Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

CD-Besprechung

Telemann

Complete Recorder Sonatas

Telemann

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9

Klangqualität:
Klangqualität: 9

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Besprechung: 21.03.14

OUR Recordings 8.226909

1 CD • 45min • 2013

„Ein Lulli wird gerühmt, Corelli lässt sich loben / Nur Telemann allein ist übers Lob erhoben“: Mit diesen Worten pries Johann Mattheson 1740 in Georg Philipp Telemann einen Musiker, mit dem er selbst seit mittlerweile 20 Jahren in Hamburg zusammenarbeitete. Die Wertschätzung für Telemann war seinerzeit allgemein; denn mit unerschöpflicher Fantasie und enormen satztechnischen Fähigkeiten sowie einem untrüglichen Gespür für das Populäre, das sich bestens mit Geschäftssinn paarte, fand er in der europäischen Musikwelt nicht leicht seinesgleichen. Dazu war er ein Meister des „vermischten Geschmacks“, in dem sich nicht nur die alten Antagonisten der italienischen und französischen Musikauffassung begegneten, sondern der auch profunde Kenntnisse der deutschen Traditionen sowie im Fall Telemanns bis ins hohe Alter auch Einflüsse aus der polnischen Volksmusik umfasste, die er auf seiner ersten Dienststelle in Sorau (dem heutigen polnischen Żary) kennengelernt hatte.

Michala Petris hochvirtuoses Blockflötenspiel hat die Künstlerin seit ihrem Konzertdebüt mit 10 Jahren in aller Welt bekannt gemacht, ihr beeindruckendes Repertoire erstreckt sich vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik. Die Neugier der Künstlerin, die auch keine Scheu vor Crossover-Projekten kennt, passt bestens zu Telemanns weitem Horizont. Ihre hier zu besprechende CD vereint Telemanns Sonaten für Blockflöte, die in seinen beiden Sammlungen Der getreue Music-Meister und Eserciszii Musici veröffentlich wurden. Mit Anthony Newman am Cembalo kommt ein Partner hinzu, der zu Beginn seiner Karriere vom Time Magazine mit dem Titel „Hohepriester des Cembalo“ ausgezeichnet wurde. An seiner hervorragenden Kopie nach einem Cembalo des Hamburger Cembalobauers Hieronymus Albrecht Hass von ca. 1730 agiert Newman freilich alles andere als priesterlich – quicklebendig und einfühlsam unterstützt er Michala Petri bei der Umsetzung des reichen musikalischen Spektrums dieser Sonaten, das vom Würdevollen über innige Akzente bis zu virtuosen Purzelbäumen reicht. „Gib jedem Instrument das, was es leiden kann, so hat der Spieler Lust, du hast Vergnügen dran“: Dieser Ausspruch Telemanns hat hörbar bei dieser Einspielung Pate gestanden.

Detmar Huchting [21.03.2014]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 G.Ph. Telemann Sonata F-Dur TWV 41:F2 00:05:35
4 Sonata B-Dur TWV 41:B3 (aus Der getreue Musikmeister) 00:06:04
8 Sonata f-Moll TWV 41:f1 00:09:54
12 Sonata C-Dur TWV 41:C2 00:06:34
16 Sonata d-Moll TWV 41:d4 (aus Essercizii musici) 00:09:09
20 Sonata C-Dur TWV 41:C5 00:07:05

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Michala Petri Blockflöte
Anthony Newman Cembalo
 
8.226909;0636943690925

Bestellen bei jpc

 

Das könnte Sie auch interessieren:

 

⇑ nach oben

AGBs Impressum Kontakt Mediadaten Sitemap Datenschutz

© Klassik Heute

jpc