Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

CD-Besprechung

Diaghilev

Les Ballets Russes Vol. VII

Diaghilev

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 08.10.10

label_2736.jpg
→ Katalog und Neuheiten

SWRmusic 93.265

1 CD • 67min • 2009

Georges Auric (1899-1983) hat ein langes Komponistenleben genießen können, ist aber in der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts im Wesentlichen deswegen in Erinnerung geblieben, weil er der „Groupe des Six“ angehörte – auch dies mehr ein Zufall, wenn man das Zustandekommen dieser Gruppierung nach dem Ersten Weltkrieg betrachtet. Er beherrschte sein Metier virtuos, lieferte auf Bestellung vor allem Werke „angewandter“ Musik und konnte von den Tantiemen gut leben. Cinéasten erinnern sich an seine Filmmusiken, zum Beispiel zu Rififi oder Lohn der Angst (natürlich die Ursprungsversion, die viel besser ist als das spätere, aufgemotzte Remake).

Hier nun taucht Auric auf in der CD-Serie Les Ballets Russes, ein sehr verdienstvolles Unterfangen, denn der einstige Impresario der Ballets Russes von 1909 bis 1929, Sergej Diaghilev, war in erster Linie ein Musikfan und ein zu seinem Bedauern verhinderter Komponist (weil ihm schlicht die Begabung dafür fehlte); für sein Ballett-Unternehmen gewann er mit untrüglichem Instinkt die hervorragendsten Komponisten seiner Zeit; ein Jahrhundertwerk wie Le Sacre du printemps ist letztlich ihm zu verdanken.

Die beiden hier eingespielten Ballettmusiken von Georges Auric entstanden in der Mitte der 1920er Jahre, waren aber wenig erfolgreich. Das lag wohl nicht allein an den Widersprüchen der Inszenierung, wo „viele Köche den Brei verdarben“, sondern auch an der zwar geschickt gemachten, aber recht seichten Musik des Franzosen. Sie ist flott anzuhören – dank des lustvollen Musizierens der Radiophilharmonie aus Saarbrücken-Kaiserslautern –, aber in ihrer stilistischen Substanz nicht charakteristisch genug, um sich eigenständig behaupten zu können. Sie ist als Teil der Ballettgeschichte legitim am Platze, mehr aber auch nicht.

Dr. Hartmut Lück [08.10.2010]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 G. Auric Les Fâcheux 00:27:57
2 La Pastorale 00:39:24

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern Orchester
Christoph Poppen Dirigent
 
93.265;4010276023234

Bezug über Direktlink

label_2736.jpg
→ Katalog und Neuheiten

 

Das könnte Sie auch interessieren:

 

⇑ nach oben

AGBs Impressum Kontakt Mediadaten Sitemap Datenschutz

© Klassik Heute

jpc
Film La Mélodie