

⇑ nach oben

Entschleunigte Feinfühligkeit, forsche Damenpranke

Edition Stefan Askenase

Noch in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts konzertierte der aus dem galizischen Lemberg stammende Pianist Stefan Askenase reglemäßig in den europäischen Konzertsälen. Das ältere Publikum hatte den Chopin-Interpreten gleichsam abonniert, bei den Jüngeren und im abgehobenen Kreis des deutschsprachigen Kritikernachwuchses galt der zierliche belgisch-polnische Theodor Pollak- und Emil von Sauer Schüler als Vertreter einer konservativen Handhabe, als ein leibhaftiges Fossil vergangener Chopin-Stilistik.

→ weiter...

Referenz-Aufnahmen

aus dem Themenbereich
Musik des 21. Jahrhunderts

Ondine 1 CD ODE 1006-2
Naxos 1 CD 8.557398
Contzen | Bredohl
BIS 1 CD/SACD stereo/surround 1676
Nicolas Bacri

Neue CD-Veröffentlichungen

Richard Heuberger
A Lute by Sictus Rauwolf
Visions
Christoph Graupner

CD der Woche

Kenneth Hamilton plays Ronald Stevenson, Volume 1

Kenneth Hamilton plays Ronald Stevenson, Volume 1

Aus dunkler Tiefe steigen schwärzeste Bass-Töne auf, formen eine Tonskala und vereinigen sich mit einer weiteren Stimme zur strengen Fuge. Die ewige ...

Heute im Label-Fokus

Ambiente

Mischa Meyer, Violoncello
Hugo Distler
Naji Hakim<br />Orgelwerke / Organ Works
Anton Heiller

→ Infos und Highlights

Thema Klavier Solo

Domenico Scarlatti
Domenico Scarlatti
Jean Sibelius<br />Piano Transcriptions
Haydn
Berlin Classics 1 CD 0017862BC
Venezia

 

Weitere 52 Themen

Klassik Heute Zahl des Tages

Bei Klassik Heute finden Sie

0

Festivals

→ mehr Zahlen und Infos

AGBs Impressum Kontakt Mediadaten Sitemap Datenschutz

© Klassik Heute

jpc